Wissenschaftliche Studie, 2009
13 Seiten
Vorwort
Entdeckung von Pompeji
Wasserleitung des Domenico Fontana
Resultate
Diskussion
Die vorliegende Arbeit untersucht die Hypothese, dass die Stadt Pompeji nicht im Jahr 79 n. Chr., sondern erst infolge des Vesuvausbruchs im Dezember 1631 untergegangen ist. Durch die Analyse des Sarnokanals des Architekten Domenico Fontana und historischer Quellen wird die bisherige Datierung des Untergangs infrage gestellt.
Wasserleitung des Domenico Fontana
Die unterirdische Galerie beginnt im Bereich des Stadttores von Sarno. In Regio III, Insula 7 (hier und weiter wird das Italienische Gebäudeverzeichnis von Pompeji verwendet) befindet sich ihr erster Brunnen (A), der angeblich aus Sicherheitsgründen von Passanten durch einen zwei Meter hohen Zaun abgeschirmt ist (s. Abb. 3). Der nächste Brunnen (B) mit eiserner Gitterdeckel ist beim Fußweg der „Straße des Überflusses“ (Via dell’ Abbondanza) gut sichtbar.
Unter dem östlichen Ende von Via dell’ Abbondanza verlaufend, wo das Pflaster sichtbare Spuren einer gestörten Oberfläche entlang der Route des Kanals aufweist, überquert der Kanal für die Touristen geschlossene Regio II, Insula 5, auf dem sich ein Experimentalgarten befindet. Die Ausgrabungen in diesem Viertel wurden im zwanzigsten Jahrhundert durchgeführt, aber aus irgendeinem Grunde wurde es von Lapillen nicht vollständig befreit. Hier, hinter einer hohen Wand, befindet sich der dritte Brunnen der Wasserleitung (C) und man kann praktisch sofort in einer Entfernung von 20 Meter einen seltsamen Bau, der einer Wassermühle ähnlich ist, sehen (D). Archäologin Liselotte Eschebach nennt diesen Bau «Bourbonisches Wasserwerk» [sic!]. Leider belegte sie diese ihre Behauptung auf keine Weise.
Vorwort: Einleitung in die Problematik der Vesuvausbrüche und Vorstellung eines historischen Epigramms, das Pompeji als Opfer des Ausbruchs von 1631 nennt.
Entdeckung von Pompeji: Beschreibung der zufälligen Auffindung der Stadt durch Roque Joaquín de Alcubierre und der Rolle von Domenico Fontana beim Bau eines Kanals durch das Stadtgebiet.
Wasserleitung des Domenico Fontana: Detaillierte Analyse des Verlaufs und der baulichen Merkmale der unterirdischen Wasserleitung innerhalb der antiken Stadt.
Resultate: Zusammenfassung der Befunde, die darauf hindeuten, dass der Kanal in einem Tagebau-ähnlichen Verfahren durch ein bereits existierendes, aber zum Teil verfallenes Stadtgebiet errichtet wurde.
Diskussion: Kritische Auseinandersetzung mit der traditionellen Datierung des Untergangs von Pompeji und Einordnung historischer Quellen sowie zeitgenössischer Karten.
Pompeji, Datierung, Vesuvausbruch, Domenico Fontana, Sarnokanal, Vesuv, 1631, Archäologie, Wasserleitung, Historische Quellen, Vulkanismus, Tabula Peutingeriana, Kampanien, Stadtgeschichte, Ruinen.
Die Arbeit untersucht die historische Datierung des Untergangs von Pompeji und stellt die Hypothese auf, dass die Stadt nicht bereits im 1. Jahrhundert, sondern erst 1631 durch einen Vesuvausbruch zerstört wurde.
Die zentralen Themen sind die historische Hydrographie (Sarnokanal), die Interpretation antiker Dokumente, die Analyse von Kartenmaterial des 16. und 17. Jahrhunderts sowie die bauliche Beschaffenheit von Pompeji zum Zeitpunkt ihrer Entdeckung.
Die Forschungsfrage lautet, ob die Stadt Pompeji erst nach der Fertigstellung des Sarnokanals im 17. Jahrhundert durch den Vesuvausbruch von 1631 unterging, statt wie bisher angenommen im Jahr 79 n. Chr.
Der Autor stützt sich auf eine interdisziplinäre Untersuchung, bestehend aus Vor-Ort-Analysen des Kanalsystems, der Auswertung historischer Epigramme und Berichte sowie dem Vergleich mit zeitgenössischem Kartenmaterial.
Im Hauptteil werden der Bau des Sarnokanals durch Domenico Fontana, die räumliche Verteilung der Brunnen innerhalb von Pompeji und die Beweise für eine Besiedlung der Stadt bis in das 17. Jahrhundert hinein behandelt.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Pompeji, Datierung, Vesuvausbruch, Sarnokanal und Domenico Fontana definiert.
Fontana baute im späten 16. Jahrhundert einen Kanal durch Pompeji; der Autor argumentiert, dass dieser Bau ohne die Zerstörung der Infrastruktur durch einen massiven Ausbruch im Jahr 1631 kaum erklärbar wäre.
Das Epigramm wird als zeitgenössisches Zeugnis gewertet, da es Pompeji explizit in der Liste der Opfer des Vesuvausbruchs von 1631 führt.
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