Forschungsarbeit, 2005
52 Seiten, Note: 1,2
1. Vorwort
2. Das allgemeine Verständnis von Krankheit
3. Die psychische Krankheit
3.2 Die kranke Seele
4. Das Borderline-Syndrom
4.1 Was ist ein Borderline-Syndrom?
4.2 Kriterien der Borderline-Persönlichkeitsstörung
5. Strukturelle Analyse des Borderline-Syndroms
6. Die schwarzweiße Welt der Borderline-Persönlichkeit
7. Wie entsteht ein Borderline-Syndrom
8. Die Therapie
9. Heilungschance und Prognose
10. Schluss
11. Anhang
11.1 Literaturverzeichnis
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, ein fundiertes Verständnis der Borderline-Persönlichkeitsstörung zu vermitteln, indem sie das klinische Störungsbild definiert, diagnostische Kriterien vergleicht und die zugrundeliegenden strukturellen sowie psychodynamischen Ursachen untersucht.
Die Beziehungsstörung bei Borderline-Persönlichkeiten
Borderline-Persönlichkeiten können auf der einen Seite den Partner als etwas Ganzes nicht begreifen und beenden die Beziehung. Auf der anderen Seite können sie das Alleinsein nicht ertragen. Es ist ein ständiger Wechsel zwischen klammern und loslassen. Die Betroffenen sind ständig auf der Suche nach einem Partner der sie beschützt und dem sie Vertrauen können. Da sie den Partner nicht als etwas Ganzes wahrnehmen können, wird die Suche endlos sein.
Die Borderline-Persönlichkeit bemüht sich jeden Tag verzweifelt um einen Mann (oder eine Frau), um ihn/sie dann am nächsten Tag abzuservieren. Längere Romanzen – sind meistens turbulent und von Zorn, Verwunderung und Erregung erfüllt.
1. Vorwort: Der Autor erläutert seine persönliche Motivation für die Themenwahl und gibt einen Überblick über die in der Arbeit behandelten Aspekte der Borderline-Persönlichkeitsstörung.
2. Das allgemeine Verständnis von Krankheit: Es werden verschiedene medizinische und soziologische Krankheitsbegriffe sowie der Kontext des Erkrankungsrisikos diskutiert.
3. Die psychische Krankheit: Dieses Kapitel definiert den Begriff "psychisch krank" und beleuchtet die Situation seelisch leidender Menschen sowie spezifische neurotische Störungen.
3.2 Die kranke Seele: Vertiefung der Betrachtung von Neurosen und der psychischen Lage von Menschen mit psychiatrischen Erkrankungen.
4. Das Borderline-Syndrom: Einführung in das Störungsbild als Grenzphänomen zwischen Neurose und Psychose.
4.1 Was ist ein Borderline-Syndrom?: Detaillierte deskriptive Darstellung der Störung und der daraus resultierenden Verhaltensmuster.
4.2 Kriterien der Borderline-Persönlichkeitsstörung: Gegenüberstellung der diagnostischen Kriterien gemäß ICD-10 und DSM-III-R.
5. Strukturelle Analyse des Borderline-Syndroms: Wissenschaftliche Untersuchung des Borderline-Syndroms als Strukturproblem, insbesondere unter Einbezug psychoanalytischer Ansätze.
6. Die schwarzweiße Welt der Borderline-Persönlichkeit: Analyse des instabilen Selbstbildes, der Beziehungsdramatik und der emotionalen Dynamiken.
7. Wie entsteht ein Borderline-Syndrom: Erörterung ätiologischer Faktoren, wie frühkindliche Störungen der Objektbeziehung und traumatische Erfahrungen.
8. Die Therapie: Darstellung der psychotherapeutischen Behandlungsmöglichkeiten, einschließlich des SET-Systems und der psychodynamischen Ansätze nach Kernberg.
9. Heilungschance und Prognose: Bewertung der Heilungsaussichten und Darlegung prognostischer Kriterien für den Verlauf der Therapie.
10. Schluss: Zusammenfassende Betrachtung der gesellschaftlichen Bedeutung und des Umgangs mit dem Borderline-Syndrom.
11. Anhang: Verzeichnis der verwendeten Quellen.
11.1 Literaturverzeichnis: Auflistung der im Text referenzierten Literatur.
Borderline-Syndrom, Persönlichkeitsstörung, Psychodynamik, ICD-10, DSM-III-R, Spaltung, Identitätsstörung, Objektbeziehung, Ich-Schwäche, Trauma, Psychotherapie, SET-System, Emotionale Instabilität, Selbstschädigung, Prognose
Die Arbeit behandelt das Borderline-Syndrom, eine komplexe psychische Persönlichkeitsstörung, die durch eine instabile Identität, extreme Gefühle und Schwierigkeiten in zwischenmenschlichen Beziehungen gekennzeichnet ist.
Die Schwerpunkte liegen auf der Definition der Störung, der Analyse der psychodynamischen Ursachen, dem Vergleich diagnostischer Klassifikationen sowie der Darstellung von Therapiemöglichkeiten.
Das Ziel ist es, ein besseres Verständnis für das Borderline-Syndrom zu schaffen, die Symptome und Verhaltensweisen der Betroffenen aufzuzeigen und die Herausforderungen in der Diagnose und Therapie zu beleuchten.
Es wird ein tiefenpsychologischer und psychoanalytischer Ansatz gewählt, wobei insbesondere die Theorien von Otto Kernberg und die Objektbeziehungstheorie herangezogen werden.
Der Hauptteil befasst sich intensiv mit der strukturellen Analyse der Störung, dem Abwehrmechanismus der "Spaltung" und dem Erleben von Borderline-Patienten in ihren sozialen Interaktionen.
Zentrale Begriffe sind Borderline-Persönlichkeitsstörung, Identitätskrise, Spaltung, Objektbeziehung, psychodynamische Therapie und emotionale Instabilität.
Laut dem Autor ist die ICD-10-Klassifikation strukturierter und bietet eine bessere Übersicht, während die DSM-III-R-Kriterien ausführlicher beschrieben, jedoch weniger stark in Untergruppen aufgeteilt sind.
Das SET-System dient als Kommunikationsmethode, um in Krisensituationen stabilisierend einzuwirken, indem Support (Unterstützung), Empathy (Mitgefühl) und Truth (Wahrheit) gezielt eingesetzt werden.
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