Forschungsarbeit, 2009
34 Seiten, Note: 2
1. Einleitung
1.1. Zur Abgrenzung des Themas
1.2. Zeitliche Abgrenzung
1.2.1. Thematische Abgrenzung
1.2.2. Relevanz des Themas
1.3. Problemdarstellung
1.3.1. Fragestellungen
1.3.2. Die Methodik und Vorgehensweise
2. Theortische auseiandersetzung
2.1. Die Religion als Phänomen
2.2. Säkularismus
3. Die gegenwärtige politische und ethnische Lage im Kosovo
3.1. Über die Orientierung und Religion im Kosovo
4. Umfrage: Der Einfluss der Religion im Kosovo-Jugend
5. Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss der Religion auf die kosovarische Gesellschaft, mit besonderem Fokus auf die junge Generation. Ziel der Studie ist es, das Spannungsfeld zwischen traditioneller Religiosität und einer ausgeprägten Säkularisierungstendenz sowie die Rolle der Religion im politischen und institutionellen Alltag des Kosovo zu analysieren.
3.1. Über die Orientierung und Religion im Kosovo
Ein großer Teil der Albaner betrachten sich als Europäer. Arben Xhaferi sagt, dass die Albaner sich sowohl als Europäer, aber auch als Muslime betrachten. Dies ist nach Ansicht einiger Akademiker eine der empfindlichsten Fragen in der kosovarischen Gesellschaft. Den Kosovaren (die Mehrheit von welchen Albaner) nach wie vor die staatliche Identität fehlt (auch nach der Unabhängigkeitserklärung), daher bekennen sie sich zur ihrer nationalen, albanischen Identität. Was dem betrifft, ob sie sich als „Europäer“ betrachten, so sind ein großer Teil der Forscher der Ansicht, dass aufgrund der geschichtlichen, geografischen, oder kulturellen Umständen, fühlen sich die Kosovaren als Kollektiv als „Europäer“, und in besonderen Fällen auch als Muslime, wie bei religiösen Feierlichkeiten, nicht nur weil die Religion dies vorsieht, sondern viel mehr, weil dies zu einer Volkstradition geworden ist.
Was die Identität des albanischen Volks betrifft, so sagt der international bekannter Dichter, Ismail Kadare: „Das albanische Volk hat keine unvollständige Identität, die sich hinter hinterhältigen Tulpen-Blumen versteckt. Seine Identität ist sehr klar, unabhängig davon, ob jemand sie anerkennen möchte oder nicht, oder obwohl der eine oder andere sie nicht anerkennen wollen. Die Albaner sind eines der ältesten Völker auf dem europäischen Kontinent, ein Basisvolk in seiner Eigenschaft, genauso wie die albanische Sprache wird von allen großen Linguisten akzeptiert, als eine der 10 oder 12 Basissprachen des Kontinents“.
1. Einleitung: Diese Arbeit gibt einen Überblick über die Rolle der Religion im Kosovo und legt die theoretischen sowie methodischen Grundlagen zur Untersuchung der gesellschaftlichen Wahrnehmung fest.
2. Theortische auseiandersetzung: Das Kapitel behandelt verschiedene wissenschaftliche Perspektiven auf Religion als Phänomen sowie die theoretischen Konzepte des Säkularismus im modernen Kontext.
3. Die gegenwärtige politische und ethnische Lage im Kosovo: Hier wird die komplexe multiethnische Situation des Kosovo und die Identitätssuche der verschiedenen Bevölkerungsgruppen innerhalb des neuen Staates beleuchtet.
4. Umfrage: Der Einfluss der Religion im Kosovo-Jugend: Dieses Kapitel präsentiert die Ergebnisse einer empirischen Befragung von 605 Studenten zu ihrer religiösen Praxis, politischen Einstellung und europäischen Orientierung.
5. Zusammenfassung: Die Ergebnisse werden synthetisiert, wobei insbesondere die liberale, säkulare Haltung der kosovarischen Jugend und die Unterordnung der Religion gegenüber ethnischen Fragen betont wird.
Kosovo, Religion, Säkularisierung, Identität, Jugend, Islam, Ethnizität, Politik, Laizismus, Gesellschaft, Umfrage, Europäische Orientierung, Minderheiten, Tradition, Studenten.
Die Arbeit untersucht den Stellenwert und Einfluss der Religion innerhalb der kosovarischen Gesellschaft unter besonderer Berücksichtigung der jungen Generation.
Die Schwerpunkte liegen auf der Säkularisierungstendenz, der nationalen Identität der Albaner im Kosovo, dem multiethnischen Gefüge und der Einstellung der Jugend zu religiösen Praktiken.
Ziel ist es, herauszufinden, ob und in welchem Ausmaß Religion den Alltag, die Politik und die Wertvorstellungen der kosovarischen Jugend beeinflusst.
Die Autorin kombiniert eine theoretische Literaturanalyse mit einer quantitativen empirischen Umfrage unter 605 Studenten.
Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen erläutert, gefolgt von einer Analyse der aktuellen politischen Lage und einer detaillierten Auswertung der durchgeführten Befragung.
Wesentliche Begriffe sind Säkularisierung, Kosovo, Jugend, ethnische Identität und religiöses Friedenspotenzial.
Die Mehrheit definiert sich als säkular orientiert; religiöse Riten werden oft nur selten praktiziert, während gleichzeitig eine starke pro-europäische Haltung besteht.
Die Studie kommt zu dem Schluss, dass die Religion im politischen Alltag und in der öffentlichen Meinungsbildung nur eine sehr geringe oder gar keine Rolle spielt.
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