Diplomarbeit, 2005
121 Seiten, Note: 1,0
Medien / Kommunikation - Public Relations, Werbung, Marketing, Social Media
Einleitung
1. Emotion und Marke
1.1 Definitionen
1.2 Die Markenpyramide
1.2.1 Aufbau am Beispiel der Marke Evian
1.2.2 Die Spitze der Pyramide
2. Von Commodity-Marketing zum Erlebnismarketing
2.1 Überblick: Von der Agrargesellschaft zur Erlebnisgesellschaft
2.2 Der Wert einer Tasse Kaffee
2.3 Antriebe der Erlebnisgesellschaft
2.3.1 Gesellschaftlicher Wertewandel
2.3.2 Individualisierung
2.3.3 Marktwirtschaftliche Perspektive
2.3.4 Die Generationen X und Y
3. Psychische Determinanten des Konsumentenverhaltens
3.1 Aktivierende Prozesse
3.1.1 Aktivierung
3.1.2 Emotionen
3.1.3 Motivation
3.1.4 Einstellung
3.2 Kognitive Prozesse
3.2.1 Informationsaufnahme und -verarbeitung
3.2.2 Informationsspeicherung und Gehirn
3.3 Erkenntnisse der Gehirnforschung
3.3.1 Möglichkeiten und Grenzen des Neuromarketing
3.3.2 Der Sitz der Emotionen
3.3.3 Was spielt sich ab im Hirn?
3.3.4 Neurobiologische Unterschiede von Zielgruppen
4. Markenerlebnisse – fehlender Baustein in der Kommunikation
4.1 Begriffserklärung und Relevanz
4.2 Erlebnisse: Brücke in der Kommunikation
4.2.1 Virtuelle Versprechen der Werbung
4.2.2 Die Lücke im Markenerlebnis
4.2.3 Rolle von nicht-klassischen Medien im Erlebnismarketing
4.3 Erlebnismarketing vs. Features & Benefits-Marketing
4.4 Vorteile und Chancen des Erlebnismarketing
4.4.1 Aufmerksamkeit, Markenbewusstsein und -erinnerung
4.4.2 Beeinflussung der Kaufentscheidung
4.4.3 Eigenständige Erlebnisangebote
4.4.4 Konkurrenzfreie Konsumentenansprache
4.4.5 Cross-Selling
5. Strategien und Techniken der emotionalen Erlebnisvermittlung
5.1 Beeinflussungsprinzipien
5.1.1 Prinzip der emotionalen Konditionierung
5.1.2 Schemata
5.1.3 Semantische Netzwerke
5.2 Aktionsfelder der Marke
5.2.1 SENSE
5.2.2 FEEL
5.2.3 THINK
5.2.4 ACT
5.2.5 RELATE
5.3 Erlebnisphären
5.4 Risiken und Grenzen der erlebnishaften Aktivierung
5.4.1 Kulturelle Betrachtung
5.4.2 Konsumentenpsychologische und marketingtechnische Betrachtung
6. Kommunikationsinstrumente mit Erlebnispotential
6.1 Vorgehensweise
6.2 Betrachtung und Analyse
6.2.1 Point of Sale
6.2.2 Events
6.2.3 Brand Lands
6.2.4 Persönlicher Kontakt
6.2.5 Sponsoring
6.2.6 Merchandising
6.2.7 Guerilla-Maßnahmen
6.2.8 Direktmarketing
6.2.9 Produkt- und Verpackungsdesign
6.3 Integration von erlebnishaften Medien
7. Entwicklung eines Erlebnisplanungstools
7.1 Vorgehensweise
7.2 Die SEM im Zusammenhang mit nicht-klassischen Instrumenten
7.2.1 SENSE
7.2.2 FEEL
7.2.3 THINK
7.2.4 ACT
7.2.5 RELATE
7.2.6 Zusammenfassung im SEM-Medien-Raster
7.3 Die Limbic Map®
7.3.1 Das Balance-System
7.3.2 Das Stimulanz-System
7.3.3 Das Dominanz-System
7.3.4 Mischformen
7.3.5 Die Motiv- und Wertewelt des Konsumenten
7.4 Parallelen der Limbic Map® mit den SEM
7.5 Methodische Verknüpfung
7.6 Vorstellung des Erlebnisplanungstools
7.7 Fallstudie: Beck’s Gold
8. Fazit und Ausblick
8.1 Zusammenfassende Betrachtungen
8.2 Ausblick auf die Zukunft von Erlebnissen
Die Arbeit untersucht die bestehende Lücke zwischen den virtuellen Markenversprechen in der klassischen Werbung und der tatsächlichen, realen Markeninteraktion des Konsumenten. Ziel ist es, Strategien und Techniken des Erlebnismarketing zu analysieren, um diese Lücke durch ganzheitliche und emotional wirksame Markenerlebnisse zu schließen.
