Bachelorarbeit, 2022
101 Seiten
1 Einleitung
2 Heutige WKS orientierte Eingliederungshilfe
2.1 Selbstverständnis und Zielsetzung
2.2 Bestimmung der Zielgruppe
2.3 WKS
2.3.1 Grundhaltung
2.3.2 Kommunikation
2.3.3 Unterstützung und Selbstbestimmung
2.3.4 Begleitendensystem
2.3.5 Implementierung des WKS-Modells in Einrichtungen
3 Videounterstützte Verfahren in WKS
4 VHT
4.1 Vorgehensweise der Methode
4.2 Entwicklungsgeschichte und Organisation
4.3 Nutzung von Videobildern
4.4 Basiskommunikation
4.5 Positiver Ansatz
4.6 Menschenbild und Empowerment-Haltung
4.7 Weitere theoretische Hintergründe
5 Empirische Untersuchung durch Expert*inneninterviews
5.1 Forschungsinteresse und Forschungsdesign
5.2 Forschungsmethode
5.3 Sample und Datengenerierung
5.4 Datenauswertung
5.5 Ethische und Gütekriterien
6 Forschungsergebnisse
6.1 Anwendungen videobasierten Arbeitens
6.2 Kritik und Hindernisse videobasierten Arbeitens
6.3 Chancen videobasierten Arbeitens
6.4 VHT und WKS
7 Zusammenführende Diskussion
7.1 Kritische Reflexion des Forschungsprozesses
7.2 Zusammenführung der Anwendungen
7.2.1 Videobasiertes Arbeiten mit Klient*innen
7.2.2 Videobasiertes Arbeiten mit Angehörigen
7.2.3 Videobasiertes Arbeiten zur Fallbesprechung
7.2.4 Videobasiertes Arbeiten zur Personalentwicklung
7.3 Reflexion der Chancen und Grenzen
7.4 Ausblick zur Brücke zwischen VHT und WKS
8 Abschließendes Fazit
Die vorliegende Bachelorthesis untersucht die Auswirkungen von videobasiertem Arbeiten im Kontext der Eingliederungshilfe. Dabei wird analysiert, inwiefern Methoden wie VHT (Video-Home-Training) und das WKS-Modell (Willem Kleine Schaars Modell) zur Unterstützung von Menschen mit Behinderungen beitragen können. Das primäre Ziel ist es, Anwendungsformen, Chancen und Barrieren zu identifizieren und Potenziale für eine methodische Integration beider Ansätze aufzuzeigen.
4.4 Basiskommunikation
Basiskommunikation wird auf der Homepage der SPIN-DGVB als eine natürliche und gelungene Form der Kommunikation zwischen Personen beschrieben. Hier wird Bezug genommen zu den bereits erwähnten Kommunikationsforschungen von Trevarthen und die von ihm postulierte frühe Erkennbarkeit von Kommunikationsinitiativen von Kindern. Eltern antworten mit einem spezifischen Antwortverhalten, das hier Responsivität genannt wird. Dieser wechselseitige Austausch soll zu einer Verfestigung der Bindung und zu einer Förderung der Entwicklung des Kindes führen. Diese Kontakte in frühen Lebensphasen prägen die Beziehungsmuster und Kommunikationsverhalten von Menschen lebenslang. Dies wird als geltend für alle Lebensbereiche gesehen, in denen Kommunikation und Handeln zwischen Menschen geschieht (vgl. SPIN-DGVB e.V. o.J. a, o.S.). Kleinste Elemente der Kommunikation, die innerhalb von Sekundenbruchteilen wirksam werden, sind für die Bildanalyse der Methode von Bedeutung. Hierzu können Gesten des Zuwendens, der Aufmerksamkeit, eine freundliche Körperhaltung, freundliche Stimme oder ein freundliches Gesicht gezählt werden (vgl. GENS 2020, S.12).
