Bachelorarbeit, 2019
58 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Problemstellung und Ziele der Arbeit
1.2 Vorgehen
2. Die Fair-Value-Bewertung nach IFRS 13
2.1 Zielsetzung und Regelungsbereiche
2.2 Bewertungsschritte
2.2.1 Bestimmung der Bewertungseinheit, IFRS 13.11 ff.
2.2.2 Bestimmung der sachgerechten Bewertungsprämissen, IFRS 13.27 ff.
2.2.3 Bestimmung des relevanten Marktes, IFRS 13.16 ff.
2.2.4 Bestimmung der Bewertungstechniken
2.2.4.1 Allgemeines
2.2.4.2 Marktbasierter Ansatz (market approach), IFRS 13.B 5 ff.
2.2.4.3 Kostenbasierter Ansatz (cost approach), IFRS 13.B 8 f.
2.2.4.4 Einkommensbasierter Ansatz (income approach), IFRS 13.B 10 ff.
2.3 Inputfaktoren und Bewertungshierarchie
2.3.1 Allgemeines
2.3.2 Level 1, IFRS 13.76 ff.
2.3.3 Level 2, IFRS 13.81 ff.
2.3.4 Level 3, IFRS 13.86 ff.
2.4 Anhangangaben, IFRS 13.91 ff.
3. Die Fair-Value-Bewertung von Investment Properties
3.1 Regelungsbereiche nach IAS 40
3.2 Bestimmung der Bewertungseinheit
3.3 Bestimmung der Bewertungsprämissen
3.4 Bestimmung des relevanten Marktes
3.5 Bestimmung der Bewertungstechniken und Hierarchie
3.6 Bewertungswahlrechte
3.6.1 Zugangsbewertung
3.6.2 Folgebewertung
3.7 Anhangangaben, IAS 40.75 ff. i. V. m. IFRS 13.91 ff.
3.8 Würdigende Zusammenfassung der regulatorischen Anforderungen
4. Peer-Group-Analyse der praktischen Umsetzung
4.1 Gegenstand und Vorgehensweise
4.2 Entwicklung eines Kriterienkataloges
4.3 Auswertung des Kriterienkataloges
5. Fazit
Die vorliegende Abschlussarbeit verfolgt das Ziel, die regulatorischen Anforderungen an die Fair-Value-Bewertung nach IFRS 13 sowie deren praktische Umsetzung bei Immobilienunternehmen kritisch zu analysieren. Dabei steht insbesondere der Anwendungsbereich der "als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien" (Investment Properties) nach IAS 40 im Fokus, um die Qualität und Vergleichbarkeit der entsprechenden Finanzberichterstattung zu bewerten.
2.2.4.4 Einkommensbasierter Ansatz (income approach), IFRS 13.B 10 ff.
Der einkommensbasierte Ansatz, oder auch kapitalwertorientierter Ansatz genannt, leitet aus zukünftigen Zahlungsströmen einen auf den Bewertungstag diskontierten Betrag ab. Definiert wird der einkommensbasierte Ansatz als „Bewertungstechniken, die künftige Beträge (z.B. Zahlungsströme oder Aufwendungen und Erträge) in einen einzigen aktuellen (d.h. abgezinsten) Betrag umwandeln. Die Bemessung des beizulegenden Zeitwerts erfolgt auf der Grundlage des Werts, auf den gegenwärtige Markterwartungen hinsichtlich dieser künftigen Beträge hindeuten.“ Zu diesen Bewertungstechniken gehören u.a. die Kapitalwertmethode (present value method) oder Optionspreis-Modelle, wie z.B. die Black-Scholes-Merton-Formel, vgl. IFRS 13.B 11. Bei dem kapitalwertorientierten Ansatz kommen vor allem DCF-Methoden (discounted cash flow) zur Anwendung.
Aus der gegebenen Definition wird deutlich, dass die zentrale Aufgabe des einkommensbasierten Ansatzes darin besteht, die relevanten Zahlungsströme abzuschätzen und einen Kapitalisierungszinssatz abzuleiten, welcher das inhärente Risiko und den risikolosen Zinssatz (time value of money) als Abzinsungszinssatz des Vermögenswertes, respektive Schuld, in entsprechender Weise repräsentiert. Dabei hat die Vergleichbarkeit des Bewertungsobjektes mit einer Alternativanlage im Rahmen der Barwertermittlung besondere Bedeutung.
