Bachelorarbeit, 2023
102 Seiten, Note: 1,3
1. EINLEITUNG
1.1 HERLEITUNG DES THEMAS
1.2 FORMULIERUNG DER FRAGESTELLUNG
1.3 AUFBAU DER ARBEIT
2. EINFÜHRUNG IN DIE PSYCHISCHEN ERKRANKUNGEN
2.1 BEGRIFFSBESTIMMUNG
2.2 EPIDEMIOLOGIE IN DEUTSCHLAND
2.3 KRANKHEITSBILDER PSYCHISCH KRANKER ELTERN
2.3.1 Affektive Erkrankungen
2.3.2 Persönlichkeitsstörungen
2.3.3 Angststörungen
2.3.4. Zwangsstörungen
2.3.5 Schizophrene Störungen
3. FORSCHUNGSERKENNTNISSE
3.1 DIE HIGH - RISK - FORSCHUNG
3.2 DIE RESILIENZFORSCHUNG
4. RISIKOFAKTOREN/BELASTUNGSFAKTOREN
4.1 GENETISCHE RISIKOFAKTOREN
4.2 UMWELTBEZOGENE RISIKOFAKTOREN
4.2.1 Risikofaktoren der Eltern
4.2.2 Risikofaktoren Familie
4.2.3 Risikofaktoren der Kinder
4.2.4 Allgemeine Risikofaktoren
5. AUSWIRKUNGEN UND BELASTUNGEN AUF/FÜR BETROFFENE KINDER
5.1 ALTERSSPEZIFISCHE AUSWIRKUNGEN UND ENTWICKLUNGSAUFFÄLLIGKEITEN
5.1.1 Schwangerschaft
5.1.2 Säuglings – und Kleinkindalter (0-3 Jahre)
5.1.3 Kindergarten –und Vorschulalter (3-6 Jahre)
5.1.4 Grundschulalter bis zur Pubertät (6-11 Jahre)
5.1.5 Pubertät und Jugendalter (12-18 Jahre)
5.2 GESCHLECHTSSPEZIFISCHE ASPEKTE
5.3 SUBJEKTIVE BELASTUNGEN DER BETROFFENEN KINDER
5.3.1 Die elterliche Erkrankung
5.3.2 Tabuisierung, Isolierung und Kommunikationsverbot
5.3.3 Der familiäre Alltag
5.3.4 Gefühlslagen der Kinder
5.4 DAS PHÄNOMEN DER PARENTIFIZIERUNG
6. KINDESMISSHANDLUNG UND VERNACHLÄSSIGUNG
7. WIDERSTANDSFÄHIGKEIT BETROFFENER KINDER – RESILIENZ
7.1 RESILIENZ UND SCHUTZFAKTOREN
7.2 SCHUTZFAKTOREN VON KINDERN PSYCHISCH KRANKER ELTERN
7.2.1 Krankheitswissen und Krankheitsverstehen
7.2.2 Der Umgang mit der Krankheit
7.2.3 Beziehungsqualitäten
8. HILFEBEDARF DER BETROFFENEN FAMILIEN
9. HANDLUNGSMÖGLICHKEITEN DER SOZIALEN ARBEIT
9.1 KINDZENTRIERTE UNTERSTÜTZUNGSANGEBOTE
9.1.1 Psychoedukation
9.1.2 Einblick in bestehende Präventionsprojekte/-angebote
9.1.3 Aktivierung und Förderung der Ressourcen
9.2 ELTERN – UND FAMILIENORIENTIERTE HILFEN
9.2.1 Förderung der Erziehungs – und Kommunikationskompetenz
9.2.2 CHIMPS – Familienintervention
9.3 LEISTUNGEN DER KINDER – UND JUGENDHILFE (SGB VIII)
9.4 REGIONALE VEREINE UND ANGEBOTE
10. FAZIT
Diese Bachelorarbeit untersucht, wie sich die elterliche psychische Erkrankung auf betroffene Kinder auswirkt und welche Handlungsoptionen sowie Hilfsansätze die Soziale Arbeit für diese Familien und die Kinder entwickeln kann. Das Ziel ist es, ein tieferes Verständnis für die Lebenssituation und die Belastungsfaktoren dieser Kinder zu schaffen, um sowohl präventive als auch intervenierende Maßnahmen gezielt ableiten zu können.
