Masterarbeit, 2009
141 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Probleme der Informatik im Dienstleistungsbereich
2.1 Betrachtungsraum „Dienstleistungsbereich“
2.2 Das Produktivitätsparadoxon
2.3 Die Softwarekrise
2.4 Paradoxon und Softwarekrise im Zusammenhang
3 Management, Steuerung und Controlling
3.1 Management
3.1.1 Strategisches Management
3.1.2 Operatives Management
3.2 Controlling und Steuerung
3.3 Informationsmanagement
3.4 IT-Controlling
4 Methoden der IT-Steuerung
4.1