Bachelorarbeit, 2023
68 Seiten, Note: 2,0
Zusammenfassung
1. Einführung
2. Theoretischer Hintergrund
2.1 Konstrukte
2.1.1 Achtsamkeit
2.1.2 Soziale Kompetenz
2.1.3 Unterskalen der sozialen Kompetenz nach Kanning (2009)
2.1.3.1 Soziale Orientierung
2.1.3.2 Offensivität
2.1.3.3 Selbststeuerung
2.1.3.4 Reflexibilität
2.2 Verwandte Konstrukte
2.2.1 Selbstreflexion
2.2.2 Selbstbewusstsein
2.2.3 Selbstbild
2.2.4 Selbstwert
2.2.5 Selbstvertrauen
2.3 Zusammenhang zwischen den Konstrukten
2.4 Kurzzusammenfassung der Zusammenhänge zwischen der sozialen Kompetenz, der Achtsamkeit und der vorliegenden Forschungsarbeit
2.5 Hypothesen
3. Methode
3.1 Stichprobenbeschreibung
3.2 Material
3.3 Operationalisierung
3.4 Ablauf
4. Ergebnisse
4.1 Deskriptive Statistik
4.1.1 Univariate Statistik
4.1.2 Bivariate Statistik
4.2 Interferenzstatistik
5. Explorative Forschung
6. Diskussion
6.1 Interpretation der Ergebnisse
6.2 Kritische Reflexion der Untersuchung
6.2.1 Hauptgütekriterien
6.2.1.1 Objektivität
6.2.1.2 Reliabilität
6.2.1.3 Validität
6.2.2 Nebengütekriterien
6.2.2.1 Testfairness
6.2.2.2 Testökonomie
6.2.2.3 Nützlichkeit
6.2.2.4 Unverfälschbarkeit
6.2.2.5 Zumutbarkeit
6.2.2.6 Normierung
6.3 Anregungen für weitere Studien
Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen Achtsamkeit und der sozialen Kompetenz bei Studierenden des Zweifachbachelors an der Universität Koblenz-Landau, wobei auch die Rolle der Konstrukte Selbstwert, Selbstbewusstsein, Selbstvertrauen, Selbstbild und Selbstreflexion analysiert wird.
Achtsamkeit
Der Begriff der Achtsamkeit kann, je nachdem, in welchem Zusammenhang dieser verwendet wird, verschieden ausgelegt werden. In der vorliegenden Arbeit wird die klinische Definition des Begriffs herangezogen. Demnach ist Achtsamkeit eine Variante der erlernbaren und trainierbaren Fähigkeit der Aufmerksamkeitslenkung (Knuf & Hammer, 2013).
Dabei steht das bewusste, absichtsvolle und nichtwertende Erleben aktueller Augenblicke im Vordergrund (Heidenreich et al., 2006). Mit dem Erleben ist gemeint, dass „(…) alle Wahrnehmungen, Gedanken, Gefühle und Körperempfindungen in (…)“ (Knuf & Hammer, 2013, S. 19) einem aktuellen Augenblick bewusst erfahren werden und sich demnach die Aufmerksamkeit nur auf diesen Prozess richtet. Weiterhin soll diese Art der Aufmerksamkeitslenkung wiederholt – und damit absichtsvoll – vorkommen.
Die wahrgenommenen Augenblicke werden in der Regel unbewusst in beispielsweise ‚gut‘ oder ‚schlecht‘ kategorisiert. Achtsamkeit soll jedoch eine nichtwertende Haltung fördern, um erfahrene Momente nicht direkt zu bewerten. Eine Person soll kurz innehalten und sich bewusst darüber werden, dass sie gerade automatisch kategorisiert, anstatt den Augenblick lediglich zu erfahren. Demnach soll Achtsamkeit die affektive Reaktivität verringern und so stressreduzierend wirken. Etwas weiter geht dabei die akzeptierende Haltung, bei welcher der Augenblick einfach so angenommen wird (Bishop et al., 2004; Güroff, 2016; Keng et al., 2011; Knuf & Hammer, 2013).
1. Einführung: Hinführung zum Thema Achtsamkeit im Zusammenhang mit der sozialen Kompetenz und Definition der relevanten psychologischen Konstrukte.
2. Theoretischer Hintergrund: Detaillierte theoretische Fundierung der Begriffe Achtsamkeit, soziale Kompetenz sowie verwandter Konzepte wie Selbstreflexion und Selbstwert.
3. Methode: Beschreibung der Stichprobe, des Designs der Onlinebefragung, der verwendeten Instrumente und der gewählten statistischen Verfahren.
4. Ergebnisse: Darstellung der deskriptiven Daten sowie der inferenzstatistischen Analysen zur Überprüfung der aufgestellten Hypothesen.
5. Explorative Forschung: Vertiefende Korrelations- und Regressionsanalysen zur Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Achtsamkeit und sozialer Kompetenz.
6. Diskussion: Interpretation der Ergebnisse und kritische Reflexion der Untersuchung unter Berücksichtigung der Gütekriterien sowie Ausblick auf zukünftige Studien.
Achtsamkeit, Soziale Kompetenz, Selbstwert, Selbstbewusstsein, Selbstreflexion, Selbstvertrauen, Durchsetzungsfähigkeit, Psychologie, Fragebogen, Korrelationsanalyse, SPSS, Stressreduktion, Soziale Interaktion, Lebenszufriedenheit, Forschungsstudie.
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der persönlichen Achtsamkeit und der Ausprägung sozialer Kompetenz bei Studierenden.
Im Zentrum stehen die Konzepte der Achtsamkeit, sozialen Kompetenz, Selbstreflexion, Selbstwertgefühl und die Frage, wie diese Faktoren in sozialen Situationen interagieren.
Es wird geprüft, inwieweit eine achtsame Haltung einen direkten Einfluss auf die soziale Kompetenz und die Durchsetzungsfähigkeit von Individuen hat.
Die Studie nutzt standardisierte Fragebögen (FFA, ISK-K) zur Datenerhebung und führt t-Tests, Chi-Quadrat-Tests, Korrelations- sowie Regressionsanalysen durch.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Herleitung der Konstrukte, die Beschreibung der methodischen Durchführung der Online-Befragung sowie die detaillierte Präsentation und Diskussion der statistischen Testergebnisse.
Die Arbeit ist insbesondere durch die Kombination von Achtsamkeitsforschung mit Konzepten der sozialen Kompetenz und Persönlichkeitspsychologie bei Studierenden charakterisiert.
Die Kurzversion wurde aus ökonomischen Gründen gewählt, um die Länge des Fragebogens in einem akzeptablen Rahmen zu halten und die Abbruchquote der Teilnehmenden gering zu halten.
Die Durchsetzungsfähigkeit dient als abhängige Variable, um zu testen, ob achtsamere Studierende eher respektvoll Forderungen ablehnen können, was als Indikator für soziale Kompetenz betrachtet wird.
Die zweite Hypothese konnte nicht bestätigt werden; statistisch ließ sich kein signifikanter Zusammenhang zwischen dem Achtsamkeitslevel und der Durchsetzungsfähigkeit bei der Ablehnung einer Aufforderung nachweisen.
Während das Geschlecht in der Regressionsanalyse keine signifikante Rolle spielte, zeigte sich, dass das Alter einen signifikanten, wenn auch geringeren, prädiktiven Effekt auf die soziale Kompetenz hat als die Achtsamkeit.
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