Bachelorarbeit, 2023
28 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Spektrum der Antifa
2.1. Entstehung und Entwicklung der Antifa
2.2. Die autonome Antifa
3. Die autonome Antifa als Gegenstand der Bewegungsforschung
3.1. Soziale Bewegungen
3.2. Die autonome Antifa als soziale Bewegung
4. Die autonome Antifa im Fokus der Organisationssoziologie
4.1. Der Begriff der Organisation
4.2. Strukturen und Hierarchien der Autonomen
4.3. Ziele und Zwecke der Autonomen
5. Fallbeispiel: Demonstrationen im Zuge des Akademikerballs 2023 in Wien
5.1. Der Akademikerball
5.2. Der Akademikerball 2023
5.2.1. Ziele der Protestaktion
5.2.2. Erkennbare Strukturen und Hierarchien
6. Fazit
Die Arbeit untersucht, inwieweit die autonome Antifa als soziale Bewegung Organisationsmerkmale aufweist und ob Organisationsbestrebungen innerhalb dieser Bewegung existieren, wobei ein Fokus auf der Spannung zwischen ideologisch bedingter Ablehnung strenger Hierarchien und der praktischen Notwendigkeit von Strukturierung liegt.
4.2. Strukturen und Hierarchien der Autonomen
Bevor nun explizit auf die Strukturen und Hierarchien innerhalb der autonomen Antifa eingegangen wird, soll zuvor geklärt werden, welche Zwecke Strukturen und Hierarchien in Organisationen erfüllen.
Unter den Begriff der Organisationsstruktur versteht man sowohl formale als auch informale Strukturen. Dabei bezeichnet die informale Struktur jene, welche aus dem Handeln der Personen entstehen und als spontan und ungeplant angesehen werden. Jedoch können auch informale Strukturen bestimmten Mustern folgen und eine Regelmäßigkeit bilden. Unter formalen Strukturen versteht man jene, welche fest geplant und vorgegeben sind. (Endruweit, 2004, S. 149)
Strukturen bilden sich, oder werden gebildet, um den Ablauf einer Organisation effizient zu gestalten (Endruweit, 2004, S. 147). Es erfolgt eine sogenannte Standardisierung, welche das Weiterleben einer Organisation sichert, auch wenn Personen ausfallen und diese durch neue Mitglieder ersetzt werden müssen (Türk, 1978, S. 94).
Ein weiterer Faktor, welcher maßgeblich den Ablauf in Organisationen beeinflusst, ist die Hierarchie. Sie hat zur Aufgabe, soziale Beziehungen und sachliche Zuständigkeiten zu regulieren. Dieses überdauernde Konstrukt stellt klar, wem das Mitglied unterstellt ist und dient zur Koordinierung und Orientierung in einer Organisation. (Kühl, 2020, S. 59-60)
Aufzeichnungen und Berichte über die Strukturen und Hierarchien innerhalb von autonomen Gruppierungen stellen sich als rar dar. Da sich die Autonomen hauptsächlich in Kleingruppen bewegen (Bundesministerium des Innern und für Heimat, 2021, S. 151), gibt es keine übergreifende Struktur oder Hierarchie, welche allgemeingültig auf alle Gruppierungen angewendet werden kann.
1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Relevanz der autonomen Antifa als untersuchungswürdiges Objekt der Organisationssoziologie ein und definiert die forschungsleitenden Fragestellungen.
2. Spektrum der Antifa: Dieses Kapitel liefert einen historischen Exkurs zur Entstehung und Entwicklung der antifaschistischen Aktion sowie der autonomen Bewegung.
3. Die autonome Antifa als Gegenstand der Bewegungsforschung: Es wird die autonome Bewegung theoretisch in den Kontext der Bewegungsforschung eingeordnet und um ihre spezifischen Merkmale ergänzt.
4. Die autonome Antifa im Fokus der Organisationssoziologie: Zentrale organisationssoziologische Begriffe wie Struktur, Hierarchie und Zielsetzung werden definiert und auf die autonome Bewegung angewandt.
5. Fallbeispiel: Demonstrationen im Zuge des Akademikerballs 2023 in Wien: Anhand einer konkreten Protestaktion wird analysiert, wie sich die theoretisch erarbeiteten Organisationsmerkmale in der Praxis manifestieren.
6. Fazit: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass die autonome Bewegung zwar Organisationsbestrebungen zeigt, jedoch durch ihre Ideologie in einem stetigen Zwiespalt bleibt.
Soziale Bewegung, Organisation, Autonome Antifa, Organisationssoziologie, Strukturen, Hierarchien, Militanz, Akademikerball, Zielsetzung, Nahziele, Fernziele, Protestaktion, Ideologie, Linksextremismus, Gesellschaftskritik.
Die Arbeit untersucht, ob und wie die als autonome Antifa bekannte soziale Bewegung Merkmale von Organisationen aufweist und welche Rolle Organisationsbestrebungen innerhalb dieser politisch orientierten Gruppe spielen.
Die Arbeit deckt die Bereiche Soziologie sozialer Bewegungen, Organisationssoziologie sowie die Praxis und Ideologie der autonomen Antifa im deutschsprachigen Raum ab.
Das Ziel ist es, zu analysieren, inwiefern die autonome Antifa - trotz ihrer ideologischen Ablehnung von Herrschaft und Strukturen - dennoch organisationsähnliche Verhaltensweisen und Merkmale bei der Verfolgung ihrer Ziele entwickelt.
Es wird eine theoretische Fundierung durch Literatur aus der Bewegungs- und Organisationsforschung mit einer qualitativen Fallbeispielanalyse (Demonstrationen zum Akademikerball 2023) kombiniert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erarbeitung zur Geschichte der Bewegung, eine Definition organisationssoziologischer Kernelemente sowie eine detaillierte Untersuchung der Strukturen, Hierarchien und Zielbildung am Beispiel der Ereignisse rund um den Akademikerball 2023.
Wichtige Begriffe sind Soziale Bewegung, Organisation, Autonome Antifa, Strukturen, Hierarchien, Zielbildung, Protestaktion und Ideologie.
Die anarchistische Weltanschauung vieler Aktivist:innen führt dazu, dass sie bewusst auf hierarchische Organisationsstrukturen verzichten, da diese als mit den eigenen Idealen unvereinbar angesehen werden.
Das Fallbeispiel verdeutlicht den Zwiespalt: Während die Bewegung einerseits an einer gemeinsamen Ideologie festhält, zeigen sich bei der Koordination von Protesten notwendige Arbeitsteilungen und funktionale Hierarchien, die klassischen Organisationsmustern ähneln.
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