Bachelorarbeit, 2023
49 Seiten, Note: 1,70
1. Einleitung
2. Zentrale Konstrukte und Theorien
2.1 Lebenswelt berufsbegleitend Studierender
2.2 Lernen Erwachsener
2.2.1 Konstruktivismus als Lerntheorie
2.2.2 Formales und informelles Lernen
2.2.3 Hybride Lehre
2.3 Motivation
2.3.1 Bedürfnispyramide nach Maslow
2.3.2 Selbstbestimmungstheorie nach Deci und Ryan
2.3.3 Kritik
2.3.4 Soziale Eingebundenheit als zentraler Bestandteil von Motivation
3. Empirische Forschung
3.1 Forschungsthema und Forschungsproblem
3.2 Forschungsstand
3.3 Untersuchungsdesign
3.4 Operationalisierung
3.5 Stichprobenziehung
3.6 Datenerhebung
3.7 Datenaufbereitung
3.8 Ergebnisse
3.8.1 Präsentation
3.8.2 Interpretation
3.10 Diskussion
4. Fazit
Die Arbeit untersucht im Rahmen einer empirisch-quantitativen Studie, inwieweit das hybride Lehrformat zur Erfüllung psychologischer Grundbedürfnisse bei berufsbegleitend Studierenden beiträgt und somit eine zukunftsfähige Alternative zu rein digitalen oder reinen Präsenzangeboten darstellen kann.
2.2.1 Konstruktivismus als Lerntheorie
„Wissen kann nicht übertragen werden; es muss im Gehirn eines jeden Lernenden neu geschaffen werden“ (Roth 2003, S. 20)
Dieses Zitat von Roth zeigt in einem einzigen Satz den Kern des Konstruktivismus auf. Innerhalb der konstruktivistischen Lerntheorie geht man nämlich davon aus, dass Erwachsene sich ihr eigenes Wissen und Verständnis selbst konstruieren. Dabei ist vor allem die Subjektorientierung hervorzuheben, da Erwachsene nicht belehrt werden können, sondern neues, relevantes Wissen in ihre bereits bestehenden, individuellen Erfahrungen und Wissensbestände integrieren (vgl. Siebert 2009, S. 30). Für das neu Gelernte werden somit Anknüpfungspunkte ermittelt und der Wissensbestand ergänzt, wobei auch Fehler oder Herausforderungen als wichtiger Bestandteil dieses Prozesses gesehen werden. Dies geschieht durch Reflexion und kritisches Denken, was zu einem tiefen Verständnis der neuen Informationen führt (vgl. ebd.). Somit wird das Lernen als ein aktiver Prozess verstanden, Wissen wird einem Menschen nicht zugefügt, sondern individuell und aktiv gestaltet. Jeder Mensch kreiert sich seine eigene Wirklichkeit, seinen Bezugsrahmen. Im Zuge der konstruktivistischen Sichtweise wird gerade diese Heterogenität der Gesellschaft und deren zunehmende Individualisierung gleichermaßen abgebildet, wobei der soziale Konstruktivismus betont, dass die Gemeinschaft nötig ist, um miteinander und voneinander lernen zu können (vgl. ebd.). Als besonders zentral wird hier die Auseinandersetzung mit anderen angesehen, da laut Forschungsergebnissen die Konstruktionsprozesse am wirkungsvollsten angestoßen werden, wenn sie im Austausch entstehen (vgl. Gudjons 2016, S. 236). Durch diesen verbalen Austausch kann jedes Individuum seine eigenen Ansichten mitteilen und mit denen der Gesprächspartner:innen vergleichen und daraus ggf. neues Wissen generieren. Inwiefern Wissen erwachsene Lernende erreichen kann, ob nun explizit oder implizit, erschließt sich durch die Betrachtung des formalen und informellen Lernens.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die durch die Pandemie beschleunigte Digitalisierung und stellt die Relevanz der hybriden Lehre für die spezifische Zielgruppe der berufsbegleitend Studierenden dar.
2. Zentrale Konstrukte und Theorien: Dieses Kapitel definiert die Lebenswelt berufsbegleitender Studierender, erläutert konstruktivistische Lerntheorien und analysiert Motivationstheorien, insbesondere die Bedeutung sozialer Eingebundenheit.
3. Empirische Forschung: Hier wird das Untersuchungsdesign der quantitativen Befragung dargelegt, die Stichprobe beschrieben und die Durchführung der Datenerhebung sowie deren Auswertung mit den Ergebnissen präsentiert.
4. Fazit: Das Fazit führt die Ergebnisse zusammen, diskutiert die Eignung der hybriden Lehre zur Bedürfnisbefriedigung und gibt Ausblicke für die Gestaltung akademischer Lehre.
Hybride Lehre, Berufsbegleitendes Studium, Selbstbestimmungstheorie, Motivation, Soziale Eingebundenheit, Konstruktivismus, Erwachsenenbildung, Lerntheorie, Wohlbefinden, Kompetenzerleben, Autonomie, Empirische Forschung, Digitalisierung, Hochschullehre, Studierendenmotivation.
Die Arbeit untersucht, welchen Beitrag hybride Lehrformate zur Erfüllung psychologischer Grundbedürfnisse bei berufsbegleitend Studierenden leisten können.
Die Arbeit verknüpft motivationstheoretische und konstruktivistische Grundlagen des Lernens Erwachsener mit den spezifischen Anforderungen berufsbegleitender Studienmodelle.
Das Ziel ist es, mittels empirischer Daten zu prüfen, ob hybride Lehre die in der Pandemie identifizierten Defizite, wie den Mangel an sozialer Eingebundenheit, ausgleichen und die Motivation sowie das Wohlbefinden steigern kann.
Es wurde ein vorwiegend quantitatives Vorgehen gewählt, basierend auf einem strukturierten Online-Fragebogen, der sowohl skalierte als auch offene Fragen enthält.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Aufarbeitung der Motivations- und Lerntheorien sowie eine detaillierte quantitative Analyse der durchgeführten Befragung.
Zentrale Begriffe sind hybride Lehre, Selbstbestimmungstheorie, Motivation, soziale Eingebundenheit und berufsbegleitendes Studium.
Ja, die Ergebnisse zeigen, dass hybride Formate den Mangel an direktem Austausch, der während der reinen digitalen Lehre auftrat, erfolgreich abfedern können.
Interessanterweise zeigt die Studie, dass das Autonomieerleben bei berufsbegleitend Studierenden durch hybride Lehre kaum gesteigert wird, was möglicherweise an der starren Struktur berufsbegleitender Programme liegt.
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