Examensarbeit, 2007
37 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
2. Was ist ein Raum der Stille?
3. Berechtigung eines Raums der Stille in der Schule
3.1 Die veränderte Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen
3.2 Was ist Stille?
3.3 Stille im Schulalltag
4. Die Lehrerfunktionen
4.1 Innovieren
4.2 Organisieren
5. Der Raum der Stille
5.1 Voraussetzungen zur Realisierung des Konzepts
5.2 Kriterien eines geeigneten Raums
5.3 Beschreibung des Raums
5.4 Überlegungen zur Gestaltung des Raums
5.4.1 Die mediale Ausstattung
5.5 Finanzierung des Konzepts
5.6 Die Nutzung des Raums
5.7 Regeln im Raum der Stille
5.8 Die Organisation des Raums
6. Ausblick
6.1 Die Einbindung des Raums in den Schulalltag am Beispiel von stillen Pausen
6.1.1 Beispielhafter Ablauf einer stillen Pause
6.2 Möglichkeit zur Evaluation des Raums
Die vorliegende Arbeit entwickelt ein pädagogisches Konzept zur Einrichtung eines „Raums der Stille“ an der Geschwister-Scholl-Schule, um Schülern inmitten eines hektischen Ganztagsbetriebs Rückzugsmöglichkeiten zur Entspannung und Selbstfindung zu bieten.
3.1 Die veränderte Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen
Kindheit verläuft in unserer heutigen Zeit anders als in den Jahrzehnten und Jahrhunderten zuvor. Die Veränderungen umfassen viele Bereiche, auf die im Folgenden eingegangen werden soll.
Bis zu Beginn der 1950er Jahre waren Großfamilien und eine oftmals enge Bindung unter den einzelnen Mitgliedern Normalität. Dieses Bild hat sich einhergehend mit dem Stellenwert der Familie in den vergangenen 40 Jahren jedoch stark gewandelt. Nie zuvor gab es eine so große Anzahl von allein lebenden Menschen. Ebenso ist auch die Zahl der kinderlosen Paare in den letzten Jahren gestiegen.
Insgesamt werden die Familien immer kleiner - heute gilt man bereits mit drei Kindern als kinderreich. Außerdem gibt es dazu noch eine Vielzahl von allein erziehenden Eltern. Alle diese Veränderungen innerhalb der Familie haben zur Folge, dass die Kinder in der heutigen Zeit im familiären Bereich weniger Bezugspersonen haben, an die sie sich wenden können. Verschärft wird dies laut Maschwitz durch die Berufstätigkeit beider Elternteile. Denn hier bestehe eine erhöhte Gefahr, dass die Kinder aufgrund des fehlenden Ansprechpartners mit ihren Erfahrungen, Fragen und Bedürfnissen allein bleiben.
1. Einleitung: Die Arbeit begründet die Notwendigkeit eines Ruheraums aufgrund der hohen Belastung von Schülern im modernen Ganztagsschulbetrieb.
2. Was ist ein Raum der Stille?: Der Raum wird als Ort definiert, der einen Kontrast zur Hektik bildet und Möglichkeiten zur bewussten Körper- und Selbstwahrnehmung eröffnet.
3. Berechtigung eines Raums der Stille in der Schule: Es wird analysiert, wie sich veränderte Lebenswelten und steigender Lärmpegel negativ auf die Lernfähigkeit und das Wohlbefinden von Schülern auswirken.
4. Die Lehrerfunktionen: Die Rolle der Lehrkraft bei der Innovation und Organisation eines solchen Projekts wird in den Kontext der professionellen Schulentwicklung gestellt.
5. Der Raum der Stille: Dieser zentrale Abschnitt behandelt alle praktischen Aspekte von der Standortsuche und Raumgestaltung über Finanzierungsmodelle bis hin zu Nutzungsregeln.
6. Ausblick: Hier wird die praktische Implementierung anhand von "stillen Pausen" veranschaulicht und die Notwendigkeit einer späteren Evaluation des Konzepts betont.
Raum der Stille, Stilleübungen, Schulentwicklung, Ganztagsschule, Entspannung, Selbstfindung, Lebenswelt von Kindern, Schulalltag, Ganzheitliche Erziehung, Leistungsdruck, Reizüberflutung, Achtsamkeit, Schulklima, Pädagogisches Konzept, Regeneration.
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und Planung eines Konzepts zur Einrichtung eines „Raums der Stille“ an der Geschwister-Scholl-Schule, um den Schülern einen geschützten Ort für Entspannung und Rückzug zu bieten.
Die zentralen Felder umfassen die veränderte Lebenswelt von Kindern, die Notwendigkeit von Stille im Schulalltag, die räumliche Planung sowie organisatorische und finanzielle Rahmenbedingungen.
Das Ziel ist es, ein konkretes Konzept zu erstellen, das als Grundlage für die praktische Umsetzung der Raumeinrichtung dienen kann, um den zunehmenden psychischen Belastungen im Schulalltag entgegenzuwirken.
Es handelt sich um eine konzeptionelle Arbeit, die auf Literaturanalyse, pädagogischer Begründung und eigenen Beobachtungen im schulischen Umfeld basiert.
Der Hauptteil widmet sich detailliert der Realisierung: Voraussetzungen, Kriterien für den Raum, Gestaltung, Finanzierung, Nutzungsregeln und die Organisation der Belegung.
Zu den prägenden Begriffen zählen Raum der Stille, Ganztagsschule, ganzheitliche Erziehung, Entspannung, Lebenswelt, Schulentwicklung und Achtsamkeit.
Durch den Ausbau zum Ganztagsbetrieb und die damit verbundenen langen Schultage steigt der Bedarf der Schüler an Rückzugsmöglichkeiten massiv an.
Die Finanzierung soll über ein Bündel von Mitteln erfolgen, darunter Gelder der Schulleitung (Ganztagsbudget), Zuschüsse des Fördervereins, Spenden und Erlöse aus Schulveranstaltungen.
Aufgrund der religiösen Vielfalt an der Schule wird explizit auf eine religiös neutrale Gestaltung des Raumes geachtet, um allen Schülern – unabhängig von ihrer Konfession oder Weltanschauung – den Zugang zu ermöglichen.
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