Diplomarbeit, 2008
125 Seiten, Note: 1,3
Einleitung
Motivation und Zielsetzung
Herangehensweise
Hinweise zum Aufbau
I. TEIL: EXEGETISCHE UNTERSUCHUNGEN
1 Zum Bedeutungsspektrum der διάκ-Wortgruppe
1.1 Die traditionelle These
1.2 Die neue These
1.3 Fazit
2 Diakonisches Handeln in jüdisch-christlicher Tradition
2.1 Matthäusevangelium – einleitender Teil
2.2 Die Salz- und Lichtworte in Mt 5,13-16
2.2.1 Kontextanalyse – die Bergpredigt
2.2.2 Einzelexegese
2.2.3 Zusammenfassung der Exegese
2.2.4 Biblische Aussagen über diakonisches Handeln
2.2.4.1 Diakonisches Handeln ist Teil der Identität der Kirche
2.2.4.2 Diakonisches Handeln wirkt missionarisch
2.3 Die Schilderung des Weltgerichts in Mt 25,31-46
2.3.1 Kontextanalyse – die Endzeitrede
2.3.2 Einzelexegese
2.3.3 Zusammenfassung der Exegese
2.3.4 Biblische Aussagen über diakonisches Handeln
2.3.4.1 Diakonisches Handeln ist Gerechtigkeitshandeln
2.3.4.2 Diakonisches Handeln ist Handeln an Gott selbst
2.3.4.3 Diakonisches Handeln ist konkretes Handeln
3 Gemeindediakonie der ersten christlichen Gemeinden
3.1 Die so genannte erste Diakonenwahl in Apg 6, 1-7
3.2 DiakonInnen in der biblischen Briefliteratur
3.3 Zusammenfassung
3.4 Biblische Aussagen über Gemeindediakonie
3.4.1 Gemeindediakonie orientiert sich an gesellschaftlichen Entwicklungen
3.4.2 Gemeindediakonie wird zur Qualitätssicherung delegiert
4 Fazit
II. TEIL: FOLGERUNGEN & ANWENDUNGEN
5 Konsequenzen und Konkretionen
5.1 Berufsidentität
5.1.1 Das Professionalisierungsproblem von GemeindediakonInnen
5.1.2 Die spezifische Professionalität von GemeindediakonInnen
5.1.3 Fazit und Konsequenzen für die Ausbildung
5.2 Der Status
5.2.1 Das Impulspapier „Kirche der Freiheit“
5.2.2 Kritische Auseinandersetzung mit dem Impulspapier
5.2.2.1 Gemeindediakonie und GemeindediakonInnen
5.2.2.2 PfarrerInnen-Zentrierung und GemeindediakonInnen
5.2.2.3 Mission und GemeindediakonInnen
5.2.3 Fazit
5.3 Handlungsfelder
5.3.1 Das Wohnprojekt DOMINO
5.3.2 Kritische Auseinandersetzung mit dem Wohnprojekt DOMINO
5.3.3 Fazit und Konsequenzen für die Ausbildung
6 Programmatische Perspektiven für die Berufskonzeption
7 Persönliches Schlusswort
Diese Arbeit zielt darauf ab, den Berufsstand der GemeindediakonInnen biblisch-theologisch zu begründen, um deren Daseinsberechtigung zu stärken und die Bedeutung einer spezifischen professionellen Ausbildung in der Kirche hervorzuheben.
2.2.4.1 Diakonisches Handeln ist Teil der Identität der Kirche
Mt 5,13-16 macht deutlich, dass diakonische Taten kein schmückendes Beiwerk der Gemeinde Jesu sein können. Folgerichtig wird Diakonie seit 1948 in Artikel 15 der Grundordnung der EKD als „Wesensäußerung der Kirche“ bezeichnet. In den vorliegenden Versen ist der Nachfolgekreis Jesu und somit die gesamte Gemeinde Jesu angesprochen. Jeder, der sich von Jesus ansprechen lässt, ist gemeint. Der vorliegende Text gilt demnach nicht nur für besonders Fromme, Gute oder Auserwählte, sondern der ganzen Gemeinde Gottes.
