Bachelorarbeit, 2022
35 Seiten, Note: 1,7
Diese Arbeit untersucht die Lesbarkeit der Seitengestaltung der Melusine Thürings von Ringoltingen an ausgewählten Handschriften und Drucken des 15. und 16. Jahrhunderts. Sie beleuchtet die Veränderungen in der Textpräsentation und -organisation, die mit dem Übergang vom Manuskript zum Druck einhergehen, und untersucht, ob diese Gestaltungsentscheidungen die Lesbarkeit des Textes im Vordergrund hatten. Darüber hinaus analysiert die Arbeit die Beziehung zwischen den Miniaturen und dem Text, um zu erforschen, ob diese den Text inhaltlich begleiten, illustrieren oder sogar textunabhängige Inhalte einbringen.
Das erste Kapitel führt in das Thema ein und erläutert die Bedeutung der Schrift und Typografie für den Leseprozess. Kapitel 2 gibt einen kurzen Überblick über das Spätmittelalter, das durch eine „Literatur-Explosion“ gekennzeichnet war, und beleuchtet die Rolle des Schreibers in dieser Zeit. Kapitel 3 widmet sich der Melusine im Manuskriptzeitalter und analysiert die handschriftliche Überlieferung, insbesondere die Basler Melusine-Handschrift des Nikolaus Meyer zum Pfeil (1471). Kapitel 4 befasst sich mit der Melusine im Druckzeitalter und untersucht den Erstdruck von Bernhard Richel (um 1475) sowie die Ausgabe des Buchs der Liebe von Sigmund Feyerabend (1587). Die Arbeit schließt mit einem Vergleich der untersuchten Zeiträume und der jeweiligen Gestaltungsmerkmale der Melusine.
Die Arbeit befasst sich mit der Melusine Thürings von Ringoltingen, der Seitengestaltung von Handschriften und Drucken, Lesbarkeit, Typografie, Miniaturen, Textorganisation, Drucktechniken, Layoutkonventionen, Inkunabeln und der Entwicklung des Buches im Spätmittelalter. Insbesondere werden die Basler Melusine-Handschrift des Nikolaus Meyer zum Pfeil, der Erstdruck von Bernhard Richel und die Ausgabe des Buchs der Liebe von Sigmund Feyerabend untersucht.
Frühe Drucker orientierten sich zunächst eng an Handschriften (Inkunabeln), entwickelten dann aber schrittweise neue Layoutkonventionen und Satzzeichen, um die Lesbarkeit zu optimieren.
Es handelt sich um einen populären spätmittelalterlichen Text (Melusinenmythos), der in der Arbeit als Beispiel dient, um die visuelle Evolution der Buchgestaltung über 100 Jahre zu untersuchen.
Illustrationen dienten anfangs oft als textunabhängige Bilderfolgen und entwickelten sich später zu unterstützendem Buchschmuck, der die Texterschließung beeinflusste.
Dies ist eine bedeutende Handschrift von Nikolaus Meyer zum Pfeil, die in der Arbeit als Hauptbeispiel für die Gestaltung im Manuskriptzeitalter analysiert wird.
Sie zeigt, wie typographische Textgliederung unsere Leseerwartungen steuert und wie sich heutige Standards (wie Satzzeichen und Schriftarten) historisch entwickelt haben.
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