Bachelorarbeit, 2022
34 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Das menschliche Gehirn beim Spielen
3. Spiele allgemein
4. Studien
4.1 Metastudie
4.2 Studie 1
4.3 Studie 2
5. Transfer of Abilities / Übertragbarkeit von Fähigkeiten
6. Schach und Mathematik
6.1 Geometrie und Schach
6.2 Algebra und Schach
6.3 Problemlösen und Schach
6.3.1 Was ist ein Problem?
6.3.2 Wie können Probleme gelöst werden?
6.3.3 Heuristiken, Strategien
6.3.3.1 Beispiele der Reversibilität
6.3.3.2 Beispiele der Aspektbeachtung
6.3.3.3 Beispiel des Aspektwechsels
6.3.3.4 Beispiel der Reduktion
6.3.4 Förderung der Problemlösekompetenz
6.3.5 Problemlösen fördern durch Schach
7. Weitere Potenziale von Schach
8. Fazit
Ziel dieser Bachelorarbeit ist die systematische Untersuchung der Potenziale von Schach als pädagogisches Instrument im Mathematikunterricht unter Berücksichtigung relevanter Forschungsergebnisse zur kognitiven Entwicklung und Transferfähigkeit.
6.3.3 Heuristiken, Strategien
Die Unterscheidung zwischen Heuristiken, Heurismen, heuristischen Prinzipien und Strategien zum Problemlösen ist in der Mathematikdidaktik nicht einheitlich definiert (vgl. Herold-Blasius 2021, 102). Es gibt in unterschiedlicher Literatur verschiedene Auffassungen und zudem Überschneidungen der Bereiche (vgl. Herold-Blasius 2021, 102/Kipman 2020, 22/Bruder et al. 2015, 290). Sie lassen sich zusammenfassen als verschiedene Herangehensweisen, ein Problem zu erfassen und dessen Barriere zu überwinden. Allerdings stellt die Anwendung nicht das Finden einer Lösung sicher (vgl. Bruder 2000, 72).
Regina Bruder (2000, 72f.) ordnet diese den vier „Erscheinungsformen geistlicher Beweglichkeit beim Problemlösen mit mathematischen Mitteln“ (ebd.) zu:
(1) Reversibilität, dazu gehören unter anderem Vorwärts- und Rückwärtsarbeiten sowie die Arbeit mit Umkehraufgaben,
(2) Aspektbeachtung, was das Symmetrieprinzip, das Invarianzprinzip, das Extremalprinzip und das systematische Probieren umfasst,
(3) Aspektwechsel, wie beim Transformationsprinzip oder dem kombinierten Vorwärts- und Rückwärtsarbeiten und
(4) die Reduktion.
1. Einleitung: Einführung in die Thematik des vielseitigen Schachspiels und Begründung des Forschungsinteresses an dessen Potenzialen für den schulischen Mathematikunterricht.
2. Das menschliche Gehirn beim Spielen: Erläuterung neurologischer Prozesse beim Spielen, insbesondere im Hinblick auf Stressreduktion und Förderung neuronaler Vernetzungen.
3. Spiele allgemein: Überblick über die Empfehlung von Spielen in Fachbüchern zur Förderung der Problemlösekompetenz von Schülerinnen und Schülern.
4. Studien: Zusammenstellung und kritische Bewertung internationaler empirischer Studien zum Einfluss von Schachtraining auf die kognitive und mathematische Entwicklung.
5. Transfer of Abilities / Übertragbarkeit von Fähigkeiten: Theoretische Abgrenzung zwischen spätem (nahem) Transfer und weitem Transfer im Kontext mathematischer Bildung.
6. Schach und Mathematik: Detaillierte Untersuchung mathematik-didaktischer Parallelen zwischen Schach und den Bereichen Geometrie, Algebra und Problemlösen.
7. Weitere Potenziale von Schach: Vorstellung didaktischer Methoden wie Minispiele oder Teamvarianten zur Integration von Schach in den Unterricht über verschiedene Jahrgangsstufen.
8. Fazit: Zusammenfassende Bilanz der Untersuchungsergebnisse hinsichtlich der Eignung von Schach zur gezielten Förderung im Mathematikunterricht.
Schach, Mathematikunterricht, Problemlösen, Kognitive Entwicklung, Transfer of Abilities, Geometrie, Algebra, Heuristiken, Didaktik, Lernförderung, Neuronen, Mustererkennung, Schulpraxis, Kombinatorik, Logik.
Die Arbeit untersucht das Potenzial von Schach als pädagogisches Instrument zur Förderung mathematischer Bildung und Problemlösekompetenz bei Schülerinnen und Schülern.
Die zentralen Felder sind die kognitive Entwicklung durch Spielen, der Transfer von Fähigkeiten zwischen unterschiedlichen Lernbereichen sowie der Vergleich schachspezifischer kognitiver Prozesse mit mathematischen Disziplinen.
Das Leitziel ist die Untersuchung des Potenzials von Schach im Hinblick darauf, ob dieses für eine sinnvolle Integration in den schulischen Mathematikunterricht ausreicht.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die den aktuellen Forschungsstand, Metastudien und spezifische Einzelstudien synthetisiert, um mathematik-didaktische Parallelen theoretisch abzuleiten.
Im Hauptteil werden neben den theoretischen Grundlagen zum Gehirn und zum Transfer vor allem die Schnittmengen von Schach mit Geometrie, Algebra und speziell dem Problemlösen detailliert analysiert.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Schach, Problemlösen, Transfer, Kognition, Didaktik und Lernförderung charakterisiert.
Aufgrund der enormen Komplexität und der astronomisch hohen Zahl an möglichen Zugvarianten ist eine rein kalkulatorische, algebraische Berechnung für das menschliche Gehirn nicht leistbar.
Studien deuten darauf hin, dass insbesondere unglückliche oder gelangweilte Kinder von einem Schachtraining profitieren können, da das Spiel das Belohnungszentrum aktiviert und negative Emotionen wie Angst vermindert.
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