Bachelorarbeit
85 Seiten
4. Einleitung
5. Die Entwicklung
5.1 Lerntheoretische Konzeptionen
5.1.1 Klassische Konditionierung
5.1.2 Operante Konditionierung
5.1.3 Beobachtungslernen
5.2 Psychosoziale Konzeption von Erik Erikson
5.3 Entwicklung als Sozialisation
5.4 Entwicklung des Selbstkonzepts
6. Verhaltensauffälligkeiten
6.1 Externalisierende Störungen des Schulalters
6.2 Internalisierende Störungen
6.3 Fallbeispiel
6.4 Ursachen
6.4.1 Interne Risikofaktoren
6.4.2 Externe Risikofaktoren
6.5 Schutzfaktoren
6.5.1 Interne Schutzfaktoren
6.5.2 Externe Schutzfaktoren
6.6 Ausgleich ungünstiger Entwicklungen
7. Ganztagesschule
7.1 Konzept
7.2 Schwierigkeiten mit verhaltensauffälligen Kindern
8. Aktueller Forschungsstand
8.1 Daten
8.2 Fördermöglichkeiten
8.2.1 Problemspezifische Fördermöglichkeiten
8.2.2 Prävention
8.2.3 Alters- und Störungsübergreifende Maßnahmen
9. Erarbeitung einer Konzeption
9.1 Konzeptentwicklung
9.2 Idee
9.3 Kritische Betrachtung
10. Fazit
11. Ausblick
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht den Umgang mit verhaltensauffälligen Kindern in der Offenen Ganztagsschule (OGS) mit dem Ziel, ein pädagogisches Konzept für eine bessere Integration und Förderung dieser Kinder zu entwickeln. Die Arbeit analysiert hierzu die theoretischen Grundlagen der kindlichen Entwicklung und verschiedener Störungsbilder, um anschließend praxisnahe Strategien und präventive Maßnahmen für den Schulalltag abzuleiten.
6.3 Fallbeispiel
Um sich vorstellen zu können, zu welchen Problemen es in der Umgebung von verhaltensauffälligen Kindern kommen kann, wird nun ein Fallbeispiel vorgestellt.
Die folgende Beschreibung erfolgt aus der Sicht der Mutter des Kindes. Mathias ist neun Jahre alt und geht in die dritte Klasse der Grundschule. Seine Mutter klagt darüber, dass es mit Mathias sehr schwierig ist. Morgens will er nicht aufstehen und sie muss ihn mehrmals wecken aber abends will er nicht schlafen und kommt einfach nicht zur Ruhe. Er macht immer alles auf einmal und kann sich nie auf nur eine Sache konzentrieren. Während er sich anzieht, spielt er gleichzeitig, hört eine Kassette an und läuft umher. Wenn er Hausaufgaben machen muss, eskaliert die Situation meistens, weil er dann nur in seinem Heft herumkritzelt und nörgelt. Freunde hat Mathias keine richtigen, da er sich oft mit den Falschen umgibt und es wie mit seinen zwei Geschwistern oft Streitereien gibt. Selbst harmlose Spiele geraten schnell außer Kontrolle und Mathias wird dann aggressiv, schreit herum und macht Sachen kaputt. Er widerspricht so gut wie immer, hört nie zu und verliert schnell die Nerven (vgl. Lauth & Heubeck, 2006, S.9).
Um die Situation richtig verstehen zu können, folgt nun die Beschreibung der Sicht des sozial auffälligen Kindes. Mathias sieht die ganze Situation anders als seine Mutter sie beschreibt. Mathias beschwert sich über die Gesamtsituation innerhalb der Familie. Die Mutter nörgelt immer viel zu viel und beschuldigt immer ihn, wenn es Streit unter den Geschwistern gibt, obwohl er nicht immer Schuld daran ist. Zudem machen sie innerhalb der Familie viel zu wenig schöne Sachen zusammen und ihm sei oft langweilig. Mit Freund*innen ist es schwierig, da die meist langweilig sind und nicht mit ihm raufen wollen. Sie können nichts spannendes zusammen machen, was ihm Spaß machen würde (vgl. Lauth & Heubeck, 2006, S.12).
