Examensarbeit, 2009
22 Seiten, Note: gut
1. Vorüberlegungen
2. Die Mediation
2.1. Phase 1 – Initialisierung
2.2. Phase 2 – Themensammlung
2.3. Phase 3 – Interessenserhellung
2.4. Phase 4 – Optionen
2.5. Phase 5 – Vereinbarung
3. Schlussbetrachtung
Anhang
I. Mobbing
Ia. Rechtliche Dimensionen von Mobbing
II. Wann ist eine Mediation sinnvoller als eine rechtliche Klärung?
III. Synapse: Rechtssprechung-Mediation
IV. Mediationsvertrag
V. Mediation in fünf Phasen
Die Arbeit untersucht den Einsatz der Mediation als effektives Instrument zur Konfliktlösung in einem Betrieb der Sozialwirtschaft. Ziel ist es, unter Anwendung der strukturierten Mediationsphasen einen eskalierten Mitarbeiterkonflikt zu bearbeiten, den Betriebsfrieden wiederherzustellen und die Kommunikationsbasis zwischen den Konfliktparteien nachhaltig zu verbessern.
2. Die Mediation:
Bei einem Träger der komplementären psycho- sozialen Versorgung kommt es zu einem Konflikt zwischen zwei Mitarbeitern. Arbeitsgebiet ist das betreute Einzelwohnen psychisch kranker Menschen im Rahmen der Eingliederungshilfe für Behinderte nach dem Sozialgesetzbuch. Es wird mit einer Bezugsbetreuung gearbeitet, das heißt ein Mitarbeiter ist für einen Klienten allein zuständig, in Urlaubs- oder Krankheitsfällen gibt es eine feste Vertretung.
Die Beiden arbeiten seit rund acht Jahren zusammen, es gab wechselseitige Vertretungen in der Betreuungsarbeit. Das Verhältnis war bisher von Kollegialität, sogar einem freundschaftlichen Miteinander geprägt. Seit einem halben Jahr gibt es einen Konflikt zwischen den Beiden, der nunmehr eskaliert ist. Klärende Gespräche miteinander haben zu keinem Ergebnis geführt, sie endeten häufig lautstark, anwesende Kollegen wurden Zeuge hiervon. Inzwischen ist die Kommunikation gänzlich eingebrochen. Supervisionssitzungen konnten ebenso keine Klärung erreichen, da der eine Mitarbeiter diesen aus unterschiedlichen Gründen wiederholt fernblieb. Auch die Stimmung im Team ist angespannt, es gibt unter den anderen Kollegen eine Polarisierung zwischen den beiden Kontrahenten.
Mittlerweile wurden die bezirkliche Leitung und die Mitarbeitervertretung von einem der beiden Kontrahenten informiert und um Unterstützung angefragt. Die Leitung versuchte, in ersten, getrennten Mitarbeitergesprächen deeskalierend in den Konflikt einzugreifen. Sie sieht aufgrund der Intensität und Schwere des Problems die Indikation für eine Mediation, da der Konflikt anderenfalls weiter zu eskalieren droht. Im Rahmen einer Mediation durch ein Mitglied der Mitarbeitervertretung soll eine Lösung erreicht werden, die beide Kollegen wieder arbeitsfähig macht.
1. Vorüberlegungen: Einführung in die Relevanz der Mediation bei betrieblichen Konflikten und Darstellung der präventiven sowie lösungsorientierten Funktion des Verfahrens.
2. Die Mediation: Detaillierte Fallbeschreibung eines Mitarbeiterkonflikts und schrittweise Analyse der fünf Mediationsphasen – von der Initialisierung bis zur abschließenden Vereinbarung.
3. Schlussbetrachtung: Resümee über die Wirksamkeit der Mediation im Vergleich zum Gerichtsverfahren und Einordnung des Verfahrens als effizientes Instrument im Arbeitsleben.
Anhang: Zusammenstellung ergänzender Informationen zu Mobbingdefinitionen, rechtlichen Rahmenbedingungen und einer Übersicht der fünf Phasen der Mediation.
Mediation, Konfliktmanagement, Arbeitsplatz, Mobbing, Kommunikation, Einigung, Eigenverantwortung, Arbeitsfrieden, Sozialwirtschaft, Konfliktlösung, Mediationsphasen, Arbeitskontext, Supervision, Rechtsabwägung, Vertraulichkeit
Die Arbeit behandelt die Durchführung eines Mediationsverfahrens in einem Betrieb der Sozialwirtschaft, um einen festgefahrenen Mitarbeiterkonflikt einvernehmlich zu lösen.
Im Fokus stehen die methodische Anwendung der fünf Mediationsphasen, die Analyse von Kommunikationsstörungen am Arbeitsplatz sowie die rechtliche und psychosoziale Einordnung von Mobbing.
Das Ziel ist die Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit der beiden beteiligten Mitarbeiter und die Sicherung des Betriebsfriedens durch eine konsensuale Lösung.
Es wird das Phasenmodell der Mediation angewandt, unterstützt durch Techniken wie das "Loopen" (Paraphrasieren), Visualisierung am Flip-Chart und Rollentausch-Übungen.
Der Hauptteil dokumentiert chronologisch die fünf Phasen der Mediation: von der Initialisierung über die Themensammlung und Interessenerhellung bis hin zur Erarbeitung von Optionen und dem Abschluss eines verbindlichen Memorandums.
Wichtige Begriffe sind Mediation, Konfliktmanagement, Arbeitsfrieden, Eigenverantwortung, Kommunikation und Mobbingprävention.
Der Autor nutzt seine Position als gewählter Mitarbeitervertreter, um sich als neutrale und allparteiliche Instanz zu etablieren, wobei er durch explizite Zielsetzungen die professionelle Distanz zu seinen anderen Rollen wahrt.
Die Klausel dient der Zukunftssicherung: Sie verpflichtet die Parteien, bei künftigen Änderungen oder weiterem Klärungsbedarf erneut ein Mediationsverfahren zu initiieren, anstatt in alte Konfliktmuster zurückzufallen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

