Diplomarbeit, 1996
87 Seiten, Note: keine Angabe
1. Einleitung
1.1. Der Proteintransport in den Zellkern
1.2. Die Kernlokalisationssequenz
1.3. Modell für den Transport eines Proteins in den Zellkern
1.4. Zeitlich regulierter Kerntransport während der Frühentwicklung
1.5. Aufgabenstellung
2. Ergebnisse
2.1. Screening einer aus Xenopus laevis Ovar stammenden cDNA-Bibliothek
2.2. „in vivo excision“ der pBluescript(-) Plasmide aus dem Lambda Zap II Vektor
2.3. Überprüfung der pBluescript(-)Plasmide auf darin enthaltene cDNA
2.4. Restriktionskartierung der cDNA
2.5. Plasmid-Doppelstrang-Sequenzierung
2.6. Aufreinigung des Antigens 32-5B6 über Anionenaustauscher-Chromatographie
2.7. Die zweidimensionale Gelelektrophorese
2.8. Protein-Mikrosequenzierung
3. Diskussion
4. Zusammenfassung
5. Material und Methoden
5.1. Material
5.1.1. Medien und Lösungen für Bakterien
5.1.2. Lösungen für DNA-Präparationen
5.1.3. Lösungen für Proteinextraktion
5.1.4. Puffer und Lösungen für die Sequenzierungsreaktion
5.1.5. Puffer für Elektrophoresen
5.1.6. Agarplatten
5.1.7. Herstellung von Glycerinkulturen
5.1.8. Herstellung von ÜN-Kulturen
5.1.9. Puffer und Lösungen der zweidimensionalen Gelelektrophorese
5.2. Methoden
5.2.1. Bestimmung des Phagentiters
5.2.2. Antikörperscreening der Xenopus-Ovar-cDNA-Bibliothek
5.2.3. Vereinzelung der Kolonien
5.2.4. „in vivo excision“
5.2.5. Plasmidpräparation nach Quiagen
5.2.6. Behandlung von DNA mit Restriktionsendonukleasen
5.2.7. Agarosegelelektrophorese
5.2.8. DNA-Sequenzierung mit dem A.L.F-express
5.2.9. Zweidimensionale Gelelektrophorese (praktische Durchführung)
5.3. Anionenaustauscherchromatographie über Source Q unter FPLC-Einsatz
5.3.1. Herstellung von Oocyten-Proteinextrakt
5.3.2. Aufreinigung des Antigens 32-5B6 über die Anionenaustauschersäule Source Q unter FPLC-Einsatz
5.3.3. Dot Blot-Analyse des Antigens 32-5B6
Die vorliegende Arbeit zielt auf die molekulare Charakterisierung des Antigen 32-5B6 ab, welches in Oocyten des Krallenfrosches Xenopus laevis vorkommt. Dabei steht die zentrale Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob dieses Protein eine spezifische Kernlokalisationssequenz besitzt, die den Transport in den Zellkern während der Embryonalentwicklung steuert.
1.1. Der Proteintransport in den Zellkern
Der Transport der Proteine in den Zellkern erfolgt über den Kernporenkomplex. Dabei handelt es sich um einen energie- und rezeptorabhängigen Prozeß, der äußerst selektiv ist, und sich in zwei Schritten vollzieht: Im ersten erfolgt das Andocken des Substrates an den Kernporenkomplex. Dieser Schritt ist energie- und temperaturunabhängig. Im zweiten Schritt wird das gebundene Substrat durch den Kernporenkomplex geschleust. Der Translokationsschritt ist jedoch temperatur- und energieabhängig. [Newmeyer, 1986; 1988] Voraussetzung für den Transport eines Proteins in den Zellkern ist jedoch, daß das Protein eine Kernlokalisationssequenz besitzt. Sollte ein Protein jedoch keine Kernlokalisationssequenz besitzen, kann es trotzdem in den Zellkern gelangen, indem es von einem Protein mit einer Kernlokalisationssequenz „Hucke-Pack“ genommen wird. Außer dem Vorhandensein eines Rezeptors sind noch mindestens drei weitere cytosolischer Faktoren für den Kerntransport erforderlich: Hsp 70, Ran-GTPase und NTF 2. [Silver, 1991; Melchior, 1995; Görlich, 1996]
Die Kernproteine besitzen keine allgemein übereinstimmende Kernlokalisationssequenz, d.h., eine strikte Consensus-Sequenz ist nicht vorhanden. Trotzdem können für die Kernlokalisationssequenzen folgende Übereinstimmungen festgestellt werden.
