Diplomarbeit, 2002
105 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Vorgehensweise
2 Der Reisemarkt in Deutschland
2.1 Tourismusdefinition
2.1.1 Freizeitreisen (leisure travel)
2.1.2 Geschäftsreisen (business travel)
2.2 Der Tourismusmarkt und seine Akteure
2.2.1 Leistungsträger
2.2.2 Reiseveranstalter
2.2.3 Reisevermittler
2.2.4 Reisende/Nicht-Reisende
2.3 Das touristische Produkt als Leistungsbündel und seine Besonderheiten
2.4 Traditioneller Vertrieb von Reiseleistungen
2.4.1 Distributionskanäle im Tourismus
2.4.2 Funktion und Stellung des Reisebüros im Tourismus Vertriebssystem
2.5 Entwicklungen der letzten Jahre
2.5.1 Konzentration und Integration im deutschen Tourismusmarkt
2.5.2 Auswirkungen auf den Vertrieb und deren Bedeutung für Reisebüros
3 Vertrieb von Reiseleistungen über das Internet
3.1 Definition e-commerce
3.2 Eignung touristischer Leistungen für den Online-Vertrieb
3.3 Vorteile des Online-Vertriebes touristischer Leistungen
3.3.1 Nutzenpotenziale aus Anbietersicht
3.3.2 Nutzenpotenziale aus Konsumentensicht
3.4 Reiseentscheidungen als Ergebnis eines Kaufverhaltensprozesses
3.5 Auswahlkriterien der Nachfrager von Reiseleistungen
3.5.1 Kundenerwartungen an das Reisebüro
3.5.2 Kundenerwartungen an Online-Anbieter touristischer Leistungen
4 Bestandsaufnahme des Online-Vertriebes von Reiseleistungen
4.1 Internetnutzung in Deutschland
4.1.1 Profil der Internetnutzer
4.1.2 Gegenwärtige Nutzung
4.1.3 Stand und Entwicklung des Angebotes von e-commerce in Deutschland
4.2 Abriss des Angebotes touristischer Leistungen im Internet
4.2.1 Übersicht der Online-Anbieter von Reiseleistungen im Freizeitbereich
4.2.2 Darstellung und Bewertung des Online-Angebotes von Reiseleistungen anhand ausgewählter Beispiele
4.3 Derzeitige Nutzung touristischer Online-Angebote
4.3.1 Konkrete Zahlen der Internetnutzung im Tourismus
4.3.2 Akzeptanzprobleme aus Konsumentensicht
5 Tendenzen und Erfolgsvoraussetzungen im Tourismusvertrieb
5.1 Handlungsempfehlungen für Online-Anbieter
5.2 Handlungsempfehlungen für traditionelle Reisebüros
5.2.1 Stationärer Verkauf
5.2.2 Internet-Präsenz
5.3 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit analysiert den Strukturwandel im deutschen Tourismusvertrieb unter besonderer Berücksichtigung des Internets. Das primäre Ziel ist es, die Bedeutung und Zukunft des stationären Reisebüros im Vergleich zum Online-Vertrieb touristischer Leistungen zu bewerten und zu klären, inwieweit das Internet das klassische Reisebüro in seiner Mittlerfunktion ersetzen kann oder ergänzt.
Die Vertrauensbildung gegenüber dem Reisebüro
Die Vertrauensbildung gegenüber dem Reisebüro ist also oft ein entscheidender Punkt bei der Buchung touristischer Leistungen. Hinsichtlich von Buchungen über das Internet ist zu bedenken, wie diese Vertrauensbildung hier erzeugt werden kann. Laut HEINE (1998, S. 627) kauft der Touristikkunde ein Versprechen, für das er im Reisebüro eine Bestätigung erhält – warum sollte er sich hier einer anonymen Technik anvertrauen?
