Masterarbeit, 2009
93 Seiten, Note: 1,0
Diese Arbeit befasst sich mit der Herausforderung, die sich für Frauen aus der Vereinbarkeit von Care-Arbeit und Karriere ergibt. Die Autorin untersucht, wie psychodynamische Strukturen und gesellschaftliche Vorstellungen hinsichtlich der Bedeutung und Zuweisung von Fürsorgearbeit und Arbeitswelt sich gegenseitig beeinflussen. Die Arbeit betrachtet dabei die Perspektive von Frauen und strebt nach einer geschlechtergerechten Analyse.
Kapitel 1: Einleitung Die Autorin führt in das Thema ein und beschreibt die Motivation für die Arbeit. Sie erläutert die Relevanz der Thematik aus wissenschaftlicher, supervisorischer und biografischer Perspektive.
Kapitel 2: Vorannahmen und Begriffsklärungen In diesem Kapitel werden grundlegende Begriffe wie Supervision, Geschlechterforschung und geschlechtersensible Supervision definiert und die zugrundeliegenden Annahmen der Arbeit erläutert.
Kapitel 3: Work-Life-Balance in der Postmoderne Dieses Kapitel beleuchtet die Herausforderungen der Vereinbarkeit von Beruf und Familie im Kontext der Postmoderne. Es werden die Kennzeichen der Arbeitswelt und der Stellenwert der Fürsorgearbeit diskutiert. Außerdem werden Vereinbarkeitsbestrebungen von Frauen, ihre Erfahrungen und Lebenslaufmodelle vorgestellt.
Kapitel 4: Frauen in der Reproduktions- und Erwerbssphäre aus der Perspektive der Sozialtheorie Pierre Bourdieus Kapitel 4 beschäftigt sich mit der Sozialtheorie Pierre Bourdieus und deren Anwendung auf die Situation von Frauen. Insbesondere wird das Habituskonzept vorgestellt und dessen Auswirkungen auf die Reproduktions- und Erwerbsarbeit von Frauen analysiert.
Kapitel 5: Individuation in Anbetracht von Bindung und Beziehung In diesem Kapitel werden die Möglichkeiten der Individuation und Emanzipation von Frauen unter Berücksichtigung von Bindung und Beziehung diskutiert. Hierzu werden sowohl psychoanalytische als auch systemische Ansätze vorgestellt.
Kapitel 6: Möglichkeiten des Wandels durch die triadische Karriereberatung nach Kornelia Rappe-Giesecke Dieses Kapitel stellt das Konzept der triadischen Karriereberatung von Kornelia Rappe-Giesecke vor und diskutiert dessen Relevanz für die geschlechtersensible Bearbeitung des Themas „Frauen zwischen Care und Karriere“.
Die Arbeit beschäftigt sich mit den zentralen Themen von Care-Arbeit, Karriereentwicklung, Geschlechterforschung, geschlechtersensible Supervision, Postmoderne, Work-Life-Balance, Habitus, symbolische Gewalt, Bindung, Autonomie, Individuation, Emanzipation, triadische Karriereberatung und Werteanalyse.
Die Vereinbarkeit von privater Fürsorgearbeit (Care) und beruflicher Entwicklung (Karriere) in einer Arbeitswelt, die oft noch auf männlichen Lebenslaufmodellen basiert.
Das Habituskonzept zeigt, wie gesellschaftliche Vorstellungen von Geschlechterrollen verinnerlicht werden und individuelle Dilemmata sowie soziale Ungleichheiten reproduzieren.
Es ist ein Beratungsformat, das spezifisch die Einflüsse von Geschlechterrollen und gesellschaftlichen Erwartungen auf die berufliche Identität und Entwicklung reflektiert.
Dies sind tiefe Loyalitätsbindungen innerhalb der Familie, die es Frauen erschweren können, sich für eine emanzipierte Karriereentwicklung zu entscheiden.
Ein von Kornelia Rappe-Giesecke entwickelter Ansatz, der Privatleben, Beruf und Organisation in die Beratung einbezieht, um nachhaltige Veränderungen zu ermöglichen.
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