Diplomarbeit, 2007
144 Seiten, Note: 1,0
TEIL I – EINFÜHRUNG IN DAS THEMA
1. Einleitung
1.1 Motivation zur Themenwahl
1.2 Fragestellung und Zielsetzung der Arbeit
1.3 Aufbau und Gliederung der Arbeit
1.4 Abgrenzung der verwendeten Begriffe
TEIL II – DIAGNOSE ADHS: EIN ÜBERBLICK ÜBER DEN DERZEITIGEN WISSENSSTAND DER FORSCHUNG UND DIE DERZEITIGE FACHLICHE DISKUSSION
2. Darstellung der Verhaltensvariante ADHS
2.1 Symptomatik
2.2 Diagnostik nach DSM-IV und ICD-10
2.3 Ursachenhypothesen von ADHS
2.3.1 Das medizinische Paradigma
2.3.2 Das psychologische Paradigma
2.4 Verschiedene Therapieansätze von ADHS
2.4.1 Medikamentöse Therapie
2.4.2 Verhaltenstherapie
2.4.3 Multimodale Therapie
2.5 Neuere Erkenntnisse aus der ADHS- Forschung
2.6 Abschließende Bemerkungen
TEIL III – ADHS UND BEWEGUNG
3. Zusammenhang ADHS und Bewegung
3.1 Exkurs: Einfluss von Bewegung auf die kindliche Entwicklung - Kinder lernen in und durch Bewegung
3.2 Einfluss von ADHS auf Bewegungsabläufe
3.3 Einfluss von Bewegung auf ADHS
3.3.1 Psychomotorische Therapie
3.4 Vorstellung bereits vorhandener Bewegungsprogramme für Kinder mit der Diagnose ADHS
3.4.1 Das Bewegungs- und Verhaltenstraining nach Kiphard
3.4.2 Die Ballschule Heidelberg als Integrationskonzept - das ABC des Spielenlernens für hyperaktive Kinder
3.5 Abschließende Bemerkungen
TEIL IV – DIE BEDEUTUNG DER TAGESEINRICHTUNGEN FÜR KINDER IM KONTEXT VON PRÄVENTION UND UNTERSTÜZUNG DER BEHANDLUNG VON ADHS
4. ADHS in Tageseinrichtungen für Kinder
4.1 Auftrag und Ziele von Tageseinrichtungen für Kinder
4.1.1 Rolle der Bewegung und Bewegungsförderung in den Tageseinrichtungen für Kinder
4.2 Die Notwendigkeit der Prävention von ADHS unter dem Aspekt des PCS Models nach Thompson
4.3 Möglichkeiten und Mitwirkung der Tageseinrichtungen für Kinder bei der Prävention und der Behandlung von ADHS
4.3.1 Pädagogische Handlungsgrundsätze im Umgang mit Kindern mit der Diagnose ADHS
4.3.2 Die Frankfurter Präventionsstudie
4.4 Abschließende Bemerkungen
TEIL V – DER EMPIRISCHE TEIL IN THEORIE UND PRAXIS
5. Die Methode der qualitativen Sozialforschung
5.1 Darstellung und Begründung der Forschungsmethode
5.1.1 Die Methode des leitfaden-orientierten Experteninterviews
5.2 Planung, Gestaltung und Durchführung der Interviews
5.3 Aufbereitung des Materials
5.4 Auswertung der Interviews
5.4.1 Methodische Vorgehensweise bei der Auswertung der Interviews
5.4.2 Kategorie 1: Angaben zu den Experten
5.4.3 Kategorie 2: Details Bewegungsprojekte
5.4.4 Kategorie 3: Vorteile von Bewegungsangeboten
5.4.5 Kategorie 4: Schwierigkeiten und Grenzen von Bewegungsangeboten
5.4.6 Kategorie 5: Auswirkungen auf die Symptomatik von ADHS und auf die Gesamtentwicklung der Kinder
5.4.7 Kategorie 6: Planung eines Bewegungsprojekts
5.4.8 Kategorie 7: Grundsätzliche Bemerkungen zu Bewegungsangeboten für Kinder mit der Diagnose ADHS in Tageseinrichtungen für Kinder
5.4.9 Schlussfolgerungen
TEIL VI – EMPFEHLUNG FÜR EIN SPEZIFISCHES BEWEGUNGS PROJEKT FÜR KINDER MIT DER DIAGNOSE ADHS IN TAGESEINRICHTUNGEN FÜR KINDER
6. Empfehlungen für die Praxis
TEIL VII – SCHLUSS
7. Fazit
7.1 Zusammenfassung und Ausblick
7.2 Schlusswort
Das Hauptziel der Arbeit ist es zu untersuchen, inwieweit die Behandlung von Kindern mit der Diagnose ADHS durch spezifische Bewegungsangebote in Tageseinrichtungen unterstützt werden kann. Hierbei soll insbesondere der Zusammenhang zwischen ADHS und Bewegung erforscht sowie eine Empfehlung für die Planung und Durchführung eines solchen Bewegungsprojekts in Tageseinrichtungen erarbeitet werden.
