Bachelorarbeit, 2021
67 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung und Fragestellung
2. Spezifikation des Burnouts
2.1. Anäherung an das Phänomen Burnout
2. 2. Begriffsdefinition Burnout
2. 3. Symptomatik Burnout
2. 3. 1. Abgrenzung und Parallelen zu angrenzenden Forschungsgebieten
2. 3. 2. Folgen Burnout
2. 4. Verlaufsmodel Burnout
2. 4. 1. Das Burnout- Modell von Jackson und Maslach
2. 4. 3. Zusammenfassung
2. 5. Ergebnisse
3. Ursachen des Burnout- Syndroms und Erklärungsansätze
3. 1. Ursachenforschung Persönlichkeitszentrierter Ansatz
3. 1. 1. Helferansatz
3. 1. 2. Frustration durch Arbeitsbedingungen
3. 1. 2. 1. Arbeitsbedingungen
3. 1. 2. 2. Motivationslage
3. 1. 2. 3. Belastung durch das Team
3. 1. 2. 4. Belastung durch die Institution
3. 1. 2. 5. Zeit- und Verantwortungsdruck
3. 1. 2. 6. Ungünstige Arbeitszeiten/ Dienstpläne
3. 1. 2. 7. Veränderte Bewohnerstruktur
3. 1. 2. .8. Umgang mit Sterben und Tod
3. 1. 2. 9. Konflikte mit Angehörigen
3. 1. 3. Zusammenfassung
3. 2. Sozial-, Arbeits- und Organisationspsychologischer Ansatz
3. 2.1. Der Ansatz von Pines, Aronson und Kafry
3. 2. 1. 1. Überlastung
3. 2. 1. 2. Mangel an Autonomie
3. 2. 1. 3. Mangel an Belohnung
3. 2. 2. Gesellschaftlicher Ansatz
3. 2. 3. Zusammenfassung
3.3. Alltag in der stationären Altenpflege
3. 4. Ergebnisse
4. Handlungsansätze zur Vorbeugung und zur Intervention eines Burnouts
4.1. Professionalität und Selbstreflexion
4. 1. 1. Achtsamkeit
4. 1. 2. Salutogenese
4.1.3. Zusammenfassung
4. 2. Institutionelles Handeln
4. 2. 1. Supervision
4. 2. 2. Fort- und Weiterbildung
4. 2. 3. Zusammenfassung
4. 3. Soziale Unterstützung
4. 3. 1. Funktionen sozialer Unterstützungssysteme
4. 3. 2. Umgang mit Lob und Kritik
4. 3. 3. Zusammenfassung
5. Zusammenfassung der Erkenntnisse und Fazit
Die Arbeit untersucht das Phänomen Burnout im Berufsfeld der Altenpflege innerhalb der Sozialen Arbeit, um die Hintergründe sowie ursächliche Erklärungsansätze zu beleuchten und daraus wirksame Handlungsstrategien zur Prävention und Intervention abzuleiten.
1. Einleitung
Fußballtrainer Ralf Rangnick, Fernsehkoch Tim Mälzer und der Politiker Thomas Platzeck stehen als Persönlichkeiten stellvertretend für das Burnout-Syndrom, welches in der medialen Öffentlichkeit in den letzten Jahren eine stetig wachsende Bedeutung einnahm. Dabei bestehen unterschiedliche Ansichten über den Zusammenhang des Phänomens. Krankenkassen, Rentenversicherungen und Fachverbände veröffentlichen immer neue alarmierende Zahlen über vermehrte Krankschreibungen und frühzeitige Berentungen wegen psychischer Störungen. Es gibt aber keine klaren Aussagen über Burnout- Erkrankungen selbst, da die Weltgesundheitsorganisation erst im Mai 2019 Burnout als Krankheit anerkannt hat.