Für die Gewährleistung der Vergleichbarkeit ist eine Erweiterung des Barwertkalküls als Anpassung des Diskontierungszinssatzes oder der Zahlungsströme zu vollziehen, vgl. IFRS 13.B 17. Bestehen Unsicherheiten bei der Prognose der Cashflows, sind diesbezüglich Kalibrierungen in der Art vorzunehmen, dass der Erwartungswert (expected cash flow) gebildet wird. Diese Zahlungsströme sind i.d.R. nicht nur ihrer Höhe, sondern auch ihrem zeitlichen Anfalls nach unsicher, vgl. IFRS 13.B 15 f. Die dem Bewertungsobjekt innewohnenden Risiken sind als Opportunitätskosten zu berücksichtigen.
1. Einleitung: Beschreibt den Hintergrund der Finanzkrise, die Einführung des IFRS 13 als zentrale Bewertungsnorm und die Zielsetzung der Arbeit.
2. Die Fair-Value-Bewertung nach IFRS 13: Detaillierte Darstellung der Bewertungsrichtlinien, der notwendigen Bewertungsschritte, der Bewertungshierarchie sowie der Anforderungen an Anhangangaben.
3. Die Fair-Value-Bewertung von Investment Properties: Spezifische Anwendung der Bewertungsregeln für Renditeimmobilien nach IAS 40 inklusive Diskussion der Bewertungshierarchie und Wahlrechte.
4. Peer-Group-Analyse der praktischen Umsetzung: Empirische Untersuchung der praktischen Umsetzung des Fair-Value-Modells anhand der Jahresabschlüsse zehn börsennotierter Immobilienunternehmen.
5. Fazit: Kritische Würdigung der regulatorischen Anforderungen und der Ergebnisse der Peer-Group-Analyse im Hinblick auf die Informationsvermittlung an Stakeholder.
Fair Value, IFRS 13, IAS 40, Investment Properties, Immobilienbewertung, Bewertungseinheit, Bewertungshierarchie, DCF-Verfahren, Diskontierung, Renditeimmobilien, Anhangangaben, Bilanzierung, Finanzberichterstattung, Marktpreis, Sensitivitätsanalyse.
Die Arbeit analysiert die regulatorischen Anforderungen und die praktische Umsetzung der Fair-Value-Bewertung für Immobilieninvestitionen unter Berücksichtigung der Standards IFRS 13 und IAS 40.
Die Schwerpunkte liegen auf der methodischen Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts, den Bewertungsschritten für Investment Properties und der Analyse der Offenlegungspraxis in Geschäftsberichten.
Ziel ist es zu prüfen, inwieweit die regulatorischen Anforderungen an die Fair-Value-Bewertung dazu beitragen, den Adressaten des Jahresabschlusses relevante und vergleichbare Informationen über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu vermitteln.
Es erfolgt eine theoretische Herleitung der Bewertungsvorgaben sowie eine empirische Peer-Group-Analyse von zehn börsennotierten Immobilienunternehmen anhand eines entwickelten Kriterienkatalogs.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des IFRS 13, die konkrete Anwendung auf Immobilien gemäß IAS 40 und die nachfolgende praktische Auswertung der Jahresabschlüsse.
Zu den prägenden Fachbegriffen zählen Fair Value, Investment Properties, DCF-Verfahren, Bewertungshierarchie, Anhangangaben und Inputfaktoren.
Die Analyse zeigt, dass alle Unternehmen der Peer-Group den einkommensbasierten Ansatz mittels DCF-Verfahren anwenden, was auf eine hohe Homogenität in der praktischen Umsetzung hindeutet.
Alle untersuchten Finanzberichte ordnen die Immobilienbewertung dem Level 3 der Hierarchie zu, da aufgrund der Individualität von Immobilien in der Regel keine beobachtbaren Level 1 oder Level 2 Preise vorliegen.
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