Der beschriebene Fall verdeutlicht, welche Schwierigkeiten sich durch Verhaltensauffälligkeiten ergeben können. Zudem macht er deutlich, dass die betroffenen Kinder ihre Situation selbst oft ganz anders wahrnehmen und, dass es bei jedem Fall verschiedene Seiten und Sichten gibt, die betrachtet werden müssen.
4. Einleitung: Die Einleitung thematisiert die zunehmende Bedeutung der Ganztagesbetreuung und skizziert die Fragestellung bezüglich eines verbesserten Umgangs mit verhaltensauffälligen Kindern in der Offenen Ganztagsschule.
5. Die Entwicklung: Dieses Kapitel betrachtet die verschiedenen psychologischen Entwicklungstheorien, um das Verständnis für kindliche Verhaltensweisen und deren Entwicklungsprozesse zu legen.
6. Verhaltensauffälligkeiten: Es werden verschiedene Definitionen, Störungsformen (internalisierend/externalisierend), Ursachen sowie Risiko- und Schutzfaktoren detailliert beschrieben und anhand eines Fallbeispiels veranschaulicht.
7. Ganztagesschule: Das Kapitel erläutert das Konzept der Offenen Ganztagesschule und analysiert spezifische Herausforderungen, die sich aus der Betreuung verhaltensauffälliger Kinder im Schulalltag ergeben.
8. Aktueller Forschungsstand: Hier werden statistische Daten sowie verschiedene methodische Ansätze und Fördermöglichkeiten aus der aktuellen Forschung für den Umgang mit betroffenen Kindern präsentiert.
9. Erarbeitung einer Konzeption: Dieses Kapitel stellt einen theoretischen Leitfaden für die Entwicklung eines Konzepts zur Integration und Förderung von verhaltensauffälligen Kindern in der OGS vor und reflektiert diesen kritisch.
10. Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und betont, dass eine gelungene Förderung durch eine Kombination aus Struktur, professioneller Haltung und Unterstützungssystemen möglich ist.
11. Ausblick: Der Ausblick thematisiert die zukünftigen Anforderungen an das Personal und die notwendigen strukturellen Veränderungen angesichts des wachsenden Betreuungsbedarfs durch den Rechtsanspruch ab 2026.
Verhaltensauffälligkeiten, Offene Ganztagsschule, Entwicklung, Resilienz, Prävention, Sozialisation, Pädagogische Konzeption, ADHS, Erziehungsaufgaben, Fördermaßnahmen, Sozialmanagement, Inklusion, Verhaltensstörung, Psychische Entwicklung, Bindungstheorie.
Die Arbeit widmet sich der Herausforderung, wie Kinder mit Verhaltensauffälligkeiten in der Offenen Ganztagsschule adäquat betreut, gefördert und integriert werden können.
Der Fokus liegt auf den Grundlagen der menschlichen Entwicklung, der Identifizierung von Verhaltensstörungen, sowie der praktischen Erarbeitung eines Konzepts für den schulischen Ganztagsbetrieb.
Das Ziel ist die Erörterung eines pädagogischen Konzepts, das den Umgang mit verhaltensauffälligen Kindern in der Offenen Ganztagsschule verbessert und sie besser in den Schulalltag integriert.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der theoretischen Herleitung diagnostischer und pädagogischer Ansätze, die zu einem eigenen Konzeptentwurf zusammengeführt werden.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Betrachtung von Entwicklung und Störungsbildern, eine Untersuchung des aktuellen Forschungsstandes zu Fördermöglichkeiten sowie die Erarbeitung und kritische Reflexion einer neuen Konzeption.
Wichtige Schlüsselbegriffe sind Verhaltensauffälligkeiten, Offene Ganztagsschule, Prävention, Resilienz, Erziehungsaufgaben und pädagogische Konzeption.
Eine Auffälligkeit wird als Abweichung von der Erwartungsnorm beschrieben, während von einer Störung erst gesprochen wird, wenn das Verhalten über längere Zeit regelmäßig auftritt, in verschiedenen Lebenswelten präsent ist und einen deutlichen Leidensdruck verursacht.
Die Einbeziehung der Eltern ist essenziell. Sie dient dem Informationsaustausch, der Abstimmung von Erziehungsmaßnahmen (Struktur/Konsequenzen) und verhindert widersprüchliche Erwartungen an das Kind.
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