Examensarbeit, 1981
81 Seiten, Note: 1,0
1. EINLEITUNG
1.1. Zielsetzung der Arbeit
1.2. Begriffliche Abgrenzung und Vorgehensweise
2. ALLGEMEINE ANFORDERUNGEN AN BEWERTUNGSKONZEPTE
2.1. Auftraggeberbezogene Anforderungsproblematik
2.2. Wissenschaftmethodische Anforderungsproblematik
2.2.1. Objektivität und Reproduzierbarkeit
2.2.2. Reliabilität
2.2.3. Validität und Operationalisierung
2.2.4. Theoretischer Bezug und Transparenz
2.2.5. Validität und Vollständigkeit der Itemauswahl
2.2.6. Repräsentativität
2.3. Anforderungen seitens des Praktikers
3. SPEZIFISCHE PROBLEMATIK DER REALISATION VON BEWERTUNGSKONZEPTEN
3.1. Bewertungskonzept zur anthropometrischen Begutachtung von Arbeitsplätzen an Konsolen
3.2. Ergonomisch-anthropometrische Bewertung über die Erstellung eines Ideals
3.3. Entwurf eines numerischen Bewertungsverfahrens
3.4. Stufenmodell zur ergonomischen Bewertung von Arbeitssystemen
3.5. Zusammenfassung zur Problematik von Bewertungskonzepten
4. KONZEPTION EINES BEWERTUNGSVERFAHRENS ALS KYBERNETISCHES PROZESSMODELL
4.1. Externe Bedingungsfaktoren
4.1.1. Körperhaltungen bei der Arbeit
4.1.2. Zugänglichkeit des Arbeitsplatzes
4.1.3. Sicherheitstechnische Arbeitsplatzgestaltung
4.1.4. Überwachungsaufgaben
4.1.5. Aufgabenwiederholung und Muskelbelastung
4.1.6. Steuerarmaturen
4.1.7. Klimatische Bedingungen
4.1.8. Seegang und Turbulenz
4.1.9. Lärm und Beleuchtung
4.1.10. Bekleidung
4.1.11. Anzeigen-Positionierung
4.1.12. Kommunikation
4.1.13. Wartbarkeit
4.1.14. Sitze
4.1.15. Arbeitszeitregime und Arbeitsablauf
4.1.16. Ausbildung und Vorbildung
4.2. Interne Wechselwirkungen
4.3. Aussagenlogik und kybernetische Prozesse
5. DAS ANTHROPOMETRISCHE BEWERTUNGSKONZEPT ALS TABELLARISCHES STRUKTOGRAMM
6. DISKUSSION
7. ZUSAMMENFASSUNG
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Entwicklung eines systematischen Bewertungssystems zur anthropometrischen Gestaltung von Arbeitsplätzen an Bildschirmen und Konsolen, insbesondere im militärischen Umfeld. Ziel ist es, ein wissenschaftlich fundiertes und für den Praktiker anwendbares kybernetisches Prozessmodell zu entwerfen, welches eine objektive Beurteilung und Optimierung der Arbeitsplatzbedingungen ermöglicht.
4.1.1. Körperhaltung bei der Arbeit
Je nachdem, ob es sich bei einem Konsolenarbeitsplatz um eine Überwachungs-tätigkeit oder um eine ständige Arbeit an einer alphanumerischen Tastatur handelt, muß der Bediener eine vordere oder eine hintere Sitzhaltung einnehmen. Für die verschiedenen Sitzhaltungen sind unterschiedliche Stühle geeignet (SCHOBERTH, 1962).
Die anzunehmenden Richtwerte geben im Hinblick auf die Sitztiefe unterschiedliche Werte an, die auf den verschiedenen Definitionen der Meßpunkte beruhen. Nach DIN 4552 wird die Sitztiefe definiert als "waagerechter Abstand der Vorderkante der Sitzfläche in der Mitte der Breite ... von der Senkrechten durch den Abstützpunkt der Rückenlehne" und der zulässige Maximalwert beträgt 420 mm. Als anthropometrisches Maß für die Sitztiefe kann auch die Entfernung von der Kniekehle bis zu dem am weitesten nach hinten vortretenden Teil des Gesäßes angeführt werden, die für das 5. Perzentil 46 cm beträgt (vgl. JÜRGENS, 1975). Nur bei einem Stuhl für eine hintere Sitzhaltung entsprechen die angeführten Definitionen einander, weil dann der am weitesten ventral gelegene Punkt der Rückenlehne mit dem hintersten Punkt der Sitzfläche zusammenfallen kann (vgl. Abb. 9).
