Magisterarbeit, 2007
108 Seiten, Note: 2,0
I. Einleitung
II. Das Museum als Medium
2.1. Begriff und Geschichte – Entwicklung des Museums
2.2. Das Phänomen Musealisierung – Die Musealisierung der Gegenwart
2.3. Museum und Repräsentation
2.3.1. Faktoren der Repräsentation
2.3.1.1. Das Objekt
2.3.1.2. Die Kontextualisierung
2.3.1.3. Die kommunikativen Strategien
2.3.1.4. Der Rezipient und die Rezipientenaktivität
2.4. Die Konstruktion von Bedeutung
2.5. Das Museum als Ort der Vermittlung - "Lernort Museum"
2.5.1. Museumspädagogik – Versuch einer Verortung
2.5.2. Von der Museumspädagogik zur Museumsdidaktik
2.5.3. Museumsdidaktik
2.6. Das Museum als kommunikativer Ort mit Freizeitqualitäten
2.6.1. Das Museum in Konkurrenz mit anderen Medienformen
2.7. Zusammenfassung: Das Museum als Medium
III. Multimedia – Neue Medien – Hypermedien
3.1. Das Museum entdeckt Multimedia
3.2. Neue Medien und das Museum
3.3. Hypermedien
3.4. Traumgebilde: Universalmedium
3.4.1. Eine Maschine, der nichts unmöglich
3.4.2. Echt oder Unecht? – Das tatsächliche Bild
3.4.3. Die Perspektive des Rezipienten im hypermedialen Raum
3.5. Zusammenfassung: Multimedia – Neue Medien – Hypermedien
IV. Multimedia in Museen
4.1. Medien im Museum und Museumskommunikation
4.2. Der gegenwärtige Einsatz der Multimedia-Technologien im Museum
4.2.1. Das Haus der Geschichte der BRD als Fallbeispiel
4.2.1.1. Einsatz audiovisueller Medien im Haus der Geschichte
4.2.1.2. Medienkonzeption der Dauerausstellung
4.2.1.3. Erfahrungen und Ausblick
4.2.2. Hamburger Kunsthalle – Galerie der Gegenwart als Fallbeispiel
4.2.2.1. Das Medienkonzept
4.2.2.2. Medienziele
4.2.3. Resümee aus der Besucherforschung
4.3. Bildungspark oder Erlebnisstätte – Versuch einer Bilanz
4.4. Museum und Multimedia – Entwicklungstendenzen
4.4.1. Mobile Computing im Museum
4.4.2. Die CD-ROM
4.4.3. Museum und Internet
4.4.3.1. Das Projekt LEMO: Lebendiges virtuelles Museum Online
4.4.4. Vernetzung von Museen
4.5. Zusammenfassung: Multimedia im Museum
V. Schlussbetrachtung
Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle des Museums als modernes Medium und Lernort unter dem Einfluss neuer Informationstechnologien. Im Zentrum steht die Frage, wie multimediale Anwendungen in die museumspädagogische Praxis integriert werden können, um den Vermittlungsauftrag in einer durch rasanten Wandel geprägten Informationsgesellschaft zu erfüllen, ohne dabei das authentische Erleben des Originals zu untergraben.
2.3.1.1. Das Objekt
„Die Historizität von musealen Objekten verbietet den Schluß, daß Anschaulichkeit auch ›Bedeutung‹ erschließt.“ (WESCHENFELDER; ZACHARIAS 1992)
Von vornherein stimmt die Annahme, dass es ohne Objekt kein Museum gibt nicht ausschließlich, soll jedoch für die folgende Betrachtung als Hypothese gelten. Wie die Auseinandersetzung um das Phänomen Musealisierung gezeigt hat, kann schlicht alles zum Museumsobjekt werden. Im Folgenden soll als "Objekt" ein herkömmliches und klassisches, wie in seiner Größe eingeschränktes, materielles Museumsobjekt verstanden werden, um eine theoretisch fundierte Erörterung zu ermöglichen, wie beispielsweise ein Bild, eine Skulptur, ein ausgestopfter Säbelzahntiger oder eine Vase, eine Maschine. Eine Klassifizierung von Museumsobjekten findet meist in der museumstheoretischen Literatur statt, um die Genese der Bedeutung bzw. des Bedeutungswandels differenzierter charakterisieren zu können.
I. Einleitung: Die Arbeit führt in die Relevanz moderner Informationstechniken für Museen ein und betont den Wandel vom reinen Thesaurierungsort zum aktiven Lernort.
II. Das Museum als Medium: Dieses Kapitel analysiert die Geschichte und Entwicklung des Museums, das Phänomen der Musealisierung sowie die komplexen Faktoren der Bedeutungskonstruktion und Vermittlung.
III. Multimedia – Neue Medien – Hypermedien: Hier werden die theoretischen Grundlagen neuer Medien, deren Möglichkeiten der Vernetzung, Integration und Interaktivität sowie die spezifische Rolle des Computers als Metamedium erörtert.
IV. Multimedia in Museen: Dieses Hauptkapitel untersucht anhand konkreter Fallbeispiele (Haus der Geschichte, Hamburger Kunsthalle) den praktischen Medieneinsatz und diskutiert Tendenzen wie Mobile Computing und Internetnutzung.
V. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst zusammen, dass multimediale Anwendungen kein Ersatz für die museale Arbeit sind, sondern als integraler Bestandteil bei professioneller Integration neue, individualisierte Zugänge zu Objekten ermöglichen.
Museumspädagogik, Museumsdidaktik, Multimedia, Neue Medien, Hypermedien, Musealisierung, Museumskommunikation, Wissensvermittlung, Rezipient, Besucherforschung, Ausstellungsdidaktik, Digitale Medien, Lernort Museum, Authentizität, Edutainment.
Die Arbeit analysiert das Museum als Medium und Lernort im Zeitalter der Informationsgesellschaft und untersucht, wie moderne Medientechnologien die klassische Museumsarbeit ergänzen oder transformieren können.
Die zentralen Felder sind die Museumspädagogik, die Medientheorie, die Besucherforschung sowie die praktische Anwendung von Multimedia und Internet in Museen.
Das primäre Ziel ist es zu klären, wie Museen den Spagat zwischen ihrem traditionellen Bildungsauftrag und den neuen, interaktiven Vermittlungsmöglichkeiten schaffen können, um den Erwartungen moderner Besucher gerecht zu werden.
Die Arbeit nähert sich dem Thema deduktiv und stützt sich auf eine interdisziplinäre Auswertung von Fachliteratur aus den Bereichen Pädagogik, Kunstgeschichte, Museologie sowie Medien- und Informationswissenschaft.
Der Hauptteil beleuchtet zunächst die theoretischen Grundlagen des Museums als kommunikatives Medium, definiert Begriffe wie Museumspädagogik und -didaktik und analysiert anschließend den Einsatz multimedialer Anwendungen anhand von Fallbeispielen und technologischen Trends.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Museumspädagogik, Multimediale Anwendungen, Wissensvermittlung, Besucherorientierung, Musealisierung und die Rolle des Rezipienten.
Besucherorientierung bedeutet laut Arbeit, die Bedürfnisse der Zielgruppen in den Mittelpunkt zu stellen. Multimediale Systeme werden hierbei als Werkzeuge verstanden, die es dem Besucher ermöglichen, sich Inhalte individuell und nach eigenem Interesse zu erschließen.
Es dient als Fallbeispiel für eine besonders erfolgreiche und zielgruppenorientierte Umsetzung eines multimedialen Konzeptes in einem historischen Kontext, wobei 98 Medienstationen eine anschauliche Wissensvermittlung ermöglichen.
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