Bachelorarbeit, 2023
82 Seiten, Note: 1,4
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Methodische Vorgehensweise
2 Die Bilanzierung des Goodwills nach IFRS
2.1 Zugangsbewertung des Goodwills nach IFRS
2.1.1 Definition des Goodwills
2.1.2 Unterscheidung originärer und derivativer Goodwill
2.2 Die Folgebewertung des Goodwills nach IAS 36
2.2.1 Der Impairment Only Approach des IAS 36
2.2.2 Der Buchwert der CGU
2.2.3 Der erzielbare Betrag der CGU
2.2.4 Kritikpunkte der Anwender am Impairment Only Approach
3 Die Folgebewertung des Goodwills in Krisenzeiten
3.1 Einordnung der hohen Inflationsraten und des Ukrainekriegs in Bezug auf den Goodwill Impairment Test
3.2 Die Krisen als triggering events für den Goodwill Impairment Test
3.3 Auswirkungen der Krisen auf den Buchwert einer CGU
3.4 Auswirkungen der Krisen auf den erzielbaren Betrag einer CGU
3.4.1 Auswirkungen auf den VIU
3.4.2 Auswirkungen auf den FV LCOD
3.4.3 Auswirkungen auf den Kapitalisierungszinssatz
3.5 Auswirkungen auf die Berichterstattung zur Folgebewertung des Goodwills im Anhang
4 Fallstudie zu den Auswirkungen der Krisen auf den Goodwill Impairment Test am Beispiel der ABC AG
4.1 Vorstellung der ABC AG
4.2 Durchführung von Goodwill Impairment Tests vor dem Hintergrund der betrachteten Krisensituationen
5 Fazit
Ziel der Arbeit ist es, die Auswirkungen der hohen allgemeinen Inflationsraten sowie des Ukrainekriegs auf die Folgebewertung von Goodwill-Positionen gemäß IAS 36 zu untersuchen und an einem fiktiven Fallbeispiel zu veranschaulichen.
3.2 Die Krisen als triggering events für den Goodwill Impairment Test
Ein Impairment Test hat nach IAS 36.9 ff. mindestens einmal jährlich und zusätzlich beim Vorliegen von Indikatoren auf eine Wertminderung zu erfolgen. Zu den Vermögenswerten, die dem sog. Impairment Only Approach unterliegen, zählt nach IAS 36.10 lit. b) auch der derivative Goodwill. Der Test zielt darauf ab Überbewertungen i. S. d. IAS 36.1 festzustellen. Eine Überbewertung ist dadurch definiert, dass der Buchwert den erzielbaren Betrag eines Vermögenswerts übersteigt (vgl. IAS 36.1 i. V. m. IAS 36.8).
Der regelmäßig stattfindende Impairment Test hat, auf den Goodwill bezogen, nach IAS 36.96 das erste Mal im Jahr des erstmaligen Ansatzes auf Ebene der CGUs zu erfolgen, denen ein Teil des Goodwills zugeordnet wurde. Der Zeitpunkt des Tests ist in den Folgejahren grundsätzlich beizubehalten (vgl. IAS 36.96). Eine Verschiebung ist nur beim Vorliegen bestimmter Voraussetzungen i. S. d. IDW RS HFA Tz. 9 denkbar. Der Zeitpunkt kann sich dabei bei den verschiedenen CGUs unterscheiden (vgl. IAS 36.96) und muss zudem nicht zwingend der Abschlussstichtag sein. Über IAS 36.99 wird eine in der Praxis selten anwendbare Ausnahmeregelung gegeben, die den Verzicht auf die Durchführung eines Impairment Tests ermöglicht, sofern die kumulative Erfüllung der in IAS 36.99 genannten Kriterien vorliegt.
Für den anlassbezogenen Impairment Test gibt IAS 36.12 einen Mindestkatalog an möglichen externen und internen Informationsquellen, die auf eine Wertminderung eines Vermögenswerts hindeuten können, vor. Ein externer Indikator für einen Wertminderungsbedarf ist bspw. nach IAS 36.12 lit. c) eine Erhöhung der Marktzinssätze während der Berichtsperiode, die wahrscheinlich Auswirkungen auf den Kapitalisierungszinssatz haben, der zur Ermittlung des VIU einer CGU herangezogen wird.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die aktuelle krisenbehaftete wirtschaftliche Situation (Inflation, Ukrainekrieg) ein und stellt das Forschungsziel sowie den methodischen Aufbau der Arbeit dar.
2 Die Bilanzierung des Goodwills nach IFRS: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der Goodwill-Bilanzierung, insbesondere die Zugangsbewertung nach IFRS 3 und die Folgebewertung gemäß IAS 36 mittels Impairment Only Approach.
3 Die Folgebewertung des Goodwills in Krisenzeiten: Dieses Kapitel untersucht theoretisch, wie Inflation und Ukrainekrieg als Indikatoren für Wertminderungen („triggering events“) wirken und welche Auswirkungen diese auf die Parameter des Impairment Tests haben.
4 Fallstudie zu den Auswirkungen der Krisen auf den Goodwill Impairment Test am Beispiel der ABC AG: Anhand eines fiktiven Unternehmens wird die praktische Anwendung eines Goodwill Impairment Tests unter Berücksichtigung der untersuchten Krisenfaktoren simuliert.
5 Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und betont die unternehmensindividuelle Komplexität bei der Bewertung von Goodwill in Krisensituationen.
Goodwill, IAS 36, IFRS, Impairment Test, Inflation, Ukrainekrieg, Triggering Event, Impairment Only Approach, Cash-generating Unit (CGU), Value in Use (VIU), Fair Value less costs of disposal (FV LCOD), Kapitalkosten, Kapitalisierungszinssatz, WACC, Unternehmensbewertung.
Die Arbeit befasst sich mit der bilanziellen Behandlung von Goodwill-Positionen nach IFRS 3 und IAS 36, speziell vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Belastungen durch die hohe Inflation und den Ukrainekrieg.
Zentrale Themen sind die Bewertung von immateriellen Werten, die Durchführung des jährlichen bzw. anlassbezogenen Impairment Tests, die Ermittlung von Kapitalkosten und die Berücksichtigung makroökonomischer Einflussfaktoren.
Das Ziel ist es, die theoretischen Einflüsse von Inflation und Ukrainekrieg auf die Werthaltigkeitstest-Komponenten (Buchwert und erzielbarer Betrag) aufzuzeigen und praktisch in einer Fallstudie anzuwenden.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Auswertung relevanter Fachliteratur zu IFRS-Standards und bewertungspraktischen Richtlinien sowie der Ausarbeitung einer selbsterstellten Fallstudie.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Impairment-Systematik, die Analyse der Kriseneinflüsse auf diese Systematik und eine detaillierte Fallstudie zu einer fiktiven AG.
Wichtige Begriffe sind Goodwill, IAS 36, Impairment Test, Inflation, Ukrainekrieg und Kapitalisierungszinssatz.
Der "Shielding Effect" beschreibt das Phänomen, dass ein deutlich höherer erzielbarer Betrag im Vergleich zum Buchwert eine außerplanmäßige Goodwill-Abschreibung vorübergehend verhindern kann, auch wenn Kriseneinflüsse die Ergebnisse belasten.
Die Komplexität ergibt sich daraus, dass Unternehmen bei Krisen kurzfristig integrierte Planungen anpassen müssen („triggering events“), was zeitverzögernd ist und hohe Anforderungen an das interne Berichtswesen und die Objektivität der Annahmen stellt.
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