Diplomarbeit, 2023
85 Seiten, Note: 2,00
1. Einleitung
1.1. Problemstellung
1.2. Zielsetzung
1.3. Aufbau der Arbeit
2. Knowledge Hiding – Wissensverheimlichung
3. Ostrazismus - Begriffsentwicklung, -definition & -abgrenzung
4. Taxonomische Struktur von Ostrazismus
5. Aktueller Forschungsstand und Fokussierung auf das Temporal Need Threat Modell nach Williams und Zadro (2005)
5.1. Auswirkungen von Ostrazismus auf die vier fundamentalen Bedürfnisse
5.1.1. Bedürfnis nach Zugehörigkeit
5.1.2. Bedürfnis nach Selbstwert
5.1.3. Bedürfnis nach Kontrolle
5.1.4. Bedürfnis nach sinnvoller Existenz
5.2. Temporal Need Threat Modell
5.2.1. Erste Phase der Reaktion: Reflex (Schmerz)
5.2.2. Zweite Phase der Reaktion: Reflexion
5.2.3. Dritte Phase der Reaktion: Resignation
6. Auswirkungen von Ostrazismus auf das Sozialverhalten
6.1. Need Fortification Hypothese (Williams, 2009)
6.1.1. Eingliederungscluster: Bindung und Förderung des Selbstbewusstseins
6.1.2. Macht-, und Provokationscluster: Kontrolle und Festigung der Existenz
7. Ostrazismus und Knowledge Hiding im betrieblichen Kontext
7.1. Wirksamkeitsbedürfnisse
7.2. Psychologischer Stress
8. Überlegungen für die empirische Studie
9. Forschungsfrage und Ableitung der Hypothesen
10. Forschungsdesign
10.1. Methode
10.1.2. Erhebungsinstrument
10.1.3. Stichprobenkonstruktion
10.1.4. Erarbeitung des Fragebogens
11. Forschungsergebnisse
11.1. Auswertung der Hypothesen
11.2. Regressionsanalyse: Die Vorhersage von Knowledge Hiding aufgrund von Ostrazismus, psychischem Stress und Wirksamkeitsbedürfnissen
11.3. Beantwortung der Forschungsfrage
12. Schlussfolgerung & Relevanz der Erkenntnisse
13. Zusammenfassung & Fazit
14. Limitationen & Ausblick
14.1.1. Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten
Die Arbeit untersucht den Einfluss von Ostrazismus am Arbeitsplatz auf antisoziales Verhalten in Form von Knowledge Hiding, wobei die vermittelnde Rolle von Wirksamkeitsbedürfnissen und psychischem Stress im Kontext der österreichischen Baubranche analysiert wird.
1. Einleitung
Seit je her benötigt der Mensch als soziales Wesen zwischenmenschliche Beziehungen und das damit einhergehende Zugehörigkeitsgefühl für die eigene physische und psychische Gesundheit (Liebermann, 2013). Der Zusammenhalt und die Koexistenz sozialer Gruppen bedeuteten während des gesamten Evolutionsprozesses Überlebensvorteile. Daraus entsteht der Wunsch nach positiven sozialen Beziehungen und der Akzeptanz verwandter sozialer Gruppen als universelles Grundbedürfnis (DeWall & Richman, 2011; Maner et al., 2007).
Bereits 1995 untersuchten Baumeister und Leary erstmalig die fatalen psychologischen und physischen Auswirkungen von sozialem Ausschluss und Ablehnung auf betroffene Personen und zeigten, dass Menschen grundsätzlich und allgegenwärtig durch ein Bedürfnis nach Zugehörigkeit und den starken Wunsch, zwischenmenschliche Bindungen aufzubauen und aufrechtzuerhalten, motiviert sind und nach häufigen, positiven Interaktionen im Rahmen von langfristigen und fürsorglichen Beziehungen streben (Baumeister & Leary, 1995).
Der Begriff Ostrazismus stammt aus dem Griechischen, bedeutet Scherbengericht und hat seinen Ursprung im alten Griechenland, als BürgerInnen, welche sich nicht an die damaligen Gesetze hielten, mittels Scherbengerichts mit Verbannung auf Zeit bestraft und somit aus der sozialen Gemeinschaft ausgeschlossen wurden (Duden, 2023).
1. Einleitung: Beschreibt die theoretische Verankerung des menschlichen Bedürfnisses nach Zugehörigkeit und führt den Begriff Ostrazismus sowie dessen Relevanz am Arbeitsplatz ein.
2. Knowledge Hiding – Wissensverheimlichung: Definiert das bewusste Verbergen von Wissen als kontraproduktives Arbeitsverhalten und beleuchtet dessen negative Auswirkungen auf die organisationale Leistung.
3. Ostrazismus - Begriffsentwicklung, -definition & -abgrenzung: Erläutert die Herkunft und Breite des Ostrazismus-Begriffs und versucht eine Abgrenzung zu verwandten Konzepten wie sozialem Ausschluss.