Je nach der gegebenen Verteilung der Arbeitshaltungen ist ein anderer Richtwert für die Sitztiefe anzuwenden, wenn man die Definition nach DIN 4552 zugrundelegt. Darüber hinaus bestehen unterschiedliche Anforderungen an die Verstellbarkeit oder Einstellung der Rückenlehnenneigung.
An einem Konsolenarbeitsplatz kann bei vorderer Sitzhaltung von einer mittleren Sitzhöhe von 450 mm ausgegangen werden. Der 50-Perzentil-Mann erreicht - nach Addition eines Bekleidungszuschlages und eines Korrekturwertes für entspannte Sitzhaltung - eine mittlere Augenhöhe über den Boden von 1.210 mm. Dies wird damit der Bezugswert für die Beurteilung der Lage des zentralen Gesichtsfeldes und dort positionierter Instrumente. Für das 50. Perzentil ergibt sich eine mittlere Schulterhöhe von 590 mm, was zuzüglich einer mittleren Sitzhöhe von 450 mm einen Bezugswert von 1.040 mm über den Boden ergibt.
1. EINLEITUNG: Darstellung der wachsenden Bedeutung ergonomischer Optimierung an komplexen Arbeitsplätzen und der Zielsetzung der Arbeit.
2. ALLGEMEINE ANFORDERUNGEN AN BEWERTUNGSKONZEPTE: Diskussion der methodischen Anforderungen wie Objektivität, Reliabilität und Validität, die ein valides Bewertungssystem erfüllen muss.
3. SPEZIFISCHE PROBLEMATIK DER REALISATION VON BEWERTUNGSKONZEPTEN: Analyse der Schwierigkeiten bei der praktischen Umsetzung von Bewertungskonzepten und Vorstellung eines numerischen Bewertungsverfahrens.
4. KONZEPTION EINES BEWERTUNGSVERFAHRENS ALS KYBERNETISCHES PROZESSMODELL: Einführung eines kybernetischen Modells zur Berücksichtigung externer Faktoren wie Körperhaltung und Umgebungseinflüsse bei der Arbeitsplatzgestaltung.
5. DAS ANTHROPOMETRISCHE BEWERTUNGSKONZEPT ALS TABELLARISCHES STRUKTOGRAMM: Praktische Umsetzung des theoretischen Modells in ein operationalisierbares tabellarisches System für die Begutachtung.
6. DISKUSSION: Reflexion über die Anwendbarkeit des Modells und das Potenzial zur rechnergestützten Durchführung.
7. ZUSAMMENFASSUNG: Zusammenfassender Rückblick auf die entwickelte Methodik zur anthropometrischen Bewertung von Konsolenarbeitsplätzen.
Anthropometrie, Ergonomie, Arbeitsplatzgestaltung, Konsolen, Bildschirmarbeitsplatz, Bewertungssystem, Kybernetik, Prozessmodell, Benutzeranforderungen, Systemeffizienz, Körperhaltung, Bedienungssicherheit, DIN-Normen, Checkliste, Validität.
Die Arbeit entwickelt ein wissenschaftlich fundiertes Bewertungskonzept für die ergonomische und anthropometrische Gestaltung von Arbeitsplätzen an Konsolen und Bildschirmen.
Zentrale Themen sind die Anforderungsanalyse durch den Auftraggeber, wissenschaftliche Gütekriterien der Bewertung sowie die kybernetische Modellierung von Arbeitsplatzparametern.
Ziel ist es, ein systematisches Verfahren zu erstellen, das eine objektive, reproduzierbare und praktikable Beurteilung von Arbeitsplätzen ermöglicht, um Gesundheitsschäden zu vermeiden und die Effizienz zu steigern.
Es wird ein kybernetisches Prozessmodell verwendet, das mittels eines tabellarischen Struktogramms und spezifischer Checklisten zur operationalisierten Datenerfassung führt.
Der Hauptteil gliedert sich in die methodischen Grundlagen, die Analyse externer Bedingungsfaktoren wie Körperhaltung und Umgebung sowie die konkrete Ausarbeitung des Bewertungssystems.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Anthropometrie, Ergonomie, kybernetische Systemanalyse und die Operationalisierung durch tabellarische Checklisten.
Die statische Bewertung betrachtet nur die leeren Arbeitsplätze, während die dynamische Analyse die tatsächlichen Arbeitsabläufe und Tätigkeitscharakteristika miteinbezieht.
Weil es die Wechselwirkungen zwischen den verschiedenen Arbeitsplatzkomponenten und menschlichen Körperhaltungen als Regelprozess betrachtet, bei dem Modifikationen einzelner Teile Rückwirkungen auf das Gesamtsystem haben.
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