Bachelorarbeit, 2018
48 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
2. Forschungsstand
3. Definition der Begriffe
3.1 Die Schutzsuchenden
3.2 Die nationale Identität
4. Theorie und Hypothesen
5. Daten und Methoden
6. Ergebnisse
7. Diskussion
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss der nationalen Identität bei Migrantinnen und Migranten auf deren Integration sowie ihre Verbundenheit zum Aufnahmeland Deutschland. Ein zentraler Fokus liegt dabei auf der spezifischen Gruppe der Schutzsuchenden im Vergleich zu türkischen und europäischen Migrantengruppen, um zu analysieren, ob Fluchterfahrungen die nationale Identität verstärken und die Identifikation mit Deutschland beeinflussen.
3.2 Die nationale Identität
Die nationale Identität ist zwar ein Teil der sozialen Identität und kann genauso verstanden werden, jedoch ist es trotz allem notwendig diese genauer zu definieren (Marinelli-König & Preisinger, 2011; Schmidt-Denter, 2011; Hochman, 2010).
In der Sozialpsychologie wird die soziale Identität als Teil des Selbstkonzepts verstanden (Hochman, 2010; Polat, 1998; Maehler, 2012). Die soziale Identität wird meist im Rahmen einer Gruppe aufgebaut, der man angehört bzw. mit der man sich stark identifiziert. Die Gruppe spielt hierbei eine zentrale Rolle, da sich die Wertvorstellungen und das Verhalten eines Individuums an die der sozialen Gruppe orientiert (Polat, 1998; Marinelli-König & Preisinger, 2011).
Bei der Bildung der nationalen Identität liegt ein ähnlicher Prozess vor. Auch hier hängen die Ausprägung und die Stärke der nationalen Identität davon ab, wie stark man sich mit einer bestimmten Gruppe identifiziert. Jedoch stellt hier die Gruppe eine ganze Nation dar.
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der Identitätsfindung bei Migranten im Kontext der Globalisierung ein und formuliert die zentrale Forschungsfrage zum Einfluss der nationalen Identität bei schutzsuchenden Migranten.
2. Forschungsstand: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über bestehende Studien zu kulturellen Unterschieden und Integrationsprozessen von Migranten in Deutschland sowie anderen aufnehmenden Gesellschaften.
3. Definition der Begriffe: Hier werden die zentralen theoretischen Begriffe wie "Schutzsuchende" sowie "nationale Identität" detailliert erläutert und wissenschaftlich eingeordnet.
4. Theorie und Hypothesen: Das Kapitel leitet auf Basis der Theorie der sozialen Identität die drei zentralen Forschungshypothesen ab, die den Zusammenhang zwischen nationaler Identität, Herkunft und Verbundenheit zu Deutschland untersuchen.
5. Daten und Methoden: Es wird die Verwendung der Paneldaten des Sozioökonomischen Panels (SOEP) 2016 inklusive der Gruppenbildung und Variablendefinition für die empirische Analyse beschrieben.
6. Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die statistischen Resultate der linearen Regressionen und diskutiert die (teilweise) Bestätigung der aufgestellten Hypothesen.
7. Diskussion: Abschließend werden die Ergebnisse kritisch reflektiert, Limitationen der Datenanalyse aufgezeigt und Ansätze für zukünftige wissenschaftliche Untersuchungen formuliert.
Nationale Identität, Integration, Schutzsuchende, Sozioökonomisches Panel, SOEP, Migranten, soziale Identität, Heimatland, Deutschland, Verbundenheit, Diskriminierung, Herkunftsland, Erstgeneration, Muttersprache, kulturelle Konflikte.
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der nationalen Identität von Migranten und ihrer Integration bzw. Verbundenheit zum Aufnahmeland Deutschland.
Zentrale Themen sind die Abgrenzung von Migrantengruppen (Schutzsuchende vs. sonstige Migranten), der Effekt von Heimweh und Diskriminierung sowie die Rolle der sozialen Integration (Freundeskreis, Sprache).
Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob schutzsuchende Migranten eine stärkere nationale Identität aufweisen als freiwillig eingewanderte Migranten und wie sich dies auf ihre Identifikation mit Deutschland auswirkt.
Die Untersuchung basiert auf einer quantitativen Datenanalyse unter Verwendung des Sozioökonomischen Panels (SOEP) aus dem Jahr 2016, wobei lineare Regressionsmodelle zur Hypothesenprüfung angewendet werden.
Der Hauptteil umfasst die theoretische Einbettung, die Definition der Begriffe, die Herleitung der Hypothesen sowie die empirische Datenanalyse inklusive der Auswertung in Form von Regressions- und Kreuztabellen.
Die wichtigsten Begriffe sind nationale Identität, Integration, Schutzsuchende, soziale Identität und SOEP-Datenanalyse.
Ja, die Arbeit zeigt, dass die Herkunft und die Ausreisegründe (z.B. Flucht vs. freiwillige Wanderung) einen signifikanten Einfluss auf die Stärke der Verbundenheit zum Heimatland und zum Aufnahmeland haben.
Die Analyse verdeutlicht, dass eine gute Beherrschung der Muttersprache die nationale Identität und die Verbundenheit zum Herkunftsland tendenziell steigert.
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