Bachelorarbeit, 2018
61 Seiten
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Vorgehensweise
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Definition „Bewertungsportal“
2.2 Relevanz für das Gesundheitswesen
2.3 Bedeutung des Web 2.0
3 Status Quo von Arztbewertungsportalen
3.1 Marktanalyse
3.2 Rechtliche Anforderungen
4 Qualitätsbewertung von Arztbewertungsportalen
4.1 Qualitätsanforderungen des ÄZQ
4.1.1 Vorgaben des Gesetzgebers
4.1.2 Transparenz
4.1.3 Datenschutz
4.1.4 Bewertungsverfahren und Ergebnisdarstellung
4.1.5 Maßnahmen gegen Missbrauch und Manipulation
4.1.6 Nutzerfreundlichkeit und Inhalt
4.2 Qualitätsanalyse ausgewählter Portale
4.2.1 Jameda.de
4.2.2 Sanego.de
5 Methodisches Vorgehen
6 Empirischer Teil
6.1 Soziodemografische Daten
6.2 Stellenwert von Arztbewertungsportalen
6.3 Patientenpräferenzen- Anforderungen des ÄZQ
7 Kritische Reflexion der Ergebnisse
7.1 Diskussion
7.2 Handlungsempfehlungen für Portalbetreiber
8 Schlussbetrachtung
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, den aktuellen Stellenwert sowie die Qualität von Arztbewertungsportalen aus Sicht der Patienten zu evaluieren und kritisch zu hinterfragen, inwiefern die Qualitätsanforderungen des ÄZQ als Maßstab für eine nutzerzentrierte Bewertung geeignet sind.
1.1 Problemstellung
Wer krank ist oder gesundheitliche Probleme hat, steht vor einer wichtigen Entscheidung: „Wie finde ich den passenden Arzt für meine Beschwerden?“. Anders als bei Handelsprodukten kann die ärztliche Leistung nicht vor der Inanspruchnahme überprüft werden. Somit besteht vor jedem Arztbesuch oder auch bei der Entscheidung für eine Operation das Risiko, einen ungeeigneten Arzt auszuwählen, durch den die eigene Gesundheit nachhaltig geschädigt werden kann. Die Frage nach dem richtigen Arzt wird rund 17.000 mal am Tag oder 6 Millionen Mal im Jahr von den Patienten gestellt. Vor dem Hintergrund der schwankenden Qualität in der Versorgung und der steigenden Nachfrage nach medizinischen Leistungen, bedingt durch den demographischen Wandel, bedarf es Transparenz und Orientierungshilfen im Gesundheitswesen, um das Recht auf eine freie Arztwahl bewusst ausüben zu können.
Eine Studie der Bertelsmann Stiftung zeigt, dass rund 91% der Menschen verständliche Qualitätsinformationen zu den Ärzten wünschen. Im stationären Bereich hat der Gesetzgeber durch §137 SGB V bereits seit 2005 dafür gesorgt, dass die Leistung über Qualitätsberichte transparent offengelegt werden muss. Im ambulanten Sektor fehlen diese gesetzlichen Bestimmungen jedoch. Neben den Empfehlungen des sozialen Umfeldes bieten Arztbewertungsportale die einzige Möglichkeit, die Wahl eines Arztes durch die subjektiven Erfahrungen anderer Patienten zu begründen. Die Subjektivität birgt Gefahren des Missbrauchs und der Verzerrung der Informationsqualität. Arztbewertungsportale müssen daher qualitativen Standards genügen, um die Verlässlichkeit der dort publizierten Inhalte zu gewährleisten.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Arztsuche ein und definiert das Forschungsziel der Arbeit, welches die Untersuchung von Arztbewertungsportalen hinsichtlich deren Qualität und Stellenwert umfasst.
2 Theoretische Grundlagen: Das Kapitel erläutert begriffliche Grundlagen zu Bewertungsportalen und diskutiert deren Relevanz im modernen Gesundheitswesen im Kontext des Web 2.0.
3 Status Quo von Arztbewertungsportalen: Hier wird die Marktentwicklung sowie die rechtliche Einordnung von Bewertungsportalen im Internet detailliert beschrieben.
4 Qualitätsbewertung von Arztbewertungsportalen: Dieses Kapitel stellt die Kriterien des ÄZQ als Qualitätsmaßstab vor und prüft zwei führende Portale exemplarisch darauf.
5 Methodisches Vorgehen: Hier wird die Durchführung der empirischen Online-Umfrage erläutert, inklusive der Zielgruppenwahl und der statistischen Vorgehensweise.
6 Empirischer Teil: Dieses Kapitel analysiert die Daten der Umfrage zu soziodemografischen Aspekten, zum Nutzungsverhalten und zur Bewertung der Qualitätskriterien.
7 Kritische Reflexion der Ergebnisse: Die Ergebnisse werden hier kritisch diskutiert, mit Hypothesen verknüpft und um konkrete Handlungsempfehlungen für Betreiber ergänzt.
8 Schlussbetrachtung: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und beantwortet die zugrunde liegenden Forschungsfragen.
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Die Arbeit untersucht, wie Arztbewertungsportale als Informationsquelle für Patienten dienen und nach welchen Qualitätsstandards sie bewertet werden können, um eine verlässliche Entscheidungshilfe darzustellen.
Die zentralen Themen umfassen die Marktdynamik von Arztportalen, die regulatorischen Qualitätsanforderungen (insbesondere des ÄZQ) sowie das empirisch erhobene Nutzungs- und Bewertungsverhalten von Patienten.
Das primäre Ziel ist es, den Stellenwert dieser Portale zu bestimmen und zu prüfen, ob die Qualitätskriterien des ÄZQ aus Sicht der Patienten als Maßstab für die Bewertung geeignet sind.
Es wurde ein quantitativer Forschungsansatz mittels einer standardisierten Online-Umfrage gewählt, an der 152 Probanden teilgenommen haben.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Markt- und Qualitätsanalyse, die deskriptive Prüfung zweier führender Portale sowie die detaillierte Auswertung der erhobenen Patientendaten.
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Arztbewertungsportale, Patientenzufriedenheit, ÄZQ-Qualitätsstandards, Online-Vergleich und digitale Gesundheitskommunikation beschreiben.
Die Analyse zeigt, dass Jameda durch eine strukturiertere Darstellung und einen umfangreicheren Prüfprozess hervorsticht, während bei Sanego Defizite in der Transparenz relevanten Angaben und bei der Missbrauchsvorsorge bestehen.
Die empirischen Ergebnisse belegen das hohe Vertrauen in persönliche Empfehlungen von Freunden und Familie, welches die Online-Bewertungen trotz ihrer wachsenden Bedeutung auf dem zweiten Platz der Informationsquellen rangieren lässt.
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