Masterarbeit, 2020
131 Seiten, Note: 1,0
1 EINLEITUNG UND MOTIVATION
1.1 DIGITATION, DIGITALISATION, DIGITALE TRANSFORMATION - EINE BEGRIFFSBESTIMMUNG
1.2 STRATEGISCHE GRUNDRICHTUNGEN DER DIGITALISIERUNG
1.3 POTENZIALE DER DIGITALISIERUNG
1.4 STATUS QUO DER DIGITALISIERUNG IN KRANKENHÄUSERN
1.5 ERKLÄRUNGSANSÄTZE VON HIT-IMPLEMENTIERUNGEN IN KRANKENHÄUSERN — STAND DER FORSCHUNG
1.6 FORSCHUNGSBEDARF UND -FRAGEN
1.7 WEITERE VORGEHENSWEISE DER ARBEIT
2 THEORETISCHER HINTERGRUND UND KONZEPTUALISIERUNG DES FORSCHUNGSMODELLS
2.1 DAS KLASSISCHE PFADABHÄNGIGKEITSKONZEPT
2.2 PFADABHÄNGIGKEIT AUS ORGANISATIONSTHEORETISCHER PERSPEKTIVE
2.3 PFADKREATION
2.4 PFADKONSTITUTION
2.5 PFADABHÄNGIGKEIT UND PFADKREATION AUS EINER STRUKTURATIONSTHEORETISCHEN PERSPEKTIVE
2.6 PFADKONSTITUTION IM KONTEXT ORGANISATORISCHER TRÄGHEIT
2.7 HYPOTHESENMODELL
3 METHODE
3.1 FORSCHUNGSDESIGN
3.2 UNTERSUCHUNGSEINHEIT
3.3 KONZEPTUALISIERUNG UND OPERATIONALISIERUNG DER ITEMS
3.4 AUFBAU UND DESIGN DES FRAGEBOGENS
3.5 DATENZUGANG UND -ERHEBUNG
3.6 RÜCKLÄUFE UND ENTSCHEIDUNGEN FÜR DAS WEITERE VORGEHEN
3.7 STICHPROBE
3.8 DATENANALYSE
3.8.1 Datenaggregation
3.8.2 Konfirmatorische Faktorenanalyse
3.8.3 Strukturgleichungsmodell
4 ERGEBNISSE
4.1 ÜBERPRÜFUNG DER ÜBEREINSTIMMUNG INNERHALB DER TOP-MANAGEMENT-TEAMS
4.2 ERGEBNISSE DER DATENAGGREGATION
4.3 ERGEBNISSE DER SUB-SCORES DES WORKFLOW COMPOSITE SCORES
4.4 ERGEBNISSE DER KONFIRMATORISCHEN FAKTORENANALYSE
4.5 ERGEBNISSE DES NON-REKURSIVEN STRUKTURGLEICHUNGSMODELLS
5 DISKUSSION
5.1 ZUSAMMENFASSUNG UND INTERPRETATION
5.2 ERKLÄRUNG DER GERINGEN ÜBEREINSTIMMUNGSWERTE INNERHALB DER TOP-MANAGEMENT-TEAMS
5.3 PRAKTISCHE IMPLIKATIONEN
5.4 LIMITATIONEN
5.5 DISKUSSION DER METHODIK
5.6 METHODISCHE HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN FÜR ZUKÜNFTIGE FORSCHUNGSARBEITEN
5.7 FAZIT UND AUSBLICK
Ziel der Arbeit ist die Konzeption und empirische Validierung eines theoriegeleiteten Modells zur Erklärung von Health Information Technology (HIT)-Implementierungserfolgen in Krankenhäusern, wobei insbesondere die Rolle von Pfaddynamiken (Pfadabhängigkeit und Pfadkreation) im Kontext der Krankenhausstrategie untersucht wird.
