Diplomarbeit, 2023
51 Seiten, Note: 4.8 (Schweiz)
1. Einleitung
1.1. Ausgangslage und Eingrenzung
1.2 Motivation
1.3 Zielsetzung und Leitfragen
1.4 Datenschutz und Sprachgebrauch
1.5 Beschreibung des Vorgehens
2. Ernährungslehre
2.1 Definition
2.1.1 Definition der Ernährung
2.1.2 Definition der Ernährungslehre
2.2 Ernährung von Kindern
2.2.1 Schweizer Ernährungsscheibe
2.2.2 Können Kinder vegetarisch ernährt werden?
2.2.3 Spass und Genuss
2.2.4 Kindergerechte Ernährungslehre und die Zahngesundheit
2.3 Vorbildfunktion der Bezugspersonen
2.4 Gesundes Körpergewicht – die Energiebilanz
2.5 Bewegung
2.6 Sozialpädagogisches Fazit
3. Partizipation
3.1 Definition der Partizipation
3.2 Stufenmodell der Partizipation
3.3 Sozialpädagogisches Fazit
4. Erlebnisküche als methodischer Ansatz
4.1 Definition und Entstehung der Erlebnisküche
4.2 Erlebnispädagogik – Erlebnisküche
4.3 Grundhaltung in der Erlebnisküche
4.3.1 Selbstwirksamkeitserfahrung
4.3.2 Alltägliche Handlung
4.3.3 Esskultur
4.3.4 Das Erlebnis in der Küche
4.4 Sinneserfahrung
4.5 Erlebnis und Ernährung als Thema in der sozialpädagogischen Einrichtung
4.6 Sozialpädagogisches Fazit
5. Praxisteil
5.1 Vorgehen
5.2 Institution /Rahmenvorgaben
5.2.1 Verknüpfung mit der Theorie
5.2.2 Abgeleitete Handlungsvorschläge
5.3 Haltung des sozialpädagogischen Teams
5.3.2 Abgeleitete Handlungsvorschläge
5.4 Methodik
5.5 Gruppengeschehen
6. Sozialpädagogischer Auftrag und Transfer
6.1 Evaluation und Austausch
7. Antwort auf die Leitfragen
7.1 Zielsetzung
7.2 Leitfragen
8. Fazit und Reflexion
9. Persönlicher Lernprozess
10. Schlusswort
11. Literatur- und Quellenverzeichnis
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, Ansätze für eine kindgerechte Gestaltung von Essenssituationen in schulergänzenden Betreuungseinrichtungen zu entwickeln, um die Gesundheit und Ernährungskompetenz der Kinder zu fördern und sie partizipativ in den Prozess einzubeziehen.
1. Einleitung
Es ertönt ein tiefer Gong aus einer goldglänzenden Klangschale. 32 Kinder laufen durch einen grossen, loftartigen Raum und suchen ihren Platz. Es herrscht ein Lautstärkepegel, der nicht zu überhören ist, als die sozialpädagogische Mitarbeiterin durch den Raum ruft: „Setzt euch bitte hin, das Essen wird kalt!“ Einige Kindergartenkinder spielen jedoch weiter, bis die Praktikantin die Kleinen nach dem Händewaschen zu Tisch bittet. Lena, 12 Jahre alt, schreit nach einem kurzen Blick auf die Menütafel: „Was, schon wieder Broccoli? Das esse ich sicher nicht!“ Andere Kinder lachen und schliessen sich Lenas Protest an. Obwohl dies der ganz normale Alltag in einer schulergänzenden Tagesstruktur ist, stellte diese Situation in meiner sozialpädagogischen Einrichtung eine grosse Herausforderung für mich dar. Deshalb beschäftige ich mich in dieser Arbeit mit der Gestaltung und Optimierung von Essenssituationen in schulergänzenden Betreuungen.
1. Einleitung: Beschreibt die täglichen Herausforderungen bei Essenssituationen in der schulergänzenden Betreuung und leitet die Forschungsfrage sowie das Vorgehen ab.
2. Ernährungslehre: Vermittelt grundlegendes Fachwissen zu Nahrung und Gesundheit unter Berücksichtigung spezifischer kindgerechter Ernährungsempfehlungen.
3. Partizipation: Erläutert die Bedeutung der Mitbestimmung und Teilhabe für die Entwicklung von Selbstwirksamkeit und Lebenskompetenz.
4. Erlebnisküche als methodischer Ansatz: Führt die Erlebnisküche als Methode ein, um den Alltag durch erlebnisorientierte Gestaltung der Mahlzeiten zur Lerngelegenheit zu machen.
5. Praxisteil: Verknüpft die theoretischen Erkenntnisse mit konkreten Fallbeispielen aus der Betreuung und leitet handlungspraktische Maßnahmen ab.
6. Sozialpädagogischer Auftrag und Transfer: Reflektiert die gesellschaftliche Aufgabe der Sozialpädagogik im Bereich der Gemeinschaftsverpflegung und den Bedarf an weiteren Entwicklungsschritten.
7. Antwort auf die Leitfragen: Evaluierte die Zielsetzungen und beantwortet die zu Beginn der Arbeit aufgestellten Forschungsfragen.
8. Fazit und Reflexion: Zieht ein persönliches Fazit zur Arbeit und reflektiert den Prozess der Entwicklung der Handlungsvorschläge.
9. Persönlicher Lernprozess: Beschreibt die persönliche Entwicklung der Autorin während der Erstellung der Diplomarbeit.
10. Schlusswort: Danksagung und abschließende Zusammenfassung der Erfahrungen.
Ernährung, Erlebnisküche, Partizipation, Sozialpädagogik, Essenssituationen, Selbstwirksamkeit, Kindgerechte Ernährung, Schulergänzende Betreuung, Mahlzeiten, Gesundheitsförderung, Ernährungskonzept, Vorbildfunktion, Alltagspädagogik, Esskultur, Gemeinschaftsverpflegung.
Die Arbeit befasst sich mit der kindgerechten Gestaltung und Optimierung von Essenssituationen für Schulkinder in der schulergänzenden Tagesbetreuung.
Die Schwerpunkte liegen auf theoretischen Grundlagen der Ernährungslehre, Konzepten der Partizipation und der Einführung des methodischen Ansatzes der „Erlebnisküche“.
Ziel ist es, Methoden zu entwickeln, wie Mahlzeiten in Tagesstrukturen partizipativ und lustvoll gestaltet werden können, um die Ernährungskompetenz und Teilhabe der Kinder zu fördern.
Es wird eine Verknüpfung von pädagogischer Theorie (Erlebnispädagogik/Ernährungslehre) mit der konkreten sozialpädagogischen Praxis durch Fallbeispiele gewählt.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, einen ausführlichen Praxisteil mit Fallbeispielen sowie die Reflexion der pädagogischen Haltung und Umsetzung.
Die wichtigsten Schlüsselwörter umfassen Partizipation, Erlebnisküche, Sozialpädagogik, Essensgestaltung und Selbstwirksamkeit.
Carl dient als konkretes Beispiel für ein Kind mit schwierigem Essverhalten, an dem die Autorin praxisnah aufzeigt, wie pädagogische Interventionen die Situation verbessern können.
Die Erlebnisküche dient dazu, das Alltägliche der Mahlzeit in ein besonderes, partizipatives Ereignis zu verwandeln, das Neugier weckt und eigenständiges Handeln fördert.
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