Examensarbeit, 2009
85 Seiten, Note: 2
Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
I. Einleitung
II. Allgemeine Planungsgrundlagen
1. Die Bildungsstandards und die zu fördernden Kompetenzen
III. Sachanalyse
1. Das Kommunikationsmodell von Schulz von Thun
2. Gesprächsfähigkeit als Merkmal humaner Gesprächskultur
3. Zum Begriff des Übens
IV. Bedingungsanalyse
1. Zur Situation der Lerngruppe: Leistungsgefüge/Sozialverhalten
2. Äußere Voraussetzungen
3. Entwicklungspsychologische Voraussetzungen
4. Fachlich-methodische Voraussetzungen
V. Die Unterrichtseinheit
1. Die Unterrichtseinheit im Überblick
2. Lernbereiche, Inhalte und Ziele der Unterrichtseinheit
3. Methodisch-didaktische Überlegungen zur Unterrichtseinheit
VI. Praktischer Teil: Planung, Durchführung und Auswertung ausgewählter Unterrichtsstunden
1. Die 2./3. Unterrichtsstunde (Doppelstunde)
1.1. Methodisch-didaktische Überlegungen
1.2. Offene Verlaufsskizze
1.3. Reflexion
2. Die 6./7. Unterrichtsstunde (Doppelstunde)
2.1. Methodisch-didaktische Überlegungen
2.2. Offene Verlaufsskizze
2.3. Reflexion
VII. Schlussreflexion
Ziel der vorliegenden Arbeit ist die Förderung kommunikativer Kompetenzen in einer sechsten Hauptschulklasse durch die Erprobung und Reflexion ausgewählter Übungen und Spiele. Die Forschungsfrage untersucht dabei, wie durch gezielte, schülerorientierte Unterrichtsbausteine das soziale Miteinander, die Gesprächsfähigkeit und die Impulskontrolle der Lernenden verbessert werden können.
I. Einleitung
Schulen sind kein Ort des friedlichen und freundlichen Miteinanders. Insbesondere die Kinder unserer Hauptschulklassen zeigen erhebliche Defizite. Die Nichteinhaltung von Regeln, Unpünktlichkeit, Unaufrichtigkeit, Skrupellosigkeit, Unmotiviertheit, Aufsässigkeit, Kooperationsschwäche, Ellenbogendenken, Empathielosigkeit, Mobbing, sprachliche Verrohung, Hyperaktivität, Impulsivität, Aggression, Verhaltensauffälligkeiten/-störungen – die Liste ließe sich fortführen – sind an der Tagesordnung.
Dieser Ausschnitt ist ein Zitat aus einem Dialog zweier 12-jähriger Schüler der XX. Das verwendete Vokabular gehört in den festen Wortschatz vieler SchülerInnen. Es fällt auf, dass es weder sachangemessen (Bitte um ein Buch/Ablehnung der Bitte), situationsangemessen (in der Schule im Beisein der Lehrerin) noch einem lexikalischen/grammatikalischen Kontext entsprechend verwendet wird (Schüler A richtet sich an ein Mädchen später an eine ganze Schülergruppe mit „Alter“). Auch die sozialen Defizite werden deutlich: Es fehlen jede Regel der Freundlichkeit, Grenzen, Respekt. Der schmale Wortschatz ist auf einen grundsätzlich barschen, rauen, diffamierenden Umgangston zugeschnitten, er spiegelt verbal wie non-verbal eine aggressive, feindselige Grundeinstellung dem anderen gegenüber wider: „aggro“ sein ist cool und nährt das oftmals labile, negative Selbstbild. Tägliches Credo ist: Erniedrige ich den anderen, erscheine ich selbst größer.
I. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die problematische Ausgangslage in der sechsten Klasse, geprägt von sozialen Defiziten und einem aggressiven Umgangston, und rechtfertigt den Bedarf für ein kommunikatives Sozialtraining.
II. Allgemeine Planungsgrundlagen: Dieses Kapitel verankert die Unterrichtseinheit in den offiziellen Bildungsstandards und definiert die zu fördernden kommunikativen Basiskompetenzen wie Kooperationsfähigkeit und Gesprächskultur.