Der Gründer der SPIN-Methode in den Niederlanden, Biemans, übernahm diese Erkenntnis Trevarthens, formulierte die sogenannten Basiskommunikationsprinzipien und bildete damit eine wesentliche Säule des VHTs heraus (vgl. SPIN-DGVB e.V. o.J. a, o.S.). Gens übersetzte die Basiskommunikation von Biemans ins Deutsche (vgl. GENS 2016 b, S.42). Die Fachliteratur benennt als erstes Prinzip das Folgen von Initiativen, darunter ist zu verstehen, dass das Gegenüber und die Fachkräfte aufmerksam sind und durch Körper, Stimme und Mimik eine freundliche Zuwendung zeigen. Im zweiten sogenannten Bündel wird der Empfang der Initiative bestätigt, durch Kopfnicken, Bejahen oder einer Paraphrasierung (vgl. GENS 2016 b, S.41). Das positive Benennen der Interaktion bildet das dritte Bündel; hierbei sprechen die Beteiligten über das, was um die initiierende Person herum passiert, was sie sowohl bei sich, als auch beim Gegenüber wahrnimmt und empfindet (vgl. HELD 2009, S.63). Ein weiteres Prinzip stellt die Aufmerksamkeitsverteilung dar, die in der Hand der jeweiligen Fachkraft liegt (vgl. GENS 2016 b, S.41). Dies führt auch zur positiven Lenkung und Leitung der (Gesprächs-)Situation durch die Fachkraft, durch das Achten auf die Prinzipien und Struktur sowie durch das Zeigen von alternativen Verhaltensweisen im Gegensatz zur Reglementierung unerwünschten Verhaltens.
1 Einleitung: Die Einleitung etabliert die Relevanz des Themas und stellt die Forschungsfrage nach den Auswirkungen videobasierten Arbeitens in der Eingliederungshilfe.
2 Heutige WKS orientierte Eingliederungshilfe: Dieses Kapitel erläutert das Handlungsfeld der Eingliederungshilfe, deren Zielgruppen und führt umfassend in die theoretischen Grundlagen des WKS-Modells ein.
3 Videounterstützte Verfahren in WKS: Hier wird der spezifische Einsatz von Videoaufnahmen innerhalb des WKS-Modells und die damit verbundene Arbeit am Begriff des Feedbacks dargelegt.
4 VHT: Dieses Kapitel widmet sich der Methodik des VHT, beschreibt das Vorgehen, die theoretischen Hintergründe und die Bedeutung des positiven Ansatzes.
5 Empirische Untersuchung durch Expert*inneninterviews: Die methodische Vorgehensweise der empirischen Studie, das Forschungsdesign sowie Kriterien für die Experteninterviews werden hier detailliert beschrieben.
6 Forschungsergebnisse: Das Kapitel präsentiert die zentralen Befunde der Experteninterviews, gegliedert in Anwendung, Kritik/Hindernisse, Chancen und die Verbindung zwischen VHT und WKS.
7 Zusammenführende Diskussion: Hier findet die kritische Reflexion des Forschungsprozesses statt, gefolgt von einer Zusammenführung der Erkenntnisse und einem Ausblick hinsichtlich der methodischen Brücke.
8 Abschließendes Fazit: Das Fazit fasst die Relevanz der Arbeit zusammen und gibt Anstöße für weiterführende Forschung und künftige Anwendungen in der Praxis.
Eingliederungshilfe, VHT, Video-Home-Training, WKS, Willem Kleine Schaars, Videobasierte Beratung, Empowerment, Basiskommunikation, Behindertenhilfe, Qualitätsentwicklung, Reflektion, Expert*inneninterviews, Sozialpädagogik, Klientenzentrierung, Ressourcenorientierung.
Die Arbeit untersucht den Einsatz und die Auswirkungen videobasierter Methoden in der Eingliederungshilfe, insbesondere am Beispiel von Video-Home-Training (VHT) und dem WKS-Modell.
Die zentralen Themen sind videogestützte Reflexion, Ressourcenorientierung, Professionalisierung in der Behindertenhilfe sowie die praktische Umsetzung von Beratungsmethoden.
Die Forschungsfrage lautet: "Inwiefern wirkt sich videobasiertes Arbeiten in der Eingliederungshilfe aus?" Ziel ist es, Anwendungen und Hindernisse zu identifizieren.
Die Autorin führt eine explorative qualitative Forschung durch, basierend auf drei Experteninterviews mit zertifizierten Coaches.
Im Hauptteil werden sowohl theoretische Hintergründe der Methoden WKS und VHT als auch die konkrete empirische Auswertung der Experteninterviews präsentiert.
Neben den methodenspezifischen Begriffen VHT und WKS sind Empowerment, Inklusion, Reflexion und Ressourcenorientierung zentral.
Die Arbeit zeigt, dass Videofeedback von Fachkräften intensiv zur Reflexion des eigenen Handelns und zur Verbesserung der Wahrnehmung im Team genutzt wird.
Die Arbeit diskutiert, dass beide Ansätze eine ähnliche Wertebasis (Aktivierung, Wertschätzung) teilen und sich in ihrer methodischen Ausgestaltung ergänzen könnten.
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