Masterarbeit, 2023
122 Seiten, Note: 1,8
Diese wissenschaftliche Arbeit untersucht umfassend die Notwendigkeit eines Veränderungsprozesses in der Immobilienwirtschaft, um die nationalen Klimaziele zu erreichen. Sie analysiert die Relevanz monetärer Anreizmechanismen für die Umsetzung dieser Veränderungen und identifiziert spezifische Instrumente, die diesen Prozess unterstützen können. Das primäre Ziel ist es, fundierte Antworten auf die Frage zu liefern, wie der Immobiliensektor durch gezielte Maßnahmen und Anreize nachhaltiger gestaltet werden kann.
2.2.1 Brundtland-Definition
Die Vielschichtigkeit im Zusammenhang mit Nachhaltigkeit bzw. Nachhaltiger Entwicklung führt dazu, dass sich diese Begriffe nicht eindeutig definieren lassen. Hinzu kommt, dass verschiedene Interessensgruppen den Begriff unterschiedlich auslegen. Im Folgenden werden die bekanntesten Definitionen dargestellt. Zudem wird eine Betrachtung der Nachhaltigkeit in der Immobilienwirtschaft vorgenommen, die zur Bestimmung des Umfangs sowie der Abgrenzung bestimmter Sachverhalte dienen soll.
Eine wesentliche Grundlage für die Beschreibung des Begriffs Nachhaltigkeit stellt der Brundtland-Bericht dar. Darin wurde der Grundgedanke der nachhaltigen Entwicklung geschaffen. So heißt es konkret: „Sustainable development is development that meets the needs of the present without compromising the ability of future generations to meet their own needs.“ Demnach stellt die Nachhaltigkeit das Zentrum der drei Perspektiven dar und beschreibt den Prozess, in dem diese simultan laufen. Es wird also die Langfristigkeit dieses Ziels erkennbar. Es verwundert daher nicht, dass sustainable mit dauerhaft übersetzt wurde. Die deutsche Übersetzung lautet wie folgt: „Dauerhafte Entwicklung ist eine Entwicklung, die die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne zu riskieren, dass künftige Generationen ihre Bedürfnisse nicht befriedigen können.“
Allerdings lässt der Satz auch Interpretationsspielraum zu, welche Bedürfnisse damit genau gemeint sein können. In diesem Kontext schreibt Brundtland im Vorwort, dass die Aspekte „Nachhaltigkeit“ und „Entwicklung“ nicht singulär betrachtet werden dürfen. Diese Aussage beschreibt die zentrale Richtung des Berichts. In den vorgestellten Konzepten werden inter- und intragenerative Bedürfnisse fokussiert. Jedoch wird auch ausgeführt, dass die Grenzen der Umwelt zu berücksichtigen sind. Um Gerechtigkeit für alle Menschen zu schaffen, insbesondere für Menschen armer Länder, bedarf es grundsätzlich des starken Wirtschaftswachstums, welcher aber unter Einhaltung des Umweltaspekts als Nebenbedingung erreicht werden soll.
1. Einführung: Die Einleitung stellt den Kontext der Arbeit dar, beleuchtet die historische Entwicklung des Immobilienmarktes, formuliert die Forschungsfragen zur Notwendigkeit und Art von Veränderungen sowie monetären Anreizen für nachhaltige Immobilien und beschreibt die Methodik.
2. Nachhaltigkeit: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Nachhaltigkeit, insbesondere im Hinblick auf seine Wortherkunft, die Brundtland-Definition und das Drei-Säulen-Modell, und untersucht die spezifische Bedeutung von Nachhaltigkeit im Immobiliensektor sowie deren Bewertung durch Zertifikate.
3. Politische und gesetzliche Rahmenbedingungen: Es werden internationale, europäische und nationale Rahmenbedingungen sowie politische Leitbilder, Klimapolitik und Branchenstandards analysiert, die die Entwicklung nachhaltiger Immobilien beeinflussen.
4. Geschäftsmodelle zur Entwicklung nachhaltiger Immobilien: Dieses Kapitel befasst sich mit innovativen Geschäftsmodellen wie der Digitalisierung von Gebäuden, alternativen Bauverfahren (modularer und additiver Bauweise), der Kreislaufwirtschaft sowie der Energie- und Wärmeversorgung.
