Bachelorarbeit, 2017
75 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Die Sexualität und ihre Vielschichtigkeit
2.1 Sexualität in der psychoanalytischen und existenzanalytischen Theorie
2.1.1 Die Psychoanalytische Theorie und deren Blick auf die Sexualität
2.1.2 Die Existenzanalytische Theorie und deren Blick auf die Sexualität
2.2 Die Bedeutung der Sexualität für das Leben
2.2.1 Sexualität in der Sozialen Arbeit
3 Die Krise
3.1 Theoretische Konzepte von Krisen
3.1.1 Krisen im Kontext der Psychoanalyse
3.1.2 Krisen im Kontext der Existenzanalyse
3.2 Sexualität und ihr Bedeutung bei Krisen
4 Die Beratung
4.1 Beratungskonzepte, die Kontexte von Beratung
4.2 Existenzanalytische Beratung
4.2.1 Das Beratungskonzept der Existenzanalytischen Beratung
4.3 Die Bedeutung der Körperlichkeit in der Krise, im Bezug der Sozialen Arbeit
5 Schlussbetrachtung
5.1 Zusammenfassung
5.2 Erkenntnisinterpretation zur Sexualität und Krise
5.3 Kritische Betrachtung der Ausarbeitung
5.4 Ein Ausblick für DICH für MICH, für ein UNS
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung menschlicher Sexualität als Grundbedürfnis und deren prägenden Einfluss auf die Psyche, insbesondere im Kontext von Krisen. Ziel ist es, Zusammenhänge zwischen fehlender Sexualität, seelischem Leidensdruck und Krisensituationen in der Beratungspraxis der Sozialen Arbeit theoretisch fundiert zu erörtern.
Die Bedeutung der Körperlichkeit für das Entstehen von Krisen
Sexualität ist körperlich und Körperlichkeit geht mit Emotionen einher, Emotionen bekommen dadurch Ausdruck, dass sie körperlich gelebt werden. Somit hat Körperlichkeit für das Innenleben und das Zugang-Schaffen zu anderen eine wesentliche Bedeutung. Es ist offensichtlich, dass aus der Sexualität mehrere Kraftquellen schöpfen. Denn die Sexualität beinhaltet in ihrer Tiefe viel mehr an menschlichen Bedürfnissen, welches unser Befinden beeinflusst, als meist offensichtlich erkennbar ist. Mangelnde Körperlichkeit bzw. mangelnde Nähe im Leben finden zu wenig Raum womit der Zugang zur eigenen Annahme und somit zur Annahme des Leids und der Krise erschwert ist. Daher ist die Körperlichkeit für das Entstehen von Krisen und auch für das Heilen einer Krise ausschlaggebend. Denn externe und interne psychische Anforderungen zu bewältigen, setzt immer eine Ich-Nähe voraus, welche berührt werden muss, damit eine Ich-Nähe gefühlt wird.
Krisen entstehen, weil Grundbedürfnisse verschüttet sind und nicht mehr wahrnehmbar werden. Die Wahrnehmung kommt dabei wohl eher in der Form des Auslebens der inneren Landkarte zu Geltung, welche besonders bei mangelhafter Unterstützung und fehlender positiver Prägung ihre Beschaffenheit und Zugang erhält. Mangelnde Nähe, Bestätigung, Zuneigung und Anerkennung werden kompensiert, was längerfristig unbefriedigend ist und sich schlussendlich in Krisen äußern kann .Krisen zeigen somit eine Dysfunktion/einen Mangel auf oder dass im Hintergrund etwas nicht in Ordnung ist.
1 Einleitung: Einführung in die Vielschichtigkeit der Sexualität als menschliches Grundbedürfnis und Darstellung der Forschungsfrage zur Relevanz sexueller Aspekte in Krisensituationen.
2 Die Sexualität und ihre Vielschichtigkeit: Theoretische Untersuchung von Sexualität aus psychoanalytischer und existenzanalytischer Perspektive unter Berücksichtigung körperlicher und psychischer Faktoren.
3 Die Krise: Analyse theoretischer Krisenkonzepte, wobei besonders das seelische Leiden und die Bedeutung der Körperlichkeit im Kontext der Entstehung von Krisen beleuchtet werden.
4 Die Beratung: Diskussion verschiedener Beratungsansätze mit einem Fokus auf die existenzanalytische Beratung und deren Anwendungsmöglichkeiten in der Sozialen Arbeit.
5 Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Synthese der theoretischen Erkenntnisse sowie kritische Reflexion der Arbeit in Bezug auf die Praxis der Sozialen Arbeit.
Sexualität, Existenzanalyse, Psychoanalyse, Lebenskrisen, Soziale Arbeit, Körperlichkeit, Beratung, psychische Gesundheit, Sinnfindung, Libido, Nähe, Distanz, Berührtheit, Grundmotivationen, Krisenintervention.
Die Arbeit untersucht die komplexe Rolle der Sexualität als menschliches Grundbedürfnis und setzt diese in Bezug zu psychischen Krisen sowie deren therapeutischer Behandlung innerhalb der Sozialen Arbeit.
Die zentralen Felder sind die Definition und Perspektiven der Sexualität (psychoanalytisch vs. existenzanalytisch), das Phänomen der Krise sowie die professionelle Beratung in der Sozialen Arbeit.
Die zentrale Frage ist, ob menschliche Krisen und der damit verbundene Leidensdruck auf einen Mangel an erfüllender Sexualität bzw. eine gestörte Körperlichkeit zurückgeführt werden können.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und dem Vergleich bedeutender Theoriebildungen (Sigmund Freud und Alfried Längle), strukturiert durch einen humanistischen und phänomenologischen Ansatz.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung sexueller Aspekte, die Untersuchung von Krisenursachen und die daraus abgeleiteten Konzepte für die soziale Beratungsarbeit.
Sexualität, Existenzanalyse, Krise, Beratung, Körperlichkeit und Soziale Arbeit sind die wesentlichen Begriffe für das Verständnis dieser Ausarbeitung.
Während Freud Sexualität reduktionistisch vor allem aus der Libido und dem Lustprinzip erklärt, ergänzt Längle dies um eine sinnorientierte, personale geistige Dimension, die den Menschen über bloße Triebbefriedigung hinausstellt.
Die Körperlichkeit ist essenziell für die Ich-Nähe; ihre Vernachlässigung kann zu einer Abstumpfung führen, die Menschen anfälliger für Krisen macht, weshalb soziale Begleitung auch eine körperliche Ebene (Berührtheit) berücksichtigen sollte.
Sie zeichnet sich durch ihren phänomenologischen Zugang aus, der nicht interpretiert, sondern versucht, das subjektive Erleben des Menschen zu verstehen, anstatt nur oberflächliche Symptome zu bekämpfen.
Die Arbeit reflektiert die professionelle Abgrenzung, wobei sie betont, dass trotz formalrechtlicher Unterschiede beide Disziplinen das gemeinsame Ziel verfolgen, menschliches Leid in krisenhaften Lebensphasen zu lindern.
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