4. Taxonomische Struktur von Ostrazismus: Klassifiziert Ostrazismus in verschiedene Teilbereiche wie physischen, sozialen und Cyberostrazismus.
5. Aktueller Forschungsstand und Fokussierung auf das Temporal Need Threat Modell nach Williams und Zadro (2005): Stellt das zentrale psychologische Modell vor, das die drei Phasen der Reaktion auf soziale Ausgrenzung erklärt.
6. Auswirkungen von Ostrazismus auf das Sozialverhalten: Analysiert, wie Ostrazismus prosoziales Verhalten (Anpassung) oder antisoziales Verhalten (Aggression) auslösen kann.
7. Ostrazismus und Knowledge Hiding im betrieblichen Kontext: Verknüpft die beiden Kernkonzepte der Arbeit vor dem Hintergrund der Wirksamkeitsbedürfnisse und psychischen Stresses bei Arbeitnehmern.
8. Überlegungen für die empirische Studie: Legt das Forschungsdesign fest und begründet die Wahl des Forschungsfeldes innerhalb der österreichischen Baubranche.
9. Forschungsfrage und Ableitung der Hypothesen: Formuliert das theoretische Untersuchungsmodell und leitet die sieben zu testenden Hypothesen ab.
10. Forschungsdesign: Beschreibt die methodische Vorgehensweise, die Erhebung mittels Online-Fragebogen sowie die Stichprobenkonstruktion.
11. Forschungsergebnisse: Präsentiert die empirischen Auswertungen inklusive Regressions- und Mediationsanalysen zur Validierung der aufgestellten Hypothesen.
12. Schlussfolgerung & Relevanz der Erkenntnisse: Diskutiert die Ergebnisse im Hinblick auf betriebliche Implikationen für Personalführung und Unternehmenskultur.
13. Zusammenfassung & Fazit: Führt die zentralen Ergebnisse der gesamten Arbeit zusammen und gibt ein abschließendes Resümee.
14. Limitationen & Ausblick: Kritische Reflexion der methodischen Einschränkungen und Anregungen für zukünftige Forschungsansätze.
Ostrazismus, Knowledge Hiding, Baubranche, Wirksamkeitsbedürfnisse, Psychescher Stress, Arbeitsplatz, soziale Ausgrenzung, Modell nach Williams, Sozialverhalten, Unternehmenserfolg, Wissensmanagement, psychische Gesundheit, Replikationsstudie, prosoziales Verhalten, antisoziales Verhalten.
Die Arbeit untersucht, wie sich die soziale Ausgrenzung am Arbeitsplatz (Ostrazismus) auf das Verhalten von Arbeitnehmern auswirkt, insbesondere darauf, ob und warum sie Wissen vor Kollegen verheimlichen (Knowledge Hiding).
Die Schwerpunkte liegen auf psychologischen Grundbedürfnissen, Stress am Arbeitsplatz, den Auslösern von Knowledge Hiding und der Anwendung theoretischer Modelle zur Bedürfnis-Fortifikation.
Das Ziel ist die Replikation der Studie von Bhatti et al. (2021) im Kontext der österreichischen Baubranche, um zu prüfen, ob die vermittelnde Rolle von Wirksamkeitsbedürfnissen und Stress bei der Entstehung von Knowledge Hiding auch hier besteht.
Es wurde ein quantitatives Forschungsdesign gewählt, das mittels eines standardisierten Online-Fragebogens in der österreichischen Baubranche Daten erhoben hat, die anschließend statistisch ausgewertet wurden.
Der Hauptteil widmet sich der theoretischen Aufarbeitung des Temporal Need Threat Modells von Williams, der Diskussion von Sozialverhalten unter Stress und der detaillierten statistischen Ausprüfung von sieben aufgestellten Hypothesen.
Charakteristisch sind Begriffe wie Ostrazismus, Knowledge Hiding, Mediatorvariablen (Wirksamkeitsbedürfnisse, Stress) und die Anwendung der Ressourcenerhaltungstheorie auf betriebliche Prozesse.
Diese Arbeit bezieht sich spezifisch auf die österreichische Baubranche und untersucht gezielt die Rolle des psychischen Stresses und der Wirksamkeitsbedürfnisse als Mediatoren in einem industriellen, oft hierarchisch geprägten Arbeitsumfeld.
Die Branche ist durch komplexe, projektspezifische Zusammenarbeit und hohen Wissensbedarf geprägt; Störungen in der Wissensweitergabe durch Ostrazismus können hier besonders kritische Auswirkungen auf den Projekterfolg haben.
Das Fazit betont, dass ein respektvolles, inklusives Arbeitsklima essenziell ist. Die Reduzierung von Ostrazismus und Stress kann helfen, das Knowledge Hiding zu minimieren und somit die Effizienz und Innovationskraft der Betriebe nachhaltig zu sichern.
Ja, der Autor reflektiert Limitationen wie das verwendete Querschnittsdesign (keine Kausalaussagen über Zeit), die potenzielle Befangenheit durch die eigene berufliche Nähe zum Untersuchungsfeld und die Selbsteinschätzungsmethode der Fragebögen.
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