1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert den Mechanismus des Proteintransports in den Zellkern sowie die Bedeutung von Kernlokalisationssequenzen und die Aufgabenstellung der Arbeit.
2. Ergebnisse: Hier werden die experimentellen Schritte zur Isolierung, Sequenzierung und Charakterisierung der cDNA sowie die biochemische Aufreinigung und Analyse des Antigens 32-5B6 dargestellt.
3. Diskussion: Das Kapitel vergleicht die gewonnenen Sequenzdaten mit bestehenden Datenbanken und diskutiert die Identität des Antigens 32-5B6 als S-Adenosyl-L-Homocystein-Hydrolase.
4. Zusammenfassung: Eine komprimierte Darstellung der erzielten Ergebnisse, die die Identifizierung des Antigens und die noch offenen Fragen hinsichtlich des Kerntransports zusammenfasst.
5. Material und Methoden: Dieser Abschnitt beschreibt detailliert die verwendeten Chemikalien, Puffer, Medien und die wissenschaftlichen Protokolle für die molekularbiologischen und biochemischen Analysen.
Xenopus laevis, Antigen 32-5B6, Kernlokalisationssequenz, Proteintransport, cDNA-Bibliothek, S-Adenosyl-L-Homocystein-Hydrolase, Gelelektrophorese, Protein-Mikrosequenzierung, Embryonalentwicklung, DNA-Methylierung, FPLC, Anionenaustauscherchromatographie, Molekularbiologie, Gensequenzierung, Antikörper-Screening.
Die Arbeit befasst sich mit der molekularen Charakterisierung des Antigens 32-5B6 aus Oocytenkernen des Krallenfrosches Xenopus laevis.
Zentrale Themen sind der Proteintransport in den Zellkern, die Sequenzanalyse von cDNA-Klonen und die Identifizierung des untersuchten Proteins im biochemischen Kontext.
Es wird untersucht, ob das Antigen 32-5B6 eine spezifische Kernlokalisationssequenz besitzt, die seine Aufnahme in den Zellkern während der Embryonalentwicklung steuert.
Verwendet wurden unter anderem cDNA-Bibliotheks-Screening, Plasmid-Sequenzierung, zweidimensionale Gelelektrophorese und Anionenaustauscher-Chromatographie.
Der Hauptteil dokumentiert die Isolierung der cDNA, die Restriktionskartierung, die Sequenzvergleiche mit Gendatenbanken und die Proteinreinigung mittels FPLC.
Wichtige Begriffe sind Xenopus laevis, Kernlokalisationssequenz, Proteintransport, cDNA-Bibliothek und S-Adenosyl-L-Homocystein-Hydrolase.
Die Identität wurde durch den Vergleich der abgeleiteten Aminosäuresequenz der cDNA-Klone mit Protein-Mikrosequenzierungsdaten sowie den Abgleich mit in der Genbank gelisteten Sequenzen der S-Adenosyl-L-Homocystein-Hydrolase bestätigt.
Die Analysen legen nahe, dass das Antigen 32-5B6 dieses Enzym oder eine nahe verwandte Variante ist, welche eine wichtige Rolle im Stoffwechsel der Schwefelgruppen-Übertragung spielt.
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