III. Sachanalyse: Hier werden theoretische Grundlagen wie das Kommunikationsmodell von Schulz von Thun sowie der Begriff des Übens und die Bedeutung von Gesprächsfähigkeit wissenschaftlich fundiert.
IV. Bedingungsanalyse: Der Abschnitt beschreibt die konkrete Situation der Lerngruppe, inklusive der Leistungsunterschiede, äußerer Rahmenbedingungen und entwicklungspsychologischer Besonderheiten der Schülerinnen und Schüler.
V. Die Unterrichtseinheit: Dieses Kapitel bietet einen Gesamtüberblick über den zeitlichen Ablauf, die Lernbereiche und die methodisch-didaktischen Entscheidungen der gesamten Unterrichtsreihe.
VI. Praktischer Teil: Planung, Durchführung und Auswertung ausgewählter Unterrichtsstunden: Der Kern der Arbeit dokumentiert detailliert die Planung, die methodische Umsetzung und die anschließende Reflexion von vier spezifischen Unterrichtsstunden.
VII. Schlussreflexion: Das Fazit wertet die gesamte Unterrichtsreihe aus, reflektiert den Lernerfolg der Kinder und zieht Konsequenzen für die zukünftige Gestaltung von Sozial- und Kommunikationstraining.
Kommunikative Kompetenzen, Gesprächserziehung, Sozialtraining, Schulz von Thun, Unterrichtsreihe, Hauptschule, Gesprächsregeln, Aktives Zuhören, Nonverbale Kommunikation, Kooperation, Klassenklima, Selbstwahrnehmung, Reflexion, Handlungsorientierung, Methodentraining.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Konzeption und Erprobung einer Unterrichtsreihe in einer sechsten Klasse, die darauf abzielt, durch gezielte Übungen und Spiele kommunikative und soziale Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler zu fördern.
Zentrale Themen sind die Schulung von Gesprächsregeln, das Einüben von aktivem Zuhören, die Wahrnehmung von Emotionen sowie der bewusste Einsatz verbaler und nonverbaler Ausdrucksmittel.
Das primäre Ziel ist es, durch die Verbesserung des kommunikativen Miteinanders in einer von Konflikten geprägten Klasse ein förderlicheres Lernklima zu schaffen und die Handlungsfähigkeit der Kinder in verschiedenen Alltagssituationen zu stärken.
Die Autorin stützt sich auf didaktische Modelle wie die konstruktivistische Gesprächserziehung, das Kommunikationsquadrat von Schulz von Thun sowie Konzepte des kooperativen Lernens und der sozialen Unterweisung.
Der praktische Teil widmet sich der detaillierten Planung, Durchführung und anschließenden Reflexion spezifischer Doppelstunden, wobei die direkte Arbeit mit der Klasse und deren Reaktionen dokumentiert werden.
Zu den prägenden Begriffen gehören Gesprächserziehung, Soziale Kompetenz, Kommunikationsmodell, Unterrichtsreihe, Reflexion und Gruppenfindung.
Die Autorin setzte unterstützende Strukturen wie Ampelsysteme, ein Tokenprogramm mit Belohnungssystemen sowie klare Rituale ein, um die Arbeitsatmosphäre zu stabilisieren.
Die Reflexionsphasen dienen als essenzielles Instrument zur Sicherung des Gelernten, wobei die Schülerinnen und Schüler ihr eigenes Verhalten sowie die Einhaltung von Gesprächsregeln in Metagesprächen kritisch bewerten.
Das Klassenthermometer diente als konfrontatives Feedback-Instrument, das den Schülern ihre eigene Position im Klassenverband verdeutlichte und sie zur Auseinandersetzung mit dem eigenen Sozialverhalten aufforderte.
Die Autorin stellt fest, dass eine strikte Verknüpfung von Sozial- und Kommunikationstraining in der gewählten Form problematisch sein kann und plädiert stattdessen dafür, Gesprächserziehung als kontinuierliches, fortlaufendes Prinzip in den Alltag zu integrieren.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