In der Internationalen Klassifikation der Krankheiten (ICD) der WHO ist nun Burnout als Syndrom aufgrund von “chronischen Stress am Arbeitsplatz, der nicht erfolgreich verarbeitet wird” definiert. Explizit weist die WHO darauf hin, dass der Begriff Burnout ausschließlich im beruflichen Zusammenhang und nicht für Erfahrungen in anderen Lebensbereichen verwendet werden sollte. Die neue Klassifikationsliste mit dem Namen ICD-11 soll im Januar 2022 in Kraft treten (vgl. Zeit-Online, 2019). Burnout im Allgemeinen und besonders in der Sozialarbeit hat viele soziale und ökonomische Auswirkungen. Für die Institutionen, in denen Burnout- Erkrankte tätig sind bedeutet dies, dass die Effektivität der Arbeit verringert wird. Die Zahl der Arbeitsausfälle, die durch Burnout verursacht sind, erhöht sich zunehmend. Viele Betroffene geben den Beruf schließlich auf und gehen vorzeitig in den Ruhestand.
1. Einleitung und Fragestellung: Diese Einführung thematisiert die wachsende gesellschaftliche Relevanz des Burnout-Syndroms und formuliert die Ziele der Arbeit im Kontext der Altenpflege.
2. Spezifikation des Burnouts: Das Kapitel grenzt Burnout wissenschaftlich ab, definiert den Begriff und beschreibt Symptome sowie Phasenmodelle des Verlaufs.
3. Ursachen des Burnout- Syndroms und Erklärungsansätze: Hier werden unterschiedliche theoretische Ansätze zur Entstehung von Burnout analysiert, wobei psychologische, arbeitsbedingte und gesellschaftliche Faktoren im Vordergrund stehen.
4. Handlungsansätze zur Vorbeugung und zur Intervention eines Burnouts: Dieser Teil erarbeitet praktische Methoden wie Professionalität, Supervision und soziale Unterstützung zur Burnout-Prävention im Berufsalltag.
5. Zusammenfassung der Erkenntnisse und Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse sowie Empfehlungen zur Stärkung der psychischen Gesundheit in helfenden Berufen.
Burnout, Altenpflege, Soziale Arbeit, Psychische Gesundheit, Arbeitsbelastung, Prävention, Supervision, Helferansatz, Stress, emotionale Erschöpfung, Salutogenese, Achtsamkeit, Sozialpsychologie, Arbeitsbedingungen, professionelle Distanz
Die Arbeit befasst sich mit der Problematik des Burnout-Syndroms bei Mitarbeitenden in der stationären Altenpflege innerhalb der Sozialen Arbeit.
Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Burnout, der Erforschung der Ursachen durch verschiedene psychologische Ansätze und der Entwicklung von Handlungsstrategien.
Das Ziel ist es, Hintergründe für das Ausbrennen in der Altenpflege zu identifizieren und aufzuzeigen, wie durch institutionelle und persönliche Maßnahmen die psychosoziale Gesundheit gewahrt werden kann.
Es handelt sich primär um eine Literaturarbeit, die existierende wissenschaftliche Modelle und empirische Erkenntnisse aus der Fachliteratur zusammenführt und strukturiert.
Im Hauptteil werden neben den theoretischen Grundlagen der Spezifikation von Burnout vor allem die ursächlichen Faktoren wie Arbeitsbedingungen, Teamstrukturen und gesellschaftlicher Druck detailliert analiziert.
Kernbegriffe sind Soziale Arbeit, Altenpflege, Burnout-Syndrom, Präventionsstrategien, Supervision und emotionale Erschöpfung.
Die Altenpflege kombiniert hohen körperlichen und emotionalen Druck, wachsenden bürokratischen Zeitaufwand und die ständige Konfrontation mit Krankheit und Tod, was das Risiko für ein Helfersyndrom oder Burnout massiv erhöht.
Supervision dient als wichtiges Instrument, um den Arbeitsalltag zu reflektieren, Konfliktpotenziale im Team frühzeitig zu erkennen und institutionelle Rollenkonflikte professionell zu bearbeiten.
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