5. Anreizmechanismen zur Entwicklung nachhaltiger Immobilien: Hier werden staatliche Subventionen, steuerliche Gestaltungsinstrumente wie erhöhte Abschreibungen und der Risikotransfer durch Versicherungen als Mechanismen zur Förderung nachhaltiger Immobilien detailliert erörtert.
6. Schluss: Der Schlussteil fasst die wichtigsten Erkenntnisse der Arbeit zusammen, überprüft die Forschungsfragen und bietet einen Ausblick auf potenzielle Weiterentwicklungen und die zukünftige Bedeutung der Nachhaltigkeit im Immobiliensektor.
Nachhaltigkeit, Immobilienwirtschaft, Klimaziele, Anreizmechanismen, Geschäftsmodelle, Digitalisierung, Kreislaufwirtschaft, Energieeffizienz, KfW-Förderung, Steuerliche Anreize, Brundtland-Definition, Drei-Säulen-Modell, CO2-Reduktion, Gebäudesanierung, Risikotransfer
Diese Arbeit untersucht die Notwendigkeit und Art von Veränderungsprozessen sowie monetären Anreizmechanismen im Immobiliensektor, um die nationalen Klimaziele zu erreichen und nachhaltiges Bauen zu fördern.
Die zentralen Themenfelder umfassen die Definition von Nachhaltigkeit, politische und gesetzliche Rahmenbedingungen, innovative Geschäftsmodelle für nachhaltige Immobilien, Energieeffizienz und die verschiedenen Formen monetärer Anreize.
Das primäre Ziel ist es, zu klären, ob die Immobilienwirtschaft einen Veränderungsprozess benötigt, um Klimaziele zu erreichen, ob monetäre Anreize dafür notwendig sind und welche spezifischen Anreizmechanismen diesen Prozess unterstützen können.
Die Arbeit basiert auf einer literaturbasierten Untersuchung, wobei wissenschaftliche Arbeiten, Sammelwerke und Fachzeitschriften analysiert werden, um Forschungsfragen zu beantworten und Forschungslücken zu identifizieren.
Im Hauptteil werden die historischen Entwicklungen des Immobilienmarktes im Kontext der Nachhaltigkeit, die politischen und gesetzlichen Rahmenbedingungen, innovative Geschäftsmodelle (wie Digitalisierung und alternative Bauverfahren) und verschiedene Anreizmechanismen (staatliche Subventionen, steuerliche Instrumente, Risikotransfer durch Versicherungen) behandelt.
Schlüsselwörter, die diese Arbeit charakterisieren, sind Nachhaltigkeit, Immobilienwirtschaft, Klimaziele, Anreizmechanismen, Geschäftsmodelle, Digitalisierung, Kreislaufwirtschaft und Energieeffizienz.
Das Drei-Säulen-Modell der Nachhaltigkeit, bestehend aus der ökologischen, ökonomischen und sozialen Dimension, wird als grundlegendes Konzept für die ganzheitliche Betrachtung und Bewertung nachhaltiger Immobilien herangezogen.
Die Kreislaufwirtschaft wird als entscheidendes Konzept für nachhaltige Immobilien dargestellt, das darauf abzielt, Rohstoffe und Energien im Lebenszyklus eines Gebäudes wiederzuverwenden und zu recyceln, um Ressourcen zu schonen und Umweltbelastungen zu minimieren.
Versicherungen werden als ein wichtiger Anreizmechanismus betrachtet, da sie durch Risikotransfer und innovative Produkte dazu beitragen können, nachhaltige Bauweisen zu fördern und die ökologischen, sozialen und ökonomischen Risiken im Zusammenhang mit Immobilien zu steuern.
Additive Fertigungsverfahren, insbesondere der 3D-Druck, werden als vielversprechende alternative Bauverfahren vorgestellt, die Potenziale zur Material- und Ressourceneinsparung, zur Reduzierung von CO2-Emissionen und zur Ermöglichung komplexer, effizienterer Gebäudeformen bieten.
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