1 Einleitung und Motivation
„The implementation of an information system in clinical practice is not a linear process with a defined starting point, clearly delineated goals, and readily identifiable stages. By most accounts, the implementation of the system was a failure (although the system is still in place). [...] The outcome was [...] the result of a series of events and contingencies that were not planned for or whose impact was not anticipated.“
Aarts et al. (2004) (1)
„This [...] implementation plan succeeded by leaving as little as possible to chance.“ Smith (2003) (2)
Mit diesen beiden Zitaten aus zwei unterschiedlichen Fallstudien soll die vorliegende Arbeit eingeleitet werden. Sie geben einen ersten Einblick in die Frage, wie sich Auswirkungen in der Verwendung von Gesundheitsinformationstechnologien in Krankenhäusern erklären lassen. Können die Effekte auf ein bewusstes Planen strategisch agierender Krankenhausakteure zurückgeführt werden? Sind sie auch das Ergebnis zufälliger Entwicklungen, die sich jeder strategischen Gestaltung entziehen? Lassen sich diese Gegensätze womöglich in ein umfassendes Modell zur Erklärung von HIT-Implementierungen in Krankenhäusern überführen?
1 Einleitung und Motivation: Dieses Kapitel motiviert die Arbeit durch das Problem linearer, oft scheiternder HIT-Implementierungen und führt die Forschungsfragen sowie das Ziel der Arbeit ein.
2 Theoretischer Hintergrund und Konzeptualisierung des Forschungsmodells: Hier werden die Konzepte der Pfadabhängigkeit, Pfadkreation und Pfadkonstitution sowie die Strukturationstheorie theoretisch fundiert und in ein hypothesengesteuertes Modell überführt.
3 Methode: Dieser Abschnitt beschreibt das quasi-experimentelle Forschungsdesign mit webbasierten Fragebögen an Top-Management-Teams und die Anwendung der Strukturgleichungsmodellierung sowie der konfirmatorischen Faktorenanalyse zur Modellvalidierung.
4 Ergebnisse: Die Ergebnisse präsentieren die empirische Überprüfung der Hypothesen, die Modellgüte des SGM sowie die spezifischen Zusammenhänge zwischen Struktur, Handeln, Pfadkreation und IT-Performance.
5 Diskussion: Dieses Kapitel interpretiert die Ergebnisse, reflektiert über die geringe Übereinstimmung innerhalb der Management-Teams, leitet praktische Implikationen für Krankenhäuser ab und benennt Limitationen sowie zukünftige Forschungsnotwendigkeiten.
Digitalisierung, Krankenhaus, Health Information Technology (HIT), Pfadabhängigkeit, Pfadkreation, Pfadkonstitution, Strukturationstheorie, IT-Performance, Top-Management-Team, Implementierungsforschung, Strukturgleichungsmodell, Organisationsentwicklung, Krankenhausstrategie
Die Arbeit untersucht, warum HIT-Implementierungsprozesse in Krankenhäusern unterschiedlich erfolgreich verlaufen und entwickelt hierfür ein Erklärungsmodell auf Basis der Pfadkonstitutionstheorie.
Im Mittelpunkt stehen die gegenseitigen Abhängigkeiten zwischen strategischer Krankenhausführung, der Digitalisierung technischer Prozesse und der organisationalen Trägheit bzw. Anpassungsfähigkeit.
Ziel ist die Konzeption und empirische Validierung eines umfassenden Erklärungsmodells, das aufzeigt, wie Akteure durch bewusstes oder unbewusstes Handeln digitale Entwicklungspfade in Kliniken steuern oder behindern.
Die Arbeit nutzt ein quantitatives Querschnittsdesign mit webbasierten Fragebögen, die an Top-Management-Teams (TMTs) deutscher Krankenhäuser gerichtet wurden, kombiniert mit einer komplexen statistischen Auswertung mittels Strukturgleichungsmodellen.
Der Hauptteil erstreckt sich von der theoretischen Herleitung der Pfadkonstitutionstheorie im organisatorischen Kontext über die detaillierte Beschreibung der empirischen Datenerhebung bis hin zur statistischen Auswertung und Interpretation der Studienergebnisse.
Schlüsselbegriffe sind Pfadabhängigkeit, Pfadkreation, HIT-Implementierungserfolg, strategische IT-Performance, TMT-Übereinstimmung und Strukturationstheorie.
Die Theorie ermöglicht es, Digitalisierung nicht als statisches Projekt, sondern als dynamischen Prozess zu verstehen, der sowohl historisch gewachsene Strukturen als auch neue strategische Intentionen von Führungskräften integriert.
Das Fazit betont, dass Digitalisierung im Krankenhaus kein Zufallsprodukt sein darf, sondern eine bewusste strategische Planung und Koordination der unterschiedlichen Professionen im Top-Management erfordert.
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