Bachelorarbeit, 2022
31 Seiten, Note: 1,2
1. Zusammenfassung
2. Einleitung
3. Loxodonta africana
3.1 Habitus
3.2 Lebensweise
3.3 Ernährung
4. Stoßzähne
4.1 Bildung, Aufbau und Funktion
4.2 Relevanz für das Ökosystem der Savanne
4.3 Genetische Grundlagen der Stoßzahnlosigkeit
4.3.1 AMELX
4.3.2 MEP1a
5. Bürgerkrieg in Mosambik
5.1 Selektion durch Wilderei
5.2 Genetischer Flaschenhalseffekt am Beispiel des Gorongosa Nationalparks in Mosambik
5.3 Auswirkungen auf die Elefantenpopulationen
5.3.1 Soziale Verhältnisse vor und nach Wilderei
6. Zustand der Afrikanischen Elefanten im 21. Jahrhundert
7. Diskussion
8. Anhang
8.1 Abbildungsverzeichnis
8.2 Quellenverzeichnis
Die vorliegende Arbeit untersucht die durch Wilderei induzierte Evolution der Stoßzahnlosigkeit bei afrikanischen Elefanten, insbesondere im Gorongosa-Nationalpark, und analysiert die genetischen sowie ökologischen Folgen dieses Phänomens.
4.1 Bildung, Aufbau und Funktion
Bereits bei einem Elefantenkalb findet man kleine Ansätze von Stoßzähnen, die mit fortschreitendem Wachstum heranwachsen. Bis zum ersten Lebensjahr fallen diese auf natürlichem Wege ab und werden durch neue Stoßzähne ersetzt, die auch bleiben und wachsen. Diese werden ab dem zweiten Lebensjahr dann sichtbar. Die Stoßzähne bestehen zum größten Teil aus Dentin, welches durch den Prozess der Biomineralisierung ein Potenzial zur Neubildung besitzt. Dies ist auch notwendig, denn je öfter ein Stoßzahn benutzt wird, desto größer ist die Abreibung. Deswegen lässt sich bei den meisten adulten Elefanten eine gewisse Asymmetrie der Stoßzähne bemerkbar (Storch & Welsch, 2004).
Das Dentin besteht zu 30,5% aus organischen Substanzen. Odontoblasten sind in der Pulpahöhle zu finden und sind für die Bildung von Dentin nötig. Eine Besonderheit eines Stoßzahns ist das Fehlen eines durchgängigen Zahnschmelzmantels. Nur die Spitze eines Stoßzahns ist mit Ameloblasten ausgestattet, welches eine Zahnschmelzschicht bildet. (Raubenheimer et al., 1995). Die gesamte Bedeckung des Stoßzahns durch Zahnschmelz ist wahrscheinlich nicht nötig, da die Stoßzähne bei der Nahrungszerkleinerung keine Funktion übernehmen.
1. Zusammenfassung: Ein kurzer Überblick über die zentralen Erkenntnisse der Arbeit bezüglich der Evolution stoßzahnloser Elefanten.
2. Einleitung: Vorstellung des Phänomens stoßzahnloser Elefanten und der Motivation der Untersuchung durch den Einfluss der Wilderei.
3. Loxodonta africana: Beschreibung der biologischen Grundlagen, des Habitus, der Lebensweise und der Ernährung des Afrikanischen Elefanten.
4. Stoßzähne: Detaillierte Analyse der Anatomie, Funktion sowie der genetischen Ursachen (AMELX, MEP1a) des Fehlens von Stoßzähnen.
5. Bürgerkrieg in Mosambik: Untersuchung, wie der Bürgerkrieg in Mosambik als Selektionsdruck wirkte und die Elefantenpopulation im Gorongosa-Nationalpark veränderte.
6. Zustand der Afrikanischen Elefanten im 21. Jahrhundert: Betrachtung der aktuellen Situation durch illegale Jagd und deren Auswirkungen auf die Bestandsentwicklung.
7. Diskussion: Synthese der Ergebnisse, Interpretation der evolutionären Folgen und Ausblick auf die zukünftige Entwicklung und Gefährdung.
8. Anhang: Verzeichnis der Abbildungen und der verwendeten Literatur.
Afrikanischer Elefant, Stoßzahnlosigkeit, Wilderei, Evolution, Gorongosa-Nationalpark, Populationsgenetik, AMELX, MEP1a, Bürgerkrieg, Ökosystem, Selektionsdruck, Artenschutz, Artenvielfalt, Sozialverhalten, Genetik.
Die Arbeit analysiert die zunehmende Verbreitung stoßzahnloser afrikanischer Elefanten als evolutionäre Antwort auf den intensiven Jagddruck durch Wilderei.
Die Schwerpunkte liegen auf der Anatomie der Elefanten, den genetischen Hintergründen der Mutation, dem Einfluss des Bürgerkriegs in Mosambik sowie den sozialen und ökologischen Konsequenzen dieser Entwicklung.
Die Forschungsfrage befasst sich damit, ob und wie der Selektionsdruck durch Wilderei das Erbgut der Elefanten beeinflusst und zu einer Zunahme stoßzahnloser Individuen führt.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung bestehender ökologischer Studien und populationsgenetischer Daten, unter anderem vom Gorongosa-Nationalpark.
Der Hauptteil gliedert sich in eine biologische Beschreibung der Art, eine tiefgehende Analyse der genetischen Auslöser der Stoßzahnlosigkeit und eine historische Betrachtung der Auswirkungen von Wilderei auf die Population.
Wichtige Begriffe sind Stoßzahnlosigkeit, Selektionsdruck, Genetik, Artenschutz und Populationsdynamik des Afrikanischen Elefanten.
Die Studie deutet auf eine auf dem X-Chromosom liegende Mutation hin, bei der rezessive Letalität auftritt. Männliche Individuen, die nur ein X-Chromosom besitzen, sterben bei dieser Mutation, weshalb das Merkmal bei überlebenden Männchen nicht beobachtet wird.
Diese Gene sind entscheidend für die Bildung von Zahnschmelz und Zahnsubstanz; Mutationen in diesen Regionen führen zu verkümmerten oder fehlenden Stoßzähnen.
Der Flaschenhalseffekt beschreibt die drastische Verkleinerung der Elefantenpopulation während des Bürgerkriegs, wodurch sich die genetische Zusammensetzung der Überlebenden – begünstigt durch die Selektion auf Stoßzahnlosigkeit – massiv verändert hat.
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