Bachelorarbeit, 2007
52 Seiten, Note: 1,7
Geschichte Deutschlands - Nationalsozialismus, Zweiter Weltkrieg
1. Einleitung
1.1 Fragestellung
1.2 Forschungsstand/Quellenlage
2. Hauptteil
2.1 Inhaltsangaben
2.1.1 „Der große Diktator“
2.1.2 „Mein Führer“
2.2 Lachen über Hitler?
2.2.1 Vermittlungspotential des Genres „Komödie“
2.2.2 Das Komische und das Lachen
2.2.3 Die Wirkung des Witzes
2.3 Entstehungsgeschichte der Filme
2.3.1 1940- zu Hitlers Lebzeiten
2.3.2 2006 –mehr als 60 Jahre nach dem Holocaust
2.4 Vermittlungsinhalte und -mittel
2.4.1 „Der große Diktator“
2.4.2 „Mein Führer“
2.5 Rezeption
2.5.1 „Der große Diktator“
2.5.2 „Mein Führer“
3. Schlussteil
3.1 Entwicklung der „Holocaust-Komödie“
3.2 Stellungnahme zur Debatte um „Mein Führer“
3.3 Abschlussbetrachtungen
Die vorliegende Arbeit untersucht komödiantische Darstellungen von Adolf Hitler und dem Nationalsozialismus in den Filmen "The Great Dictator" (1940) von Charlie Chaplin und "Mein Führer" (2006) von Dani Levy, mit dem Ziel, deren geschichtswissenschaftliche Bedeutung sowie das Potenzial des Humors zur Auseinandersetzung mit der Vergangenheit zu deuten.
2.2.2 Das Komische und das Lachen
Die Komödie verfolgt ein klar definiertes Ziel: Das Publikum zum Lachen zu bringen.
Helmuth Plessner schreibt über „das Komische“: „In den abwandlungsreichen Formen der komischen Erscheinung, des komischen Aussehens und Benehmens, komischer Dinge und Bewegungen, der Situations-, Wort- und Charakterkomik, im täglichen Leben und in der Kunst begegnet es und übt, je nach unser Empfänglichkeit dafür, seinen Zwang auf uns aus.“
Mit Zwang ist hier das Lachen gemeint. Entscheidend sind jedoch die Worte, „je nach Empfänglichkeit“. Denn Lachen ist nicht bloß ein Reflex, es ist durchaus kontrollierbar, -es ist zudem im Gegensatz zur Komik von den sozialen Normen einer Gesellschaft gesteuert. Es kann eine „Reaktion gegen das Bedrängende des komischen Konflikts“ darstellen.
So steht der Mensch laut Plessner in einem Widerspruch zwischen Lachen und Ernsthaftigkeit, den er nicht überwinden kann.
1. Einleitung: Die Einleitung definiert das Forschungsinteresse an der Darstellung Hitlers in Komödien und stellt die zu untersuchenden Filme vor.
2. Hauptteil: Der Hauptteil analysiert die Inhaltsangaben, die psychologische und soziologische Wirkung des Lachens, die Entstehungsgeschichten der Filme, die verwendeten filmischen Mittel sowie die Rezeption in der Öffentlichkeit.
3. Schlussteil: Der Schlussteil reflektiert die Entwicklung der Holocaust-Komödie als Genre und zieht ein Resümee über den Umgang mit der deutschen Vergangenheit im Medium Film.
Hitler, Der große Diktator, Mein Führer, Charlie Chaplin, Dani Levy, Holocaust, Filmkomödie, Lachen, NS-Zeit, Rezeption, Geschichte, Satire, Medienanalyse, Identifikation, Vergangenheit.
Die Arbeit untersucht, wie das Medium Film, speziell das Genre der Komödie, Hitler und den Nationalsozialismus darstellt und welche Funktion das Lachen in diesem Kontext einnimmt.
Im Zentrum stehen die filmische Erinnerung an Hitler, der Umgang mit historischen Tabus, die psychologischen Mechanismen des Lachens über Diktatoren sowie die Rezeption der Filme in unterschiedlichen zeitlichen Kontexten.
Das Ziel ist es, aus geschichtswissenschaftlicher Sicht zu deuten, wie und warum Filme wie "Der große Diktator" und "Mein Führer" das Lachen über Hitler thematisieren und welche Auswirkungen dies auf das kollektive Geschichtsbild hat.
Die Autorin nutzt Ansätze der Filmanalyse, stützt sich auf psychologische und soziologische Theorien zum Lachen (u.a. Plessner, Freud) und bezieht zeitgenössische Rezensionen sowie historische Fachliteratur ein.
Der Hauptteil gliedert sich in Inhaltsangaben, die Theorie des Lachens, die Entstehungsgeschichten der Filme, eine Analyse der Vermittlungsmittel sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit der jeweiligen Filmrezeption.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Hitler-Komödie, Holocaust, filmische Erinnerungskultur, Satire, Entdämonisierung und gesellschaftliche Rezeption charakterisieren.
Chaplin nutzte die Komödie als direktes propagandistisches Mittel gegen einen noch aktiven Diktator, während Levy über 60 Jahre später einen abstrakteren, satirischen und moralischen Umgang mit der Vergangenheit sucht.
Grünbaum fungiert als Identifikationsfigur und moralischer Ankerpunkt, der den Konflikt zwischen dem Individuum und dem totalitären System verdeutlicht und versucht, Hitler mit dessen eigenen Waffen zu entlarven.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