1.1 HERLEITUNG DES THEMAS
,,Eine Narbe im Gesicht erinnert mich bis heute an die schlimmen Auseinandersetzungen mit meiner Mutter. Und immer noch fällt es mir schwer, über diese furchtbaren Vorfälle zu sprechen. Den Satz, dass meine erkrankte Mutter ja nichts dafürkonnte, was sie mir und meinen Schwestern immer wieder antat, den hatte ich schon früh und nachhaltig verinnerlicht. Und schließlich konnte ja mein 'Fehlverhalten' ein Auslöser für die Krankheitsschübe unserer Mutter sein – auch mit diesen Schuldzuweisungen und Vorwürfen musste ich umgehen lernen"(Dagmar, 2018, S.109)
,,(..) Ich spürte, dass sie mich brauchte. Gleichzeitig erlebte ich meine Mutter als unberechenbar., fühlte mich voller Angst und oft einsam. Aber ich funktionierte, um zu überleben. Ich will es zuspitzen: Meine Existenzberechtigung war es, meine Mutter zu retten. Da zu sein, wenn sie mich brauchte. Zu verhindern, dass sie sich umbringt (..)"(Miriam, 2018, S.121)
Diese Aussagen stammen von Menschen, die in Familien mit psychisch kranken Eltern aufwachsen. Dass das Zusammenleben innerhalb dieser Familie nicht einfach war, wird durch die dargestellten Abschnitte sehr deutlich. Sie mussten mit Problemen und Sorgen aufwachsen, welche sie bis zum Erwachsenenalter beschäftigten und nicht losließen. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Lebenswelt von Kindern psychisch kranker Eltern wird mögliche Auswirkungen und Belastungsfaktoren in den Fokus nehmen.
1. EINLEITUNG: Herleitung des Themas, Formulierung der Fragestellung und Aufbau der Arbeit.
2. EINFÜHRUNG IN DIE PSYCHISCHEN ERKRANKUNGEN: Begriffsbestimmung und epidemiologische Daten sowie Analyse der häufigsten Krankheitsbilder betroffener Eltern.
3. FORSCHUNGSERKENNTNISSE: Einblick in die High-Risk-Forschung und die Resilienzforschung.
4. RISIKOFAKTOREN/BELASTUNGSFAKTOREN: Untersuchung genetischer, umweltbezogener sowie familiärer Faktoren, die das Kindeswohl gefährden können.
5. AUSWIRKUNGEN UND BELASTUNGEN AUF/FÜR BETROFFENE KINDER: Darstellung altersspezifischer Entwicklungsauffälligkeiten und subjektiver Belastungen unter Berücksichtigung des Phänomens der Parentifizierung.
6. KINDESMISSHANDLUNG UND VERNACHLÄSSIGUNG: Eingehende Behandlung der extremen Folgen bei fehlender Unterstützung.
7. WIDERSTANDSFÄHIGKEIT BETROFFENER KINDER – RESILIENZ: Beschreibung von Schutzfaktoren, die Kindern trotz belastender Lebensbedingungen eine positive Entwicklung ermöglichen.
8. HILFEBEDARF DER BETROFFENEN FAMILIEN: Analyse der Bedürfnisse betroffener Familien und der Barrieren bei der Inanspruchnahme von Hilfen.
9. HANDLUNGSMÖGLICHKEITEN DER SOZIALEN ARBEIT: Vorstellung der Interventionen, Projekte, Beratungsangebote und rechtlicher Rahmenbedingungen.
10. FAZIT: Zusammenführung der Erkenntnisse und Beantwortung der Ausgangsfragestellung.
Psychisch kranke Eltern, Kinder aus psychisch belasteten Familien, Soziale Arbeit, Resilienz, Prävention, Kindeswohlgefährdung, Familienberatung, Psychoedukation, Parentifizierung, Unterstützungsangebote, SGB VIII, Kinder- und Jugendhilfe, psychische Störungen, Vulnerabilität, familiäre Belastungen
Die Arbeit befasst sich mit der Lebenssituation von Kindern, die mit psychisch kranken Eltern aufwachsen, und untersucht die damit einhergehenden Risiken sowie die Möglichkeiten der Sozialen Arbeit.
Zu den Kernpunkten gehören die Auswirkungen psychischer Erkrankungen auf die kindliche Entwicklung, die Rolle der Resilienz sowie die Darstellung spezifischer Präventions- und Interventionskonzepte.
Es wird untersucht, wie sich die elterlichen Erkrankungen konkret auf die Kinder auswirken und mit welchen Strategien und Unterstützungsangeboten die Soziale Arbeit diese Familien fördern und schützen kann.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und einer Analyse bestehender wissenschaftlicher Erkenntnisse, Studien und aktueller fachlicher Konzepte.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Einführung (Krankheitsbilder, Forschungserkenntnisse), die Analyse von Risiko- und Schutzfaktoren bei den Kindern sowie die konkrete Darstellung von Handlungsfeldern der Sozialen Arbeit.
Begriffe wie Resilienz, Parentifizierung, Psychoedukation, Kindeswohl und die verschiedenen Unterstützungsformen wie CHIMPS oder KIPKEL stehen im Zentrum der fachlichen Diskussion.
Parentifizierung beschreibt den Rollentausch in der Familie, bei dem Kinder Verantwortung für ihre kranken Eltern übernehmen, was die kindliche Entwicklung massiv beeinträchtigen kann.
Die Tabuisierung verhindert oft, dass Kinder Informationen erhalten oder Unterstützung suchen, was zu einer sozialen Isolation und einem massiven Loyalitätskonflikt führt.
Diese Formate bieten Kindern geschützte Räume, um Ängste abzubauen, Wissen über die Krankheit der Eltern zu erlangen und ihre eigenen sozialen Kompetenzen zu stärken.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

