Bachelorarbeit, 2009
51 Seiten, Note: 1,8
1. Einleitung
1.1. Hintergründe zur Person Peter Weiss
1.2. Forschungsstand zu den verschiedenen Darstellungsebenen des Widerstehens
2. Vorstellung der verschiedenen Darstellungsebenen
2.1. Die Ebene der Geschichte
2.1.1. Widerstand innerhalb der KPD
2.1.2. Widerstand der Künstler und Kämpfer im Exil
2.1.3. Die deutsche Widerstandsbewegung
2.2. Die Ebene der Bildung und der Kunst
2.2.1. Bildung als Form des Widerstands
2.2.2. Kunstrezeption als Ausdruck des Widerstands
2.2.2.1. Der Pergamonaltar
2.2.2.2. Goyas „Die Erschießung der Aufständischen“
2.2.2.3. Géricaults „Das Floß der Medusa“
2.2.2.4. Literarische Rezeption: Kafka und Neukrantz
2.3. Die Ebene der Sprache
2.3.1. Die Konstruktion des Ich-Erzählers
2.3.2. Die Sprache
2.3.3. Textbild – Textblock
3. Fazit
3.1. Vernetzung der verschiedenen Darstellungsebenen
3.2. Das romaninterne Widerstandsbild
3.3. Weitere Ansätze zur Untersuchung des Widerstehens in der „ÄdW“
Die Arbeit analysiert die vielfältigen Darstellungsebenen des Widerstands in Peter Weiss’ Romantrilogie „Die Ästhetik des Widerstands“. Das primäre Ziel besteht darin, herauszufinden, wie das Motiv des Widerstands ästhetisch verarbeitet wird und wie es dem Autor gelingt, trotz einer komplexen Struktur ein geschlossenes Werk zu schaffen, das zur aktiven Rezeption anregt.
Die Ebene der Bildung und der Kunst
Der Ästhetikbegriff von Peter Weiss´ lehnt sich vorrangig an seine ursprüngliche Bedeutung (Aisthesis) an, welche die Ausbildung, Entwicklung und Schärfung der Wahrnehmung bedeutet. Mit Ästhetik ist in dem Kontext der „ÄdW“ nicht nur die Kunstästhetik gemeint, sondern „dass der Widerstand auch seine eigene Ästhetik hat […] die ganze Lebenshaltung ist gemeint“. In der folgenden Betrachtung soll es jedoch nur um die Darstellung der Kunst und ihrer Rezeption im Roman gehen. Das bedeutet auch, dass die Kunstproduktion (vor allem die Arbeit im Kreis um Bertolt Brecht), hier nicht näher betrachtet wird.
Kunstwerke spielen in Weiss´ Roman vor allem deswegen eine so große Rolle, da sie fremde Erfahrungen aufbewahren, die aufgrund ihrer darstellerischen Intensität mitempfunden werden können. Auf diese Weise rückt die Kunst in doppelter Hinsicht an bedeutende Stelle: die Aneignung von Kunst soll erstens eine rettende Vorstellungskraft ermöglichen, die zum Widerstand befähigt und zweitens theoretisch abgesichert werden, um Kunst und Politik auf dem Weg zur Kulturrevolution zu vereinen. Gleichzeitig bilden die rezipierten Kunstwerke die Hoffnungen und Ängste der Protagonisten ab und erscheinen dem Ich-Erzähler oftmals als die Rettung vor dem rationalen oder parteiischen Diskurs. Durch die fortgeführten Rezeptionen können sich die Protagonisten zudem zu geschulten Kunstbetrachtern entwickeln, was dem oben skizzierten Bildungsverständnis zugute kommt.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Romantrilogie ein, erläutert die Zielsetzung der Analyse und definiert die vier zentralen Untersuchungsebenen: Geschichte, Kunst, Bildung und Sprache.
2. Vorstellung der verschiedenen Darstellungsebenen: Dieses Kapitel bildet den Hauptteil der Arbeit und untersucht detailliert die drei gewählten Ebenen (Geschichte, Bildung/Kunst, Sprache) sowie deren spezifische Widerstandsmotive.
3. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, beleuchtet die Vernetzung der Ebenen im Roman und gibt einen Ausblick auf weitere Forschungsmöglichkeiten zur Thematik.
Peter Weiss, Die Ästhetik des Widerstands, Widerstand, Widerstehen, antifaschistischer Widerstand, Kunstrezeption, Bildung, Ich-Erzähler, Rote Kapelle, Geschichtskonzeption, politisches Bewusstsein, Exil, Romananalyse, Ästhetik und Politik, Arbeiterbewegung.
Die Arbeit analysiert die verschiedenen Darstellungsebenen des Widerstands in Peter Weiss’ Romantrilogie „Die Ästhetik des Widerstands“ und untersucht, wie das Motiv des Widerstands literarisch konstruiert wird.
Zentral sind die Analyse der Ebenen Geschichte, Bildung, Kunst und Sprache sowie deren Vernetzung innerhalb des Romans.
Die Untersuchung fragt danach, wie Peter Weiss das Motiv des Widerstands auf verschiedene Weise darstellt und trotz einer Vielzahl an Erzählsträngen und Motiven ein in sich geschlossenes Gesamtwerk schafft.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die verschiedene theoretische Ansätze zur Ästhetik des Widerstands sowie die im Roman behandelten Kunstwerke und historischen Hintergründe kritisch beleuchtet.
Im Hauptteil werden die Ebene der Geschichte, die Ebene der Bildung und Kunst sowie die Ebene der Sprache analysiert, unter besonderer Berücksichtigung der Kunstrezeption und der spezifischen Schreibweise des Autors.
Die Arbeit ist charakterisiert durch Begriffe wie „Ästhetik des Widerstands“, politisches Bewusstsein, Kunstrezeption, Widerstand von unten und die Analyse der Erzählperspektive.
Der Pergamonaltar dient den Protagonisten als „kulturelles Übungsfeld“, an dem sie sich als Unterdrückte identifizieren und den Gigantenaufstand als Archetyp für soziale Umsturzversuche deuten.
Die Textblöcke sollen den Widerstand des Materials verdeutlichen, den Lektürevorgang verlangsamen und eine Verstrickung des Lesers in den dynamisierten Prozess der Geschichtsbetrachtung erzeugen.
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