2.1 Symptomatik
„Kinder mit eine[m] ADHS werden allgemein als Zappelphilippe beschrieben, denn ihre äußerlich sichtbare und nervende motorische Unruhe fällt recht bald auf. Die motorische Unruhe ist das, was man zuerst wahrnimmt, jedoch bildet sie nicht, wie viele meinen, das eigentliche Problem, sondern sie gibt ‚nur’ die im Kopf und im Körper herrschende Unruhe nach außen wieder.“ (DRÜE 2007, S. 46)
Nach MATTNER (2004, S. 62) handelt es sich bei der Diagnose ADHS „nicht um ein einheitliches Störungsbild in Sinne der medizinischen Krankheitslehre, sondern lediglich um eine Verhaltensbeschreibung, wobei dieses Verhalten sehr unterschiedliche Ursachen besitzen kann“. ADHS ist ein sehr komplexes Erscheinungsbild. Es wird als Syndrom bezeichnet, das bedeutet, dass es als Sammelbecken für verschiedene Symptome dient (KÖCKENBERGER 2007). Aus dem Grundsatz der Syndromatologie heraus ergibt sich das zentrale Problem bei der Diagnostik von ADHS: es kann nicht von den äußeren Symptomen her – durch das Messen und Beobachten von Verhalten – auf die zugrunde liegende Ursache geschlossen werden.
Detaillierte Beschreibungen des typischen Verhaltens von Kindern, welches auf die Diagnose ADHS hinweist, sind im Rahmen dieser Arbeit nicht möglich, denn:
„Die Liste der Auffälligkeiten [ist] im Verlauf der letzten Jahre immer länger geworden [und] umfasst inzwischen nahezu alles, was am Verhalten eines Kindes auffallen kann.“ (HÜTHER & BONNEY 2005, S. 21)
Deshalb werde ich mich im Folgenden nur auf die Beschreibung der drei wesentlichen Hauptsymptome des ADHS beziehen, woran sich auch die Diagnostik von ADHS orientiert: Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität. Die drei Symptombereiche können gemeinsam oder getrennt voneinander auftreten. Bei einzelnen Kindern kann beispielsweise die Unaufmerksamkeit überwiegen, ohne dass eine motorische Unruhe oder Impulsivität festzustellen ist. Andere Kinder hingegen zeigen eine ausgeprägte motorische Unruhe und Impulsivität, ohne dass die typischen Symptome von Unaufmerksamkeit beobachtet werden. Folglich sind bei der Diagnostik verschiedene Subtypen zu unterscheiden (siehe Kapitel 2.2).
1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Motivation der Autorin zur Themenwahl sowie die zentrale Forschungsfrage und den Aufbau der Arbeit.
2. Darstellung der Verhaltensvariante ADHS: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand zu ADHS, die Diagnostik, konkurrierende Ursachenparadigmen und gängige Therapieansätze.
3. Zusammenhang ADHS und Bewegung: Das Kapitel beleuchtet die enge Verbundenheit von Bewegung und kindlicher Entwicklung sowie die Möglichkeiten, Bewegung zur Regulierung von ADHS-Symptomen einzusetzen.
4. ADHS in Tageseinrichtungen für Kinder: Hier wird die Bedeutung von Tageseinrichtungen im Kontext von Prävention und Unterstützung bei ADHS erörtert, inklusive praktischer pädagogischer Handlungsgrundsätze.
5. Die Methode der qualitativen Sozialforschung: Dieser Teil beschreibt das methodische Vorgehen, die Durchführung der Experteninterviews und die Auswertung der Ergebnisse in verschiedenen Kategorien.
6. Empfehlungen für die Praxis: Das Kapitel leitet aus den gewonnenen Erkenntnissen konkrete Empfehlungen für die Planung und Durchführung eines Bewegungsprojekts in Tageseinrichtungen ab.
7. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen, reflektiert den Erkenntnisgewinn und bietet einen Ausblick auf notwendige zukünftige Entwicklungen.
ADHS, Bewegung, Psychomotorik, Tageseinrichtungen für Kinder, Pädagogik, Prävention, Diagnostik, Experteninterview, Kindesentwicklung, Therapieansätze, Ritalin, Verhaltenstherapie, Multimodale Therapie, Förderung, Inklusion
Die Arbeit befasst sich mit der Unterstützung von Kindern mit der Diagnose ADHS durch spezifische Bewegungsangebote in Tageseinrichtungen für Kinder.
Die Untersuchung umfasst die medizinische und psychologische Sicht auf ADHS, die Rolle der Bewegung für die kindliche Entwicklung und die konkreten Möglichkeiten für pädagogische Fachkräfte, präventiv und unterstützend tätig zu werden.
Das Ziel ist es, anhand theoretischer Erkenntnisse und empirischer Experteninterviews eine fundierte Empfehlung für die Planung und Durchführung eines speziellen Bewegungsprojekts für ADHS-Kinder in Kindertageseinrichtungen zu entwerfen.
Die Autorin wendet qualitative Sozialforschung in Form von leitfaden-orientierten Experteninterviews mit drei Fachpersonen an, um theoretische Annahmen mit Praxiserfahrungen zu verknüpfen.
Der Hauptteil deckt das theoretische Basiswissen über ADHS, den Zusammenhang zwischen Bewegung und ADHS, die Rolle von Tageseinrichtungen bei der Prävention und die methodische Aufarbeitung der geführten Interviews ab.
ADHS, Bewegung, Psychomotorik, Tageseinrichtungen, Prävention und pädagogisches Handeln.
Die Autorin sieht Medikamente wie Ritalin kritisch und plädiert dafür, sie nur als letzte Option einzusetzen, während pädagogische und bewegungsorientierte Ansätze priorisiert werden sollten.
Es beschreibt die Dynamik, in der das Verhalten eines Kindes zu Ablehnung durch das Umfeld führt, was wiederum negative Gefühle und noch auffälligeres Verhalten beim Kind auslöst – eine Abwärtsspirale, die durch therapeutische Interventionen durchbrochen werden muss.
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