Durch die Anknüpfung von Vers 13 an Vers 11 werden explizit die Verschmähten und Verfolgten angesprochen. Diejenigen, die selber Trost und Fürsorge benötigen, werden aufgefordert, andere zu trösten und für sie zu sorgen. Neben dem Imperativ aus Vers 16 gilt aber auch der Indikativ der Verse 13-15 und somit eine Zusage, dass sie gute Werke tun und somit auf Gott verweisen können. Denn gute Werke entsprechen dem Wesen der Nachfolger Jesu. Diakonisches Handeln ist Teil der Identität der Gotteskinder. So wie die Würzkraft Identität von Salz ist und die Leuchtkraft zum Wesen des Lichts gehört, sind gute Werke Teil der Identität der Gemeinde Jesu.
1 Zum Bedeutungsspektrum der διάκ-Wortgruppe: Untersuchung des griechischen Begriffs "diakonos" und seiner etymologischen sowie kontextuellen Bedeutung im Neuen Testament.
2 Diakonisches Handeln in jüdisch-christlicher Tradition: Exegetische Analyse von Matthäus-Texten zur Etablierung biblischer Grundlagen diakonischen Handelns als Dienst an Gott und Gerechtigkeit.
3 Gemeindediakonie der ersten christlichen Gemeinden: Analyse frühchristlicher Gemeindeordnungen, insbesondere Apg 6, hinsichtlich der Delegierung diakonischer Aufgaben.
5 Konsequenzen und Konkretionen: Anwendung der exegetischen Ergebnisse auf die heutige Berufsidentität von GemeindediakonInnen sowie kritische Prüfung aktueller kirchlicher Rahmenbedingungen.
6 Programmatische Perspektiven für die Berufskonzeption: Zusammenfassende Forderungen zur Stärkung des Berufsstandes und der notwendigen Professionalisierung durch entsprechende Ausbildungsangebote.
GemeindediakonInnen, Diakonie, biblisch-theologische Begründung, Berufsidentität, Matthäusevangelium, diakonisches Handeln, Gerechtigkeit, Gemeindepädagogik, Professionalisierung, Delegierung, Kirche der Freiheit, Mission, soziale Gerontologie, Wohnprojekt DOMINO
Die Diplomarbeit untersucht die biblisch-theologischen Grundlagen diakonischen Handelns und leitet daraus die Notwendigkeit und den Stellenwert des Berufsstandes der GemeindediakonInnen in der heutigen Kirche ab.
Zentrale Themen sind die Exegese matthäischer Texte, die historische und gegenwärtige Bedeutung des Diakonats, die Berufsidentität der GemeindediakonInnen sowie deren Stellung und Qualifikationsbedarf innerhalb der Kirche.
Ziel ist es, ein fundiertes biblisches Verständnis von Diakonie zu schaffen, das GemeindediakonInnen dabei unterstützt, ihre Rolle selbstbewusst zu definieren und gegenüber anderen Professionen abzugrenzen.
Die Arbeit nutzt schwerpunktmäßig exegetische Methoden zur Analyse biblischer Texte und setzt diese in Bezug zu aktuellen Impulspapieren und Professionalisierungstheorien.
Nach exegetischen Untersuchungen folgen theoretische Überlegungen zur Berufsidentität und zum Status von GemeindediakonInnen, ergänzt durch Fallbeispiele und Konkretionen für die Ausbildung.
Die Arbeit wird wesentlich durch Begriffe wie "Diakonisches Handeln", "Identität der Kirche", "Gerechtigkeitshandeln" und "Delegierung" charakterisiert.
Sie übt konstruktive Kritik, da Diakonie und die Rolle der GemeindediakonInnen darin nicht als konstitutives Element der Gemeindepraxis, sondern eher randständig behandelt werden.
Das Projekt dient als "Best-Practice"-Beispiel, um zu zeigen, wie GemeindediakonInnen auf konkrete gesellschaftliche Entwicklungen, wie den demografischen Wandel, professionell und theologiegeleitet reagieren können.
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