Masterarbeit, 2023
89 Seiten, Note: 2,5
1. Einleitung
2. Geschichtsfilme und Geschichtskultur
2.1 Geschichtskultur und Geschichtsbewusstsein
2.2 Der Film als Ausdruck von Geschichtskultur
3. Geschichtsfilme und Geschichtsunterricht
3.1 Geschichtskultur und Geschichtsbewusstsein im schulischen Kontext
3.2 Historische (Kern-)Kompetenzen und der Geschichtsfilm
3.2.1 Geschichtskompetenz
3.2.2 Medienkompetenz
3.2.3 Historische Methodenkompetenzen
3.2.4 Historische Fragekompetenz(en)
4. Im Westen nichts Neues
4.1 Im Westen nichts Neues - Der erfolgreichste Kriegsroman/-film aller Zeiten?
4.1.1 Eine kurze Entstehungsgeschichte des Romans
4.1.2 Inhalt des Romans
4.2 Lewis Milestone - All Quiet on the Western Front - 1930
4.2.1 Entstehung der Verfilmung
4.2.2 Unterschiede zum Roman
4.2.3 Rezeption
4.3 Delbert Manns All Quiet on the Western Front - 1979
4.3.1 Entstehungsgeschichte
4.3.2 Unterschiede zur Verfilmung von 1930
4.3.3 Rezeption
4.4 Edward Berger - Im Westen nichts Neues - 2022
4.4.1 Entstehungsgeschichte
4.4.2 Unterschiede zu den Vorverfilmungen
4.4.3 Rezeption
4.5 Die Rezeption aller drei Verfilmungen im Vergleich
5. Didaktisches Potenzial und Materialentwicklung
5.1 Didaktisches Potenzial der Verfilmungen
5.2 Materialentwicklung
5.2.1 Arbeitsblock I
5.2.2 Arbeitsblock II
5.2.3 Arbeitsblock III
5.2.4 Arbeitsblock IV
5.3 Zusammenfassung der Lernaufgaben und des didaktischen Potenzials
6. Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Rezeptionsgeschichte der Romanverfilmungen von "Im Westen nichts Neues" von Erich Maria Remarque, um deren didaktisches Potenzial für den Geschichtsunterricht kritisch zu hinterfragen und zu bewerten. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie diese Filme historiographische Prozesse widerspiegeln und welche Rolle sie als Vermittler von Geschichtskultur einnehmen.
4.1.2 Inhalt des Romans
Im Westen nichts Neues handelt von Paul Bäumer, einem jungen deutschen Soldaten, welcher seine Erfahrungen an der Westfront im ersten Weltkrieg aus seiner Perspektive schildert. Hinter der Front erinnert sich dieser, wie er und seine gesamte Klasse von den patriotischen Reden seines kriegsbefürwortenden Lehrers Kantorek angespornt wurden, sich freiwillig zum Kriegsdienst zu melden. Dort angekommen werden Bäumer und seine Kameraden von der Grundausbildung und dem Drill ihres Ausbilders Unteroffizier Himmelstoß schockiert und die Regeln, die sie aus der Schule kennen, geraten schnell in Vergessenheit. Himmelstoß macht den jungen Rekruten das Leben schwer, allerdings finden diese in Frontkämpfer Stanislaus Katczinsky einen Mentor, der sie auf die Gefahren des Schlachtfeldes vorbereitet. Dieser wird für Paul durch seine autoritäre Art und Erfahrung ein Vorbild und für die unerfahrenen Soldaten zum inoffiziellen Anführer. Er bereitet sie auf den Kampf vor und gibt ihnen wichtige Tipps zum Überleben an der Front.
Bäumer lernt zu überleben, lernt aber auch, dass neue Rekruten als Ersatz für gefallene Soldaten verwendet werden. Diese sterben durch ihren Mangel an Erfahrung besonders schnell. Durch ihren Einsatz fängt die Gruppe um Paul Bäumer an, über den Krieg nachzudenken und zweifeln an der Sinnhaftigkeit ihres Lebens. Der Krieg entfremdet sie immer weiter von ihrem Alltag. Allmählich erscheint ihnen dieser als absurd. Als Bäumer für eine kurze Weile in seine Heimat zurückkehrt, stellt er fest, wie sehr der Krieg ihn verändert hat. Es scheint ihm unmöglich über die Erfahrungen aus den Schützengräben zu sprechen und er findet keinen Anschluss zu seiner Familie. Die Realität des Krieges unterscheidet sich so sehr vom Alltag, dass Paul nicht die Kraft besitzt, seine Liebsten aufzuklären.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Quellenarbeit sowie des Geschichtsfilms als Medium ein und skizziert das Forschungsziel der Arbeit.
2. Geschichtsfilme und Geschichtskultur: Hier wird der theoretische Rahmen abgesteckt, indem die Begriffe Geschichtskultur und Geschichtsbewusstsein definiert und als Wechselspiel zueinander erläutert werden.
3. Geschichtsfilme und Geschichtsunterricht: Dieses Kapitel prüft, wie aktuelle Kompetenzmodelle die Arbeit mit Geschichtsfilmen stützen und welche spezifischen Fähigkeiten durch deren Einsatz gefördert werden können.
4. Im Westen nichts Neues: Der Hauptteil analysiert detailliert drei Verfilmungen des Romans von Erich Maria Remarque, deren Entstehungshintergründe und ihre jeweilige Rezeption.
5. Didaktisches Potenzial und Materialentwicklung: Basierend auf den vorangegangenen Analysen werden hier konkrete Arbeitsblöcke für den Unterricht entwickelt und didaktisch begründet.
6. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet den Nutzen von Geschichtsfilmen als Lehrmittel.
Geschichtskultur, Geschichtsbewusstsein, Geschichtsfilm, Remarque, Im Westen nichts Neues, historische Kompetenz, didaktisches Potenzial, Rezeptionsgeschichte, Medienkompetenz, Schützengraben, Erste Weltkrieg, Filmanalyse, kollektives Gedächtnis, Geschichtsunterricht, Dekonstruktion.
Die Arbeit untersucht, wie Geschichtsfilme, am Beispiel von "Im Westen nichts Neues", als Medien der Geschichtskultur fungieren und welchen pädagogischen Nutzen sie für den Geschichtsunterricht haben.
Analysiert werden die Verfilmungen von Lewis Milestone (1930), Delbert Mann (1979) und Edward Berger (2022).
Das primäre Ziel ist es, das didaktische Potenzial der Verfilmungen auszuloten und aufzuzeigen, wie Lernende durch die Arbeit mit diesen Filmen ein reflektiertes Geschichtsbewusstsein entwickeln können.
Der Autor stützt sich auf geschichtsdidaktische Kompetenzmodelle, insbesondere auf die Konzepte der De-Konstruktion und Re-Konstruktion historischer Narrationen.
Der theoretische Teil definiert die Begriffe Geschichtskultur und Geschichtsbewusstsein sowie deren enge Wechselbeziehung und Rolle in der modernen Gesellschaft.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Geschichtskultur, Filmrezeption, historische Kompetenzen und Geschichtsbewusstsein geprägt.
Die Verfilmung von 1930 löste in der Weimarer Republik massive Kontroversen und Proteste von rechter Seite aus, was schließlich zu einem Aufführungsverbot führte.
Der Autor hinterfragt kritisch, inwieweit die filmische Aufbereitung des Krieges historischen Tatsachen entspricht oder ob sie durch heutige Sehgewohnheiten und interpretatorische Freiheiten der Regisseure verfälscht wird.
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