Examensarbeit, 2009
15 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung und Fragestellung
2 Das Konzept des embedded journalism
3 Konsequenzen des embedded journalism
4 Ergebnisse und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzept des "embedded journalism" während des Irakkriegs 2003 und analysiert, wie diese Medienstrategie die Ausgewogenheit und Kritikfähigkeit der Kriegsberichterstattung beeinflusst hat.
3 Konsequenzen des embedded journalism
Kriegsberichterstattung bedeutet für Journalisten immer auch Gefahr für Leib und Leben. Dies gilt umso mehr, wenn die Pressevertreter im Rahmen des embedding-Konzeptes direkten Zugang zum Kampfgebiet erhalten. Im Unterschied zu so genannten unilaterals profitierten die eingebetteten Journalisten vom Schutz „ihrer“ Einheit, waren aber genauso wie die Soldaten das Ziel irakischer Angriffe. Die Option eines Rückzuges aus dem Kampfgebiet – für unilaterals relativ leicht möglich –, gab es für embeds natürlich nicht. Dafür waren sie aber einzig der Gefahr ausgesetzt, von der irakischen Seite beschossen zu werden. Unilaterals konnten hingegen zwischen die Fronten geraten.
Unter den insgesamt 18 Journalisten, die während den Hauptkampfhandlungen im Irak ihr Leben verloren, waren „nur“ vier embedded journalists. Alle vier Getöteten starben nicht in direkten Kampfhandlungen. Auch unter Berücksichtigung der unverhältnismäßig hohen Zahl von 18 getöteten Pressevertretern, scheint eine Einbettung bei den Koalitionstruppen für Journalisten die sicherere Variante gewesen zu sein. Eine abschließende und grundsätzliche Beurteilung der Sicherheitslage für embedded journalists ist damit aber nicht möglich. Wären die irakischen Kriegsgegner beispielsweise dazu in der Lage gewesen, heftigeren Widerstand zu leisten, hätte dies auch anders aussehen können.
1 Einleitung und Fragestellung: Das Kapitel führt in den Irakkrieg 2003 ein und erläutert die Entstehung des Konzepts des Embedded Journalism als neue Medienstrategie des Pentagons, um die Berichterstattung unter Aufsicht zu beeinflussen.
2 Das Konzept des embedded journalism: Hier wird der Prozess der Akkreditierung, die Vorbereitung der Journalisten in Media Boot Camps und die vertraglichen Rechte und Pflichten der eingebetteten Medienvertreter dargelegt.
3 Konsequenzen des embedded journalism: Dieses Kapitel analysiert kritisch die Gefahren, die eingeschränkte Bewegungsfreiheit, die schwindende Distanz zum Militär und die resultierende einseitige Perspektive der Berichterstattung.
4 Ergebnisse und Ausblick: Abschließend wird das Fazit gezogen, dass das Konzept zwar einen verbesserten Zugang bietet, jedoch die Unabhängigkeit gefährdet, weshalb eine Mischung aus verschiedenen Berichterstattungsformen für eine objektive Berichterstattung notwendig bleibt.
Embedded Journalism, Irakkrieg 2003, Kriegsberichterstattung, Militärstrategie, Pentagon, Pressefreiheit, Unilaterals, Medienethik, Journalismus, Selbstzensur, Objektivität, Krisenberichterstattung, Koalitionstruppen, Informationskontrolle, Medienwirksamkeit
Die Arbeit analysiert die Medienstrategie des "Embedded Journalism", die während des Irakkriegs 2003 eingesetzt wurde, und bewertet deren Einfluss auf die journalistische Unabhängigkeit.
Die zentralen Themen sind das Verhältnis zwischen Militär und Presse, die Vor- und Nachteile der Einbettung von Journalisten in militärische Einheiten sowie die Auswirkungen auf die Objektivität der Berichterstattung.
Die Forschungsfrage lautet, welche Wirkung das "Embedded Journalism"-Konzept auf eine ausgewogene und kritische Berichterstattung über den Irakkrieg 2003 hatte.
Es handelt sich um eine medienwissenschaftliche Analyse, die auf der Auswertung bestehender Fachliteratur und Berichten von eingebetteten Journalisten basiert, um die Auswirkungen der Strategie aufzuzeigen.
Der Hauptteil befasst sich mit der detaillierten Konzeption des Embeddings, den damit verbundenen Sicherheitsaspekten, den Einschränkungen der Bewegungsfreiheit und dem problematischen Identifikationsprozess der Journalisten mit dem Militär.
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Embedded Journalism, Kriegsberichterstattung, Informationskontrolle, journalistische Distanz und Medienstrategie beschreiben.
Die Arbeit stellt fest, dass eingebettete Journalisten zwar vom Schutz der militärischen Einheiten profitierten, jedoch in der untersuchten Phase des Irakkriegs statistisch weniger Verluste erlitten als unabhängige Journalisten (Unilaterals), wobei dies keine allgemeingültige Sicherheitsgarantie darstellt.
Die schwindende Distanz führt laut Autor dazu, dass Journalisten Gefahr laufen, Partei für die Koalitionstruppen zu ergreifen und ihren Status als unparteiische Beobachter zu verlieren, was die Objektivität der Berichterstattung erheblich mindert.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

