Examensarbeit, 2021
49 Seiten, Note: 1,0
Didaktik für das Fach Deutsch - Literaturgeschichte, Epochen
1. LEHR- UND LERNVORAUSSETZUNGEN
1.1 RAHMENBEDINGUNGEN DER UNTERRICHTSSTUNDE
1.2 ANALYSE DER LERNGRUPPE
2. DIE SEQUENZPLANUNG
2.1 EINORDNUNG IN DEN RAHMENLEHRPLAN UND IN DAS SCHIC
2.2 ANGESTREBTE KOMPETENZENTWICKLUNG
3. DIDAKTISCH-METHODISCHES KONZEPT DER UNTERRICHTSSTUNDE
3.1 ZIELE DER UNTERRICHTSSTUNDE
3.2 DIDAKTISCHE SCHWERPUNKTSETZUNG
3.3 DIDAKTISCH-METHODISCHE ENTSCHEIDUNGEN
4. ABSCHLIEßENDE BEMERKUNGEN
5. TABELLARISCHER UNTERRICHTSVERLAUF
Die Arbeit fokussiert sich auf die Planung einer Unterrichtseinheit zum Weltendemotiv in der expressionistischen Lyrik, mit dem Ziel, die Lernenden durch produktionsorientierte Methoden – konkret ein Videoprojekt zum Gedicht „Weltende“ von Jakob van Hoddis – zur tieferen Auseinandersetzung mit literarischen Texten und medialen Gestaltungsmitteln zu befähigen.
3.2 Didaktische Schwerpunktsetzung
Der didaktische Schwerpunkt der gezeigten Stunde liegt auf der Produktionsorientierung. Die SuS nähern sich dem Text („Weltende“ von Jakob van Hoddis) und der darin ausgedrückten Stimmung, die gleichzeitig die Einstellung des Dichters zur gesellschaftlichen Massenhysterie kurz vor der angeblichen Zerstörung der Erde durch den Halleyschen Kometen wiederspiegelt, indem sie einen ersten Entwurf (Kurzexposé) zur filmischen Umsetzungsidee des Gedichts (Poetry-Film) erstellen. Der Text wird im Sinne des „handlungs- und produktionsorientierte[n] Umgang[s]“ in eine „andere Aussageform[…] und Situation[…] hinein übersetz[t]“.
Anders als in den anderen Fachdidaktiken bedeutet Produktionsorientierung im Fach Deutsch „produktive Reaktion der SuS auf einen literarischen Text“. Handlungs- und produktionsorientierter Lese- und Literaturunterricht ist ein neuerer Ansatz, „der seinen Mittelpunkt in einer Didaktik der impliziten Analyse, d. h. der grundsätzlich sinnenhaft vermittelten, im produktiven Tun erfahrenen und allerdings erst daraus herauswachsend, der kognitiv reflektierten Erkenntnis besitzt.“
Die produktiven Verfahren im Literaturunterricht erlauben eine Verknüpfung kognitiver und emotionaler Verarbeitungsweisen, von denen man wisse, dass sie „die fruchtbarsten Kernergebnisse“ lieferten. Davon profitieren insbesondere die „langsamen Lerner“ und die Lernenden, denen die klassische objektivierende Textanalyse und -interpretation (mit Texten und Medien umgehen: literarische Texte erschließen) schwerfällt, was auf die meisten SuS des Kurses 11c zutrifft. Außerdem dient „handlungs- und produktionsorientierter Unterricht […] dem besseren Verständnis eines literarischen Textes“. Damit fördert der ausgewählte didaktische Schwerpunkt auch den Kompetenzschwerpunkt „Textverständnis sichern“ (Kompetenzbereich „Lesen“) und wird insgesamt den auf den Seiten 9 bis 10 des vorliegenden Entwurfes formulierten Überlegungen gerecht.
1. LEHR- UND LERNVORAUSSETZUNGEN: Analyse der äußeren Rahmenbedingungen sowie der Lernvoraussetzungen der Lerngruppe, inklusive einer Kompetenzanalyse und des Sozialverhaltens.
2. DIE SEQUENZPLANUNG: Einordnung der Unterrichtssequenz in den Rahmenlehrplan sowie Darstellung der angestrebten Kompetenzentwicklung in einer Übersichtstabelle.
3. DIDAKTISCH-METHODISCHES KONZEPT DER UNTERRICHTSSTUNDE: Detaillierte Ausarbeitung der Lernziele, der produktionsorientierten Schwerpunktsetzung und der methodischen Entscheidungen für den Unterrichtsverlauf.
4. ABSCHLIEßENDE BEMERKUNGEN: Reflexion über die Umsetzbarkeit der Sequenz im Kontext von Präsenz- und Online-Unterricht sowie organisatorische Hygienevorgaben.
5. TABELLARISCHER UNTERRICHTSVERLAUF: Chronologische Übersicht der geplanten Zeitphasen, Lehrer- und Schüleraktivitäten sowie der eingesetzten Methoden und Medien.
Expressionismus, Weltendemotiv, Jakob van Hoddis, Produktionsorientierung, Poetry-Film, Literaturunterricht, Medienkompetenz, Videoprojekt, Binnendifferenzierung, Kompetenzentwicklung, Filmanalyse, Deutschunterricht, Gymnasium, Unterrichtsplanung, Oberstufe
Die Arbeit präsentiert eine schriftliche Unterrichtsplanung für eine Prüfungsersatzleistung, die sich dem Weltendemotiv in der expressionistischen Lyrik widmet.
Im Zentrum stehen die expressionistische Lyrik, insbesondere das Gedicht „Weltende“ von Jakob van Hoddis, sowie die Verknüpfung von Literaturunterricht mit produktiven, filmischen Gestaltungsformen.
Das Hauptziel ist die Planung einer Unterrichtseinheit, die Schülerinnen und Schüler durch handlungsorientierte Projekte zur eigenständigen Analyse und Interpretation literarischer Texte führt.
Die Arbeit basiert auf dem Ansatz des handlungs- und produktionsorientierten Literaturunterrichts, der kognitive und emotionale Verarbeitungsprozesse bei der Texterschließung miteinander verbindet.
Der Hauptteil umfasst sowohl die theoretische Fundierung (Lernvoraussetzungen, Kompetenzanalyse) als auch die praktische Sequenz- und Verlaufsplanung eines Videoprojekts.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Produktionsorientierung, Poetry-Film, expressionistische Lyrik, Medienbildung und individuelle Förderung.
Das Gedicht „Weltende“ dient aufgrund seiner literaturgeschichtlichen Bedeutung, seiner strukturellen Neuartigkeit und der verständlichen Sprache als idealer Ausgangspunkt für eine kreative filmische Auseinandersetzung.
Sie ermöglicht den Lernenden, das Gedicht durch die Übersetzung in ein audiovisuelles Medium (Poetry-Film) sinnlich und affektiv zu erschließen, wodurch das Textverständnis vertieft wird.
Durch Binnendifferenzierung und die Bildung leistungsheterogener Dreier-Gruppen wird sichergestellt, dass sowohl leistungsstärkere Schüler als Teamteacher fungieren als auch leistungsschwächere Unterstützung erhalten.
Der Trailer zum Film „Greenland“ dient als Brückenbauelement, um Lebensweltbezug herzustellen, Motivation zu wecken und eine visuelle Grundlage für die emotionale Einstimmung auf das Thema zu bieten.
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