Die Lücke im Markengesamterlebnis
Da viele Werbebotschaften viel zu abstrakt und überzogen sind, um konkret erlebbar zu sein, bleibt der versprochene Erlebniswert in der Realsituation häufig auf der Strecke. Die Marke enttäuscht nicht nur auf Verwendungsebene, sondern auch an anderen Markenberührungspunkten, die im unmittelbaren Zusammenhang mit dem Produkt stehen. Es entsteht eine Lücke im Markengesamterlebnis. Die emotional aufgeladene Markenpyramide verblasst auf ihrem Weg zum Konsumenten, vgl. Abb. 4.2.2-1 im Anhang.
1. Emotion und Marke: Dieses Kapitel erläutert die Bedeutung emotionaler Komponenten in der Markenpositionierung und verdeutlicht anhand der Markenpyramide, warum emotionale Ansprache für eine erfolgreiche Differenzierung unerlässlich ist.
2. Von Commodity-Marketing zum Erlebnismarketing: Hier wird der gesellschaftliche und wirtschaftliche Wandel von der Agrargesellschaft hin zur Erlebnisökonomie beleuchtet, wobei aufgezeigt wird, wie Produkte durch emotionale Aufladung an Wert gewinnen.
3. Psychische Determinanten des Konsumentenverhaltens: Das Kapitel informiert über grundlegende psychologische Prozesse wie Aktivierung, Emotionen und Kognition und nutzt Erkenntnisse der modernen Gehirnforschung, um das Zustandekommen von Markenerlebnissen zu erklären.
4. Markenerlebnisse – fehlender Baustein in der Kommunikation: Es werden Grundbegriffe geklärt und die These aufgestellt, dass Erlebnismarketing die Lücke zwischen Markenversprechen und Markeninteraktion schließen kann, unterstützt durch Vorteile wie gesteigerte Aufmerksamkeit.
5. Strategien und Techniken der emotionalen Erlebnisvermittlung: Hier werden zentrale Beeinflussungsprinzipien wie die emotionale Konditionierung sowie die fünf Aktionsfelder (SENSE, FEEL, THINK, ACT, RELATE) vorgestellt, um Konsumenten emotional zu erreichen.
6. Kommunikationsinstrumente mit Erlebnispotential: Das Kapitel analysiert diverse nicht-klassische Medien (z.B. Events, Brand Lands, Guerilla-Marketing) hinsichtlich ihres Potenzials, Markenerlebnisse wirksam zu vermitteln.
7. Entwicklung eines Erlebnisplanungstools: Hier erfolgt die Zusammenführung von Schmitts SEM und Häusels Limbic Map® zu einem neuen Planungstool (EPT), dessen Anwendung beispielhaft anhand der Marke Beck’s Gold demonstriert wird.
8. Fazit und Ausblick: Das abschließende Kapitel zieht Bilanz aus den Erkenntnissen und wagt einen Ausblick auf die zukünftige Gestaltung und Entwicklung von Erlebnissen in einer sich wandelnden Konsumgesellschaft.
Erlebnismarketing, Markenpyramide, Erlebnisgesellschaft, Konsumentenpsychologie, Neuromarketing, Limbic Map, Markeninteraktion, Brand Lands, Emotionssysteme, Customer Experience, Markenbindung, Erlebnisplanungstool, Kommunikationsinstrumente, Konsumentenverhalten, Markenpositionierung.
Die Arbeit analysiert, wie Unternehmen emotionale Markenversprechen durch erlebnisorientierte Strategien in der Realität für den Konsumenten erlebbar machen können.
Die zentralen Themen sind die Erlebnisökonomie, die konsumentenpsychologischen Grundlagen emotionaler Markenbindung sowie der Einsatz nicht-klassischer Medien zur Inszenierung von Marken.
Das Ziel ist es, eine Strategie aufzuzeigen, wie eine Lücke zwischen dem virtuellen Markenversprechen und der realen Erfahrung geschlossen werden kann, um eine nachhaltige Markenbindung zu erzielen.
Es werden eine tiefgehende Literaturanalyse sowie eine Verknüpfung von Theorien aus der Marketinglehre (SEM nach Schmitt) und der Neurobiologie (Limbic Map® nach Häusel) angewandt, um ein neues Planungstool zu entwickeln.
Der Hauptteil behandelt die psychologischen Determinanten des Konsums, die verschiedenen Aktionsfelder der Markenführung (SENSE, FEEL, THINK, etc.) sowie konkrete Instrumente für die emotionale Erlebnisvermittlung.
Wesentliche Begriffe sind Erlebnismarketing, Limbic Map, Markenpyramide, Markeninteraktion und die verschiedenen Erlebnisaktionsfelder wie SENSE oder FEEL.
Während die Dachmarke vor allem im Bereich Abenteuer und Leistung (Dominanz-System) positioniert ist, zielt Beck’s Gold auf ein entspanntes, genussorientiertes Szenepublikum ab, das im Fantasie-/Genuss-Bereich anzusiedeln ist.
Die Limbic Map® fungiert als Instrument, um Markenpositionierungen und Zielgruppen basierend auf neurobiologischen Motiv- und Emotionssystemen präzise einzuordnen und so die Erlebnisstrategie gezielter zu planen.
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