Bachelorarbeit, 2017
68 Seiten, Note: 1,7
1. Problemstellung
2. Aktueller Stand des Handelscontrollings
3. Konzeptionelle Grundlagen des Handelscontrollings
3.1 Aufgaben, Anforderungen, Ziele
3.1.1 Aufgaben und Ziele des Controllings im Handel
3.1.2 Ansätze eines wachstumsorientierten Controllings
3.2 Besonderheiten im stationären Einzelhandel
4. Kennzahlen zur Steuerung im Einzelhandel
4.1 Funktionen und Ziele
4.2 Analyse der Ist-Situation am Praxisbeispiel
4.2.1 Umgang mit Kennzahlen
4.2.2 Schwachstellen und Verbesserungspotenziale
4.2.3 Optimierung der Situation
4.3 Der Onlinehandel: Chancen & Risiken
4.4 Entwicklung einer Balanced Scorecard
5. Fazit
Diese Arbeit untersucht die Rolle, Herausforderungen und notwendigen Anpassungen des Controllings im stationären Einzelhandel, um angesichts des wachsenden Wettbewerbsdrucks durch den Onlinehandel die Zukunftsfähigkeit und Profitabilität am Praxisbeispiel MediaMarkt Musterstadt zu gewährleisten.
1. Problemstellung
Auf dem deutschen Markt sind derzeit 340.674 (Stand: 2017) im Einzelhandel tätige Unternehmen verschiedenster Art und Struktur vertreten. Der sehr groß erscheinende Wert täuscht leicht darüber hinweg, dass zehn Jahre zuvor im Jahr 2007 noch über 400.000 Einzelhandelsunternehmen in Deutschland am Markt aktiv waren. Diese kontinuierlich sinkende Zahl wirft die Frage auf, wo die Ursachen hierfür liegen, von welcher Relevanz das Controlling im Einzelhandel geprägt ist und welche Aufgaben und Herausforderungen der Controller in einem Handelsunternehmen bewältigen muss, um den nachhaltigen Erfolg des Unternehmens zu gewährleisten. Diese und weitere Kernfragen des Controllings im stationären Einzelhandel werden im Laufe der vorliegenden Abschlussarbeit am Praxisbeispiel MediaMarkt Musterstadt beantwortet.
Die Situation des Handels in Deutschland wird seit Jahren geprägt von einem enormem Wettbewerbsdruck – unter anderem verdeutlicht durch die sinkende Zahl der Unternehmen im Einzelhandel – und oftmals stagnierenden Umsätzen bei gleichzeitig steigenden Kosten für Personal, notwendigen Ausstattungen des Unternehmens und kostenintensiven Verkaufsflächen. Einhergehend mit häufig auftretenden strukturellen Problemen des Einzelhandels stellt dies Handelsunternehmen vor vielschichtiger und komplexer werdende Herausforderungen, wodurch sich der Anspruch an eine kompetente und effektive Steuerung der stetig spezialisierter werdenden Unternehmensstrukturen erhöht und somit das Controlling eine herausragende Bedeutung als Instrument der Unternehmensführung erlangt.
Das Handelscontrolling steht vor diversen Herausforderungen, um am Markt erfolgreich agieren zu können. Der Druck, den Einzelhändler im Wettbewerb bewältigen müssen, resultiert unter anderem aus einem jederzeit gegenwärtigen nötigen Anpassungsbedarf und der damit verbundenen notwendigen Flexibilität, sich an veränderte Marktbedingungen schnell anpassen zu können, um mit der Umstellungsflexibilität der direkten Konkurrenz gleichauf zu sein. Dies zeigt sich beispielsweise in der benötigten zeitnahen Anpassung an ein sich ständig neu definierendes Kundenverlangen, das zu jeder Zeit erfüllt werden sollte, um die Fluktuation möglichst gering zu halten.
1. Problemstellung: Dieses Kapitel thematisiert den zunehmenden Wettbewerbsdruck und die sinkende Anzahl an Einzelhandelsunternehmen, was die gesteigerte Relevanz des Handelscontrollings für eine effektive Unternehmenssteuerung unterstreicht.
2. Aktueller Stand des Handelscontrollings: Es wird die historische Entwicklung und die heutige Bedeutung des Controllings als Instrument zur Informationsbereitstellung und Koordination zwischen Zentrale und Filiale beleuchtet.
3. Konzeptionelle Grundlagen des Handelscontrollings: Dieses Kapitel definiert Aufgaben, Ziele und verschiedene Controllingansätze, wie etwa das Sortiments- oder Personalcontrolling, und geht detailliert auf die Besonderheiten des stationären Einzelhandels ein.
4. Kennzahlen zur Steuerung im Einzelhandel: Der Hauptteil analysiert die Funktionen von Kennzahlen zur Steuerung, führt ein praxisorientiertes Anreizsystem basierend auf Kennzahlen am Beispiel MediaMarkt ein und diskutiert Chancen, Risiken sowie Optimierungsmöglichkeiten mittels einer Balanced Scorecard.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Untersuchung zusammen und bestätigt die Notwendigkeit eines flexiblen, zukunftsorientierten Controllings, das durch geschickte Verknüpfung von Online- und Offline-Strategien Wettbewerbsvorteile sichert.
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Ziel ist es, die Herausforderungen des stationären Einzelhandels zu analysieren und aufzuzeigen, wie ein effektives, wachstumsorientiertes Controlling zur nachhaltigen Existenzsicherung und Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit beitragen kann.
Die Arbeit fokussiert sich auf das Handelscontrolling, die Steuerung mittels Kennzahlen, die Bedeutung von Kunden- und Mitarbeiterorientierung sowie die Integration digitaler Strategien im stationären Handel.
Die Arbeit kombiniert eine praxisnahe Fallstudienanalyse am Beispiel der MediaMarkt Musterstadt GmbH mit einer Literaturauswertung und der Eigenauswertung einer empirischen Kundenumfrage.
Die Hauptaufgaben umfassen die Bereitstellung entscheidungsrelevanter Daten, die Unterstützung der Führung bei Planung und Kontrolle sowie die Koordination komplexer Prozesse zwischen Zentrale und einzelnen Filialen.
Kennzahlen fungieren als essenzielle Steuerungsinstrumente, um die Unternehmensleistung messbar zu machen, Abweichungen zu identifizieren und durch ein kombiniertes Anreizsystem die Mitarbeiterperformance zielgerichtet zu fördern.
Die Struktur zeichnet sich durch eine eigenständige GmbH-Rechtsform je Markt aus, die zwar eine gewisse lokale Flexibilität bietet, jedoch zunehmend durch zentrale Vorgaben der Dachgesellschaft gesteuert und logistisch via Hub-and-Spoke-System versorgt wird.
Das neue System verzichtet auf eine "Deckelung" bei Zielerreichung, wodurch bei Übererfüllung der 100%-Marke kontinuierliche Anreize für das Personal bestehen bleiben, was wachstumsfördernd wirkt.
Aufgrund der hohen Kapitalbindung im Lager ist die effiziente Steuerung der Lagerumschlagsdauer in enger Verknüpfung zum Sortimentscontrolling kritisch, um sowohl Verfügbarkeit zu garantieren als auch Lagerhaltungskosten zu minimieren.
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