Gerade in jüngster Zeit nach den Terroranschlägen vom 11.09.2001 in Amerika hat sich die Bedeutung des Vertrauens gegenüber dem stationären Reisebüro eindrucksvoll gezeigt. Die Reisebüromitarbeiter konnten viele aufgeregte und verunsicherte Kunden beruhigen, informieren oder umbuchen, während Online-Reisebüros weitaus mehr Stornierungen zu verzeichnen hatten. (JÜNGERT FVW 24/01, S. 1)
Zusammengefasst haben verschiedene Untersuchungen der 90er Jahre ergeben, dass Kunden folgende Punkte bei der Erbringung der Reisemittlerleistung von einem Reisebüro erwarten (MENEKSE 1999, S. 64 f; FROMMER 1999, S. 91):
1 Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Problemstellung, die Relevanz des Strukturwandels durch neue Medien sowie die Zielsetzung und Vorgehensweise der Arbeit.
2 Der Reisemarkt in Deutschland: Hier werden die Grundlagen des Tourismusmarktes definiert und die Akteure sowie die Besonderheiten touristischer Leistungen als Leistungsbündel analysiert.
3 Vertrieb von Reiseleistungen über das Internet: Dieses Kapitel definiert e-commerce im Tourismus, beleuchtet Nutzenpotenziale und analysiert den Kaufentscheidungsprozess sowie die Kundenerwartungen.
4 Bestandsaufnahme des Online-Vertriebes von Reiseleistungen: Eine Bestandsaufnahme der Internetnutzung und des aktuellen Online-Angebotes sowie eine Untersuchung der Akzeptanzprobleme aus Konsumentensicht.
5 Tendenzen und Erfolgsvoraussetzungen im Tourismusvertrieb: Abschließend werden Handlungsempfehlungen für Online-Anbieter sowie für traditionelle Reisebüros abgeleitet und ein Fazit zur Zukunft des stationären Verkaufs gezogen.
Tourismus, Reisebüro, Internetvertrieb, e-commerce, Strukturwandel, Reiseveranstalter, Kaufverhalten, Online-Buchung, Kundenerwartungen, Dienstleistungsmarketing, Vertrauen, Vertriebskanäle, stationärer Handel, Reisemittler, Informationsmanagement
Die Diplomarbeit befasst sich mit dem fundamentalen Strukturwandel in der Touristikbranche, der vor allem durch das Aufkommen des Internets und die damit verbundenen veränderten Vertriebsmöglichkeiten ausgelöst wurde.
Zentrale Themen sind der Vergleich zwischen dem klassischen, stationären Reisevertrieb und dem modernen Online-Vertrieb sowie die Analyse des Kundenverhaltens im Hinblick auf touristische Dienstleistungen.
Das primäre Ziel ist es zu untersuchen, in welchen Bereichen das Internet das stationäre Reisebüro in seiner Mittlerfunktion ersetzen kann und unter welchen Voraussetzungen Reisebüros auch künftig ihre Daseinsberechtigung behalten.
Es handelt sich um eine theorie- und praxisorientierte Analyse, die auf Literaturquellen sowie Daten maßgeblicher Marktforschungserhebungen basiert. Eine eigene empirische Überprüfung wird nicht durchgeführt.
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von E-Commerce, die Analyse des Kaufentscheidungsprozesses, die Bestandsaufnahme der Internetnutzung in Deutschland sowie Handlungsempfehlungen für die Gestaltung von Online-Angeboten und stationären Reisebüros.
Wichtige Schlagworte sind Tourismus, Reisebüro, E-Commerce, Strukturwandel, Kaufverhalten, Online-Buchung und Vertrauensbildung.
Vertrauen ist entscheidend, da touristische Leistungen "doppelt immateriell" sind und der Kunde beim Kauf nur ein Leistungsversprechen erwirbt. Das stationäre Reisebüro fungiert dabei als Problemlösungshilfe und Sicherheitspartner, besonders in Krisenzeiten.
Diese Kennzahl beschreibt, dass viele Kunden zwar im Internet recherchieren, den Buchungsvorgang jedoch kurz vor dem Vertragsabschluss abbrechen, was auf komplizierte Prozesse oder mangelndes Vertrauen hinweist.
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