Masterarbeit, 2021
156 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Begriffsbestimmungen und Stand der Forschung
1.1.1 Familie
1.1.2 Eltern-Kind-Beziehungen
1.1.3 Elterliche Belastungen zur Zeit der Corona-Pandemie
1.2 Situation der niedersächsischen Grundschulen seit Ausbruch der Corona-Pandemie: Schulschließungen als bundesweite Maßnahme zur Infektionsminimierung
1.2.1 Frühjahr 2020
1.2.2 Dezember 2020/ Januar 2021
2 Empirische Untersuchung der Elternperspektive auf die zwei Schulschließungen unter besonderer Berücksichtigung der Auswirkungen auf die Eltern, ihre Beziehung zum Kind und das Familienleben
2.1 Fragestellung
2.2 Methodik
2.2.1 Erhebungsmethode
2.2.2 Leitfadenerstellung
2.2.3 Auswertungsmethode
2.2.4 Transkriptionsregeln
2.2.5 Sample
3 Ergebnisdarstellung
4 Diskussion
5 Kritische Reflexion
6 Fazit
7 Literaturverzeichnis
Die Masterarbeit untersucht das subjektive Belastungsempfinden von Eltern von Grundschulkindern während der zwei pandemiebedingten Schulschließungen in Deutschland. Ziel ist es, die rückblickenden Erfahrungen der Eltern hinsichtlich ihrer Belastung, der familiären Auswirkungen und der Eltern-Kind-Beziehung wissenschaftlich aufzuarbeiten.
1 Einleitung
Seit Ausbruch der Corona-Pandemie im Jahr 2020 hat sich die Lebenslage von Eltern schulpflichtiger Kinder aufgrund von bundesweiten Schulschließungen zeitweise grundlegend verändert. Wie die aktuelle Forschung zeigt, zog dies für die Mehrheit der Elternschaft ein erhöhtes Belastungsempfinden nach sich. Infolge der Corona-Krise beeinflusste das Thema der pandemiebedingten elterlichen Belastungen den wissenschaftlichen Diskurs in Ansätzen (vgl. Zinn & Bayer 2021), allerdings ist über den Bezug zu den Maßnahmen der zwei Schulschließungen nur wenig bekannt. Ebenso blieben die von Elternseite empfundenen und explizit durch die Schulschließungen bedingten Auswirkungen auf das gesamte Familienleben bislang unerforscht. Um umfassende Kenntnisse zur Thematik „Die subjektive Belastung von Eltern zu Zeiten der zwei pandemiebedingten Schulschließungen“ zu erlangen, wird im Rahmen dieser Forschungsarbeit folgende Fragestellung genauer untersucht:
„Wie empfinden Eltern von Grundschulkindern die Belastung zu Zeiten der zwei pandemiebedingten Schulschließungen aus retroperspektiver Sicht unter besonderer Berücksichtigung der Auswirkungen auf die Eltern, ihre Beziehung zum Kind und das Familienleben?“
Diese Arbeit hat die Intention, die rückblickende Perspektive der Elternschaft bezüglich empfundener Belastungen während der Zeit der zwei Schulschließungen im Frühjahr 2020 und im Dezember 2020 bis Januar 2021 zu beleuchten. Mit diesem Forschungsvorhaben sollen Erkenntnisse darüber gewonnen werden, wie die Krisensituation das Belastungsempfinden der Eltern, ihre Beziehung zum Kind und nicht zuletzt das gesamte Familiengefüge aus Elternsicht beeinflusste. Im Rahmen einer qualitativen Studie werden Interviews mit Elternteilen durchgeführt, die anschließend mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Kuckartz (2016) ausgewertet werden. Die Wahl fiel auf ein qualitatives Forschungsdesign, da die Forschungsarbeit auf die subjektiven Sichtweisen der Eltern abzielt und demnach einzelfallorientiert ist.
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der pandemiebedingten elterlichen Belastungen ein und definiert die zentrale Forschungsfrage zum subjektiven Empfinden von Eltern während der Schulschließungen.
2 Empirische Untersuchung der Elternperspektive auf die zwei Schulschließungen unter besonderer Berücksichtigung der Auswirkungen auf die Eltern, ihre Beziehung zum Kind und das Familienleben: Dieses Kapitel erläutert die methodische Herangehensweise, einschließlich der Leitfadeninterviews mit Elternteilen und der qualitativen Inhaltsanalyse.
3 Ergebnisdarstellung: Die Darstellung präsentiert die aus den Interviews gewonnenen Ergebnisse, gegliedert nach Oberkategorien wie Auswirkungen auf Eltern, Familienleben und die Eltern-Kind-Beziehung.
4 Diskussion: Die Ergebnisse werden hier kritisch interpretiert, mit aktuellem Forschungsstand verknüpft und auf die Forschungsfrage bezogen diskutiert.
5 Kritische Reflexion: In diesem Kapitel wird das methodische Vorgehen anhand von Gütekriterien qualitativer Forschung kritisch hinterfragt und die Validität der Studie bewertet.
6 Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und leitet Implikationen für künftige schulische Ausnahmesituationen ab.
Corona-Pandemie, Schulschließungen, Grundschulkinder, elterliche Belastung, Eltern-Kind-Beziehung, Familienleben, Homeoffice, qualitatives Forschungsdesign, Leitfadeninterviews, qualitative Inhaltsanalyse, Homeschooling, Bewältigungsstrategien, Coping.
Die Arbeit befasst sich mit den subjektiven Erfahrungen und Belastungen von Eltern, die durch die Schulschließungen im Frühjahr 2020 und Winter 2020/2021 entstanden sind.
Die Hauptthemen umfassen das elterliche Rollenverständnis, das Familienklima, die Intensität der Bindung in der Eltern-Kind-Beziehung sowie die Vereinbarkeit von Beruf und Betreuung.
Das Ziel ist es, die bisher unerforschte rückblickende Perspektive von Eltern auf die pandemiebedingte Krisensituation und deren Auswirkungen auf das familiäre Zusammenleben zu verstehen.
Die Arbeit nutzt ein qualitatives Forschungsdesign mit leitfadengestützten Interviews, deren Transkripte anschließend mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Kuckartz ausgewertet werden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Begriffe Familie und Elternrolle sowie in den umfangreichen empirischen Teil, in dem Interviewdaten ausgewertet und diskutiert werden.
Wichtige Begriffe sind unter anderem elterliche Belastung, Homeschooling, Familiendynamik, Stressmodelle sowie infrastrukturelle Unterstützung durch Schulen.
Die Arbeit verdeutlicht, dass der Wegfall der Großelternbetreuung, bedingt durch Infektionsschutzmaßnahmen für Risikogruppen, für viele Familien eine erhebliche zusätzliche Belastung darstellte.
Es beschreibt das gleichzeitige Bestehen von beruflichen Anforderungen (Homeoffice), der Organisation des Homeschoolings und der ganztägigen Kinderbetreuung, was viele Eltern überforderte.
Die Wunderfrage aus der systemischen Therapie wurde im Interview genutzt, um die Wunschvorstellungen der Eltern bezüglich ihrer Zukunft und ihrer Sehnsüchte nach Normalität sichtbar zu machen.
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