Bachelorarbeit, 2023
70 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Der Afghanistaneinsatz der Bundeswehr und die deutsche Presse im Kontext
2.1. Die Geschichte der deutschen Sicherheitspolitik
2.1.1. Die wichtigsten Ereignisse des Afghanistaneinsatzes
2.1.2. Vorläufige Annahmen zu den Erfolgen und dem Versagen des deutschen Engagements in Afghanistan
2.2. Die deutsche Pressegeschichte und der deutsche Zeitungsmarkt
2.2.1. WELT
2.2.2. taz, die tageszeitung
2.2.3. BILD
3. Theoretische Grundlagen
3.1. Medien, Medienkommunikation und Medienwirkung
3.2. Die Framing-Theorie nach Entman
4. Methodik
4.1. Zielsetzung
4.2. Untersuchungseinheiten
4.3. Vorgehen der qualitativen Inhaltsanalyse
5. Die Berichterstattung in der WELT, taz und BILD
5.1. Frequenzanalyse
5.2. Induktiv gebildete Frames
5.3. Ein Überblick der Berichterstattung der drei Tageszeitungen
5.3.1. Das Framing der WELT
5.3.2. Das Framing der taz
5.3.3. Das Framing der BILD
6. Diskussion der Ergebnisse
7. Fazit
8. Quellen- und Literaturverzeichnis
Die Arbeit untersucht, auf welche Art und Weise in den deutschen Tageszeitungen WELT, taz und BILD über den Bundeswehrabzug aus Afghanistan und seine kurzfristigen Folgen berichtet wurde, welche Frames dabei dominierten und welche Schlüsse sich daraus für die politische und gesellschaftliche Realität ziehen lassen.
Die Framing-Theorie nach Entman
Das wohl bedeutendste und am häufigsten rezipierte theoretische Konzept zur Erklärung von Framing stellt die Ausführung von Robert M. Entman aus dem Jahr 1993 dar.
Laut ihm bedeutet Framing “to select some aspects of a perceived reality and make them more salient in a communicating text, in such a way as to promote a particular problem definition, causal interpretation, moral evaluation, and/or treatment recommendation for the item described” (Entman, 1993, S. 52). Demnach ist das Framing-Konzept durch die Salienz und Auswahl bestimmter Ausschnitte der Realität charakterisiert. Zudem beinhalten Frames Problemdefinitionen, kausale Interpretationen, moralische Bewertungen und Handlungsempfehlungen. Darüber hinaus umfassen Frames im Kommunikationsprozess vier Akteure:
• Denjenigen, der das, was er sagt, (un)bewusst in einen gewissen Kontext setzt
• Den Text, der Frames beinhaltet
• Den*die Empfänger*in, der*die das Kommunizierte durch Framing in einem bestimmten Kontext wahrnimmt und interpretiert
• Und die Gesellschaft, in welcher durch gesellschaftliche Diskurse und das daraus resultierende Denken bestimmte Frames dominieren (Entman, 1993, 52f.).
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik des Truppenabzugs aus Afghanistan ein, beschreibt dessen politische sowie gesellschaftliche Bedeutung und definiert die Forschungsfrage der Arbeit.
2. Der Afghanistaneinsatz der Bundeswehr und die deutsche Presse im Kontext: Dieses Kapitel kontextualisiert den Afghanistaneinsatz historisch sowie sicherheitspolitisch und stellt die drei untersuchten Medienhäuser vor.
3. Theoretische Grundlagen: Hier werden zentrale Begriffe wie Medien, Medienwirkung und die Framing-Theorie nach Entman eingeführt und theoretisch hergeleitet.
4. Methodik: Es wird das methodische Vorgehen der qualitativen Inhaltsanalyse, inklusive der Stichprobenauswahl und Kategorienbildung, detailliert beschrieben.
5. Die Berichterstattung in der WELT, taz und BILD: Das Ergebniskapitel präsentiert die deskriptive Auswertung der gewonnenen Frames und die Frequenzanalyse der Berichterstattung.
6. Diskussion der Ergebnisse: Die Ergebnisse der Zeitungen werden miteinander interpretiert, gegenübergestellt und in den größeren politischen Diskurs eingeordnet.
7. Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und bilanziert das Framing des Afghanistaneinsatzes durch die drei analysierten Zeitungen.
Bundeswehr, Afghanistan, Abzug, Framing, Tageszeitungen, qualitative Inhaltsanalyse, Medienberichterstattung, Sicherheitslage, Politische Kommunikation, Ortskräfte, Taliban, Master-Frames, Medienwirkung, Diskursanalyse, Regierungskritik
Die Arbeit befasst sich mit der qualitativen Analyse der medialen Berichterstattung zum Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan im Zeitraum zwischen April und September 2021.
Im Zentrum stehen die Darstellungsweisen und die inhaltliche Rahmung des Einsatzendes durch drei deutsche überregionale Tageszeitungen sowie die Kritik an politischen Akteuren und der Umgang mit den Ortskräften.
Das Hauptziel ist herauszuarbeiten, wie der Bundeswehrabzug und seine Folgen in den Zeitungen WELT, taz und BILD geframt wurden und inwiefern diese Frames das Meinungsbild über den Einsatz beeinflussten.
Die Autorin verwendet die qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring/Fenzel mit einer induktiven Framebildung, um latente Sinngehalte aus den Zeitungsartikeln zu extrahieren.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung durch die Framing-Theorie, eine methodische Beschreibung, die deskriptive Darstellung der Ergebnisse mittels Frequenz- und Frameanalyse sowie eine abschließende Diskussion.
Zentrale Begriffe sind Bundeswehr, Afghanistan, Abzug, Framing, Medienberichterstattung, Politische Kommunikation und Ortskräfte.
Die Auswahl erfolgte aufgrund ihrer unterschiedlichen Gattungen (Boulevard vs. Qualitätspresse) und ihrer differenzierten politischen Ausrichtungen, um eine breite mediale Abbildung zu garantieren.
Die BILD nutzt die plakativste Rhetorik, zeigt sich besonders besorgt um die Bundeswehr und übt scharfe Kritik an der Regierung, wobei sie das Ende des Einsatzes oft als notwendige Erlösung für die Soldatinnen und Soldaten darstellt.
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