Diplomarbeit, 2009
87 Seiten, Note: 1,2
1 Problemstellung
2 Aufbau der Arbeit
3 Die Gesetzliche Rentenversicherung (GRV)
3.1 Geschichte und Entstehung – Von der Kaiserzeit bis heute
3.2 Der Generationenvertrag
4 Das heutige System der Gesetzlichen Rentenversicherung
4.1 Personenkreis
4.2 Leistungen der Gesetzlichen Rentenversicherung
4.3 Berechnung der Altersrente
4.4 Die Finanzierungssituation – Theorie und Praxis
4.4.1 Die Entwicklung der Finanzierungssituation seit 1970
4.4.2 Ergebnis
5 Die gesamtwirtschaftlichen Probleme der Gesetzlichen Rentenversicherung
5.1 Demographische Faktoren
5.2 Der Arbeitsmarkt und die Gesetzliche Rentenversicherung
5.3 Konsequenzen der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung auf die Rentenversicherung
6 Finanzierungsmodelle
6.1 Vorbemerkung
6.1.1 Das Umlageverfahren
6.1.2 Das Kapitaldeckungsverfahren
6.2 International
6.2.1 Schweden
6.2.2 Schweiz
6.2.3 Chile
6.3 Fazit
7 Alternativen für Deutschland
7.1 Die Grundrente
7.2 Stärkung der betrieblichen und privaten Altersvorsorge
8 Schlussbetrachtung und Ausblick
Die Arbeit untersucht die Zukunftsfähigkeit des deutschen Rentensystems, das primär auf dem Umlageverfahren basiert. Angesichts demographischer Herausforderungen und wirtschaftlicher Krisen wird analysiert, ob das bestehende System reformbedürftig ist, welche Rolle dabei alternative Finanzierungsmodelle wie die Kapitaldeckung spielen und inwieweit eine Neuausrichtung hin zu einer Mehrsäulenstrategie notwendig ist.
3.1 Geschichte und Entstehung – Von der Kaiserzeit bis heute
Die Entstehung der öffentlichen Absicherung des Risikos Alter beginnt in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, lange vor dem „Gesetz, betreffend der Invaliditäts- und Altersversicherung“ vom 22. Juni 1889. Das war relativ spät, denn die staatlich induzierte Absicherung anderer Existenzrisiken setzte bereits noch eher ein.
Dennoch: Für das höhere Alter als soziales Problem seitens des Staates Vorsorge zu treffen schien lange Zeit nicht notwendig zu sein, denn es lag offenbar kein allgemeines oder auch nur auf die Arbeiter bezogenes Bedürfnis vor. Jedenfalls war die Absicherung anderer materieller Existenzrisiken wie Krankheit und Tod (Sterbefallkosten für die Familie) naheliegender. Die am stärksten verbreitete Form der Vorsorge waren die Sterbekassen, welche die Kosten für ein Begräbnis erstatteten (Tennstedt 2000: 31).
Die Vorsorge der Risiken Alter und Invalidität, waren somit lange Zeit Privatsache, bestenfalls Gegenstand vor Sparappellen (Conrad 1994: 207-210).
Sparen und individuelle Vermögensbildung waren allerdings zu Beginn des 19. Jahrhunderts schwierig und dementsprechend war das materielle Auskommen alter Menschen schlecht. Die Versorgung älterer Menschen erfolgte durch eine Kombination aus Leistungen der Armenfürsorge, Selbsthilfegruppen, Einkommen aus leichter Arbeit und die Unterstützung von Familienmitgliedern.
1 Problemstellung: Analyse der aktuellen Krise der Gesetzlichen Rentenversicherung und der daraus resultierenden Herausforderungen für die Finanzierung.
2 Aufbau der Arbeit: Überblick über die thematische Struktur der Arbeit, von der historischen Herleitung bis zu Reformvorschlägen für das Rentensystem.
3 Die Gesetzliche Rentenversicherung (GRV): Darstellung der geschichtlichen Entwicklung des deutschen Sozialsystems und des Konzepts des Generationenvertrages.
4 Das heutige System der Gesetzlichen Rentenversicherung: Untersuchung der Funktionsweise, des Personenkreises, der Leistungsarten sowie der Finanzierungssituation der ersten Säule.
5 Die gesamtwirtschaftlichen Probleme der Gesetzlichen Rentenversicherung: Betrachtung der Auswirkungen von demographischem Wandel und Arbeitsmarktentwicklung auf das Rentensystem.
6 Finanzierungsmodelle: Analyse der Vor- und Nachteile von Umlageverfahren und Kapitaldeckungsverfahren anhand internationaler Beispiele.
7 Alternativen für Deutschland: Diskussion von Modellen zur Einführung einer Grundrente sowie der Stärkung privater und betrieblicher Altersvorsorge.
8 Schlussbetrachtung und Ausblick: Zusammenfassung der Ergebnisse und Fazit zur zukünftigen Ausrichtung der deutschen Alterssicherung.
Gesetzliche Rentenversicherung, Umlageverfahren, Kapitaldeckungsverfahren, Generationenvertrag, Demographischer Wandel, Altersvorsorge, Grundrente, Rentenreform, Riester-Rente, Sozialversicherung, Finanzierungsprobleme, Lebenserwartung, Mehrsäulenmodell, Altersarmut, Erwerbsbiographie.
Die Arbeit analysiert die Funktionsfähigkeit und Zukunftssicherheit des deutschen gesetzlichen Rentensystems auf Basis des Umlageverfahrens unter dem Druck gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Veränderungen.
Im Zentrum stehen die historischen Grundlagen, der demographische Wandel, die Finanzierungsmodelle (Umlage versus Kapitaldeckung) sowie der internationale Vergleich verschiedener Vorsorgesysteme.
Ziel ist es aufzuzeigen, ob das bestehende Umlagesystem reformierbar ist oder ob eine stärkere Einbindung kapitalgedeckter Elemente und anderer Rentenmodelle zur Sicherung der Altersvorsorge notwendig wird.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und dem Vergleich aktueller Daten zur Rentenentwicklung sowie einem internationalen Systemvergleich, um die Belastbarkeit der Rentenmodelle zu bewerten.
Der Hauptteil befasst sich mit der Entwicklung der Rentenversicherung, den demographischen und ökonomischen Problemen, der vergleichenden Analyse internationaler Systeme und den Alternativen wie Grundrente und privater Vorsorge.
Zu den Kernbegriffen gehören das Umlageverfahren, der demographische Wandel, die Grundrente, das Mehrsäulenmodell und die Kapitaldeckung als zentrale Begriffe der Rentendiskussion.
Die Reform von 2001 markiert einen entscheidenden Paradigmenwechsel, da sie eine Absenkung des Leistungsniveaus einleitete und die Riester-Rente als steuerlich geförderte Ergänzung einführte, um die erste Säule zu entlasten.
Obwohl es die Abhängigkeit vom demographischen Wandel verringert, unterliegt es den Risiken der Kapitalmärkte (wie die Finanzkrise 2008 zeigte), was seine Stabilität im Vergleich zum beitragsfinanzierten System relativiert.
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