Bachelorarbeit, 2022
54 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
2. Zentrale Begriffe
2.1. Der Begriff „Familie“
2.2. Der Begriff „Fertilität“
2.3. Der Begriff „Familienpolitik“
2.4. Rechtliche Grundlagen der Familienpolitik
2.5. Ausgewählte Ziele von Familienpolitik
3. Das Bild der Familie in beiden deutschen Staaten
3.1. Das Familienideal in der BRD
3.2. Das Familienideal in der DDR
3.3. Kurzer Vergleich der Ideale
4. Familienpolitik in der Praxis
4.1. Die Familienpolitik in der BRD
4.2. Die Familienpolitik in der DDR
4.3. Kurzer Vergleich der Familienpolitik
5. Die Entwicklung der Geburten
5.1. Die Geburtenentwicklung in der BRD
5.2. Ursachen des Geburtenrückgangs in der BRD
5.3. Die Geburtenentwicklung in der DDR
5.4. Ursachen des Geburtenrückgangs in der DDR
5.5. Kurzer Vergleich der Entwicklungen
6. Grenzen der Familienpolitik: Die gewollte Kinderlosigkeit
7. Zusammenfassung und Fazit
Die Arbeit untersucht vergleichend die Familienpolitik der DDR und der BRD in den 1980er Jahren unter Berücksichtigung ihrer demografischen Auswirkungen und der staatlichen Einflussnahme auf das Familienleben.
3.1. Das Familienideal in der BRD
Das bundesdeutsche Leitbild der Familie der fünfziger Jahre war, wie auch in vielen anderen westlichen Industrienationen zu dieser Zeit, das Familienmodell der modernen Kleinfamilie, das auch als „Gattenfamilie“ oder „privatisierte Kernfamilie“ bezeichnet wurde. Unter „moderner Kleinfamilie“ ist hierbei die „selbstständige Haushaltsgemeinschaft eines verheirateten Paares mit seinen unmündigen Kindern“ zu verstehen.
Diese Familienform kennzeichnet sich durch ein traditionelles Rollenverständnis. Idealtypisch heißt das, der Mann ernährt als Alleinverdiener durch seine Erwerbstätigkeit die Familie. Die Frau andererseits ist vorrangig als Hausfrau und Mutter für die Haushaltsführung und die Kinderbetreuung zuständig. Diese Familienform wurde als häufigste Lebensform und kulturelles Leitbild in allen Gesellschaftsschichten akzeptiert und gelebt. Lebensziel jedes Mannes und jeder Frau war die Familiengründung, die durch den Eintritt in eine lebenslange, monogame Ehe nebst Kinderzeugung verwirklicht werden sollte.
1. Einleitung: Vorstellung des Forschungsgegenstands und Begründung der Themenwahl für den Vergleich der Familienpolitik von BRD und DDR in den 1980er Jahren.
2. Zentrale Begriffe: Definition der für die Arbeit essenziellen Fachtermini Familie, Fertilität und Familienpolitik.
3. Das Bild der Familie in beiden deutschen Staaten: Gegenüberstellung der Leitbilder der Kleinfamilie in der BRD und ihres Pendants als staatlich gefördertes Modell in der DDR.
4. Familienpolitik in der Praxis: Analyse der konkreten politischen Maßnahmen, Instrumente und Schwerpunkte beider Staaten während der 1980er Jahre.
5. Die Entwicklung der Geburten: Detaillierte Betrachtung der Geburtenzahlen und deren Ursachen vor dem Hintergrund staatlicher Einflussnahme in beiden deutschen Staaten.
6. Grenzen der Familienpolitik: Die gewollte Kinderlosigkeit: Untersuchung der bewussten Entscheidung gegen eine Familiengründung trotz staatlicher Anreize.
7. Zusammenfassung und Fazit: Resümee des Vergleichs und Bewertung der Wirksamkeit familienpolitischer Maßnahmen auf das generative Verhalten der Bevölkerung.
Familienpolitik, Sozialpolitik, Vergleich, BRD, DDR, Geburtenentwicklung, Kleinfamilie, Fertilität, Kinderbetreuung, Familienideal, Geburtenrückgang, Kinderlosigkeit, Sozialistisches Leitbild, Familienförderung, Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
Die Arbeit analysiert und vergleicht die Familienpolitik der DDR und der BRD während der 1980er Jahre, um deren Ziele und Auswirkungen auf das Familienleben sowie die Geburtenentwicklung gegenüberzustellen.
Zentrale Themen sind die familienpolitischen Rahmenbedingungen, die verschiedenen Familienleitbilder, die Erwerbstätigkeit von Frauen sowie die staatlichen Maßnahmen zur Förderung der Familiengründung.
Ziel ist es zu ermitteln, welche familienpolitischen Maßnahmen von beiden Staaten bis 1989 ergriffen wurden und wie erfolgreich diese staatlichen Versuche waren, den Geburtenrückgang zu beeinflussen.
Es handelt sich um eine vergleichende Analyse, die maßgeblich auf der Auswertung von Literatur und historischen Gesetzen basiert, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Familienpolitik beider Staaten herauszuarbeiten.
Der Hauptteil beleuchtet die Definitionen zentraler Begriffe, die unterschiedlichen Leitbilder der Familie, die praktische Umsetzung der Familienpolitik durch den Staat sowie die statistische Entwicklung der Geburtenraten.
Die Arbeit lässt sich durch die Begriffe Familienpolitik, Sozialpolitik, innerdeutscher Systemvergleich (BRD/DDR), Fertilität sowie familienpolitische Instrumente und deren Wirksamkeit charakterisieren.
Während die Erwerbstätigkeit von Frauen in der DDR staatlich stark gefördert und als Emanzipationselement gefordert wurde, war sie in der BRD zwar möglich, wurde jedoch durch traditionelle Rollenbilder und eine Infrastruktur, die oft auf dem „Alleinverdiener-Modell“ basierte, erschwert.
Das Phänomen der freiwilligen Kinderlosigkeit wird als Grenze der staatlichen Familienpolitik betrachtet, da diese Entscheidung individuellen Lebensentwürfen folgt, auf die direkte politische Maßnahmen nur schwer Einfluss nehmen können.
Die familienpolitischen Maßnahmen der DDR zielten darauf ab, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu erleichtern, was in der Mehrzahl der Fälle dazu führte, dass sich Frauen für mindestens zwei Kinder entschieden, wenngleich dies auch der ökonomischen Notwendigkeit geschuldet war.
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