Examensarbeit, 2018
101 Seiten, Note: 1,5
1. Einleitung
2. Amerikanische Macht im Wandel der Zeit
2.1 Macht in der Weltpolitik
2.2 Amerikanische Macht im Kontext des 21. Jahrhunderts
2.3 Machtpolitik im Wandel
2.4 Internationale Rahmenbedingungen im 21. Jahrhundert
3. Soft Power nach Joseph Nye
3.1 Definition und Abgrenzung des Begriffs
3.1.1 Ressourcen der soft power
3.1.2 Dimensionen der soft power
3.1.3 Wirkungsweisen und Nachweise der soft power
3.2 Soft power und öffentliche Diplomatie
3.3 Zusammenfassung der Befunde
4. USA, soft power und Hollywood - Eine Herleitung
4.1 Die United States Information Agency (USIA)
4.2 Die Shared Values Initiatives (SVI)
5. Pentagon, Militär und Hollywood - Zusammenarbeit im Rahmen der soft power
5.1 Quellenlage
5.2 Die Central Intelligence Agency (CIA)
5.2.1 Historischer Kontext der Zusammenarbeit mit der CIA
5.2.2 Struktur der Zusammenarbeit zwischen CIA und Hollywood
5.3 Das Department of Defence (DoD)
5.3.1 Historischer Kontext der Zusammenarbeit mit dem DoD
5.3.2 Struktur der Zusammenarbeit zwischen DoD und Hollywood
6. Darstellung einzelner Kooperationen und Zusammenführung der Befunde
6.1 Top Gun (1986)
6.1.1 Historischer Kontext
6.1.2 Die Rolle des DoD im Film Top Gun (1986)
6.1.3 Gründe für die Zusammenarbeit
6.2 Black Hawk Down (2001)
6.2.1 Historischer Kontext
6.2.2 Die Rolle des Pentagon im Film Black Hawk Down (2001)
6.2.3 Gründe für die Zusammenarbeit
6.3 Transformers (2007, 2009)
6.3.1 Informationen zu den Filmen
6.3.2 Die Rolle des DoD in den Filmen
6.3.3 Gründe für die Zusammenarbeit
6.4 Ergebnisse der Analyse
6.5 Zusammenführung der Befunde
7. Schlussbetrachtung
Die Arbeit untersucht, inwieweit die Zusammenarbeit zwischen der US-Rüstungs- und Geheimdienstbürokratie (Pentagon/DoD/CIA) und der Filmindustrie Hollywoods als eine Strategie der "Soft Power" im Sinne von Joseph Nye klassifiziert werden kann. Dabei wird analysiert, ob und wie diese Kollaborationen dazu dienen, politische Ziele und das Image der USA im 21. Jahrhundert strategisch zu beeinflussen.
1. Einleitung
Im modernen Informationszeitalter werden staatliche Akteure immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt. Neue Formen der Kriegsführung, der Aufstieg nichtstaatlicher Akteuere und der Zugang zu einer Vielzahl an Informationen für jeden, der sie haben möchte, verlangen von den Regierungen oftmals schnelles und strategisches Handeln.
Die Frage die hierbei entsteht ist, inwieweit herkömmliche Strategien des Machteinsatzes überhaupt noch als zeitgemäß betrachtet werden können. Können wirtschaftliche und militärische Macht noch das leisten, was sie einst zu leisten vermochten, oder machen der vereinfachte Zugang zu Informationen, der Cyberterrorismus und das erstarken der NGOs die genannten Spielarten der Macht nur noch zu Randfaktoren?
„If I can get you to want to do what i want, then i do not have to force you to do what you do not want to do“ (Nye, 2004, S.6). Mit dieser Aussage beschreibt Joseph S. Nye sein Modell einer anderen Form der Macht, welches die Grundlage dieser Arbeit bildet. Das Modell der soft power stellt die Vermutung auf, dass neben wirtschaftlicher und militärischer Macht (hard power) auch eine weitere Komponente in das internationale politische Geschehen eintritt. So ist es nach Nye mittlerweile viel mehr von Nöten, die öffentliche Meinung und politische Ziele nicht nur durch die Verwendung alter Spielarten der Macht zu beeinflussen, vielmehr brauchen staatliche Akteure heutzutage eine dynamischere Variante, die es schafft, neue Faktoren wie nichtstaatliche Akteure in das Machtgefüge mit einzubeziehen. Die Beeinflussung der öffentlichen Meinung und der Meinung staatlicher Akteure muss demnach dem Prinzip der Anziehungskraft folgen, welche von einem Land ausgestrahlt wird.
1. Einleitung: Einführung in das Konzept der Soft Power und Formulierung der Forschungsfrage hinsichtlich der Kooperation zwischen Militär und Hollywood.
2. Amerikanische Macht im Wandel der Zeit: Theoretische Einordnung der Machtbegriffe und Analyse der veränderten Rahmenbedingungen US-amerikanischer Machtpolitik im 21. Jahrhundert.
3. Soft Power nach Joseph Nye: Akademische Definition und Strukturierung der Soft Power Theorie, inklusive Ressourcen, Dimensionen und Wirkungsweisen.
4. USA, soft power und Hollywood - Eine Herleitung: Historischer Rückblick auf die Entwicklung staatlich beeinflusster Medienstrategien in den USA von der Weltkriegen bis zur Zeit nach dem 11. September.
5. Pentagon, Militär und Hollywood - Zusammenarbeit im Rahmen der soft power: Differenzierte Betrachtung der organisatorischen Strukturen und Quellen, die die Zusammenarbeit von CIA und DoD mit der Filmindustrie steuern.
6. Darstellung einzelner Kooperationen und Zusammenführung der Befunde: Detaillierte Analyse und Fallstudien der drei ausgewählten Filmbeispiele sowie finale Zusammenführung der Ergebnisse im Kontext der Soft Power Theorie.
7. Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Ausblick auf künftige Entwicklungen im Bereich medialer Machtprojektion.
Soft Power, Hard Power, Vereinigte Staaten, Hollywood, Pentagon, Department of Defence, CIA, Öffentliche Diplomatie, Propaganda, Filmindustrie, Politische Legitimation, Rekrutierung, Medienstrategie, Informationszeitalter, Internationale Beziehungen.
Die Hausarbeit untersucht die Kooperation zwischen dem US-Militär bzw. Geheimdiensten und Hollywood-Filmemachern als Instrument der Machtausübung im 21. Jahrhundert.
Die zentrale Thematik bildet die Anwendung des Konzepts der "Soft Power" nach Joseph Nye auf die mediale Einflussnahme der US-Regierung mittels Kinofilmen.
Das Ziel ist es zu klären, ob die gezielte Unterstützung von Hollywoodfilmen durch das Pentagon ein aktives Instrument der US-Soft Power darstellt, um politische Ziele zu legitimieren oder die Rekrutierung zu verbessern.
Es erfolgt eine theoretische Einordnung mittels politikwissenschaftlicher Literatur von Joseph Nye sowie eine prozessorientierte Analyse und Fallstudien basierend auf historischen Belegen und offiziellen DoD-Richtlinien.
In den Hauptkapiteln werden die theoretischen Grundlagen der Macht, die historische Rolle von Institutionen wie der USIA und die spezifischen Strukturen des DoD/CIA in Hollywood detailliert untersucht.
Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Soft Power, öffentliche Diplomatie, militärisch-industrieller Komplex und mediale Manipulation geprägt.
Diese Filme dienen aufgrund ihrer unterschiedlichen Ausrichtung exemplarisch der Untersuchung verschiedener staatlicher Absichten (z. B. Rekrutierung bei "Top Gun", politische Legitimierung bei "Black Hawk Down" und moderne mediale Ästhetisierung bei "Transformers").
Der Autor schlussfolgert, dass die Zusammenarbeit kein zufälliges Ereignis ist, sondern eine strategische Form der unterschwelligen Manipulation, die den Theorien von Joseph Nye zur Soft Power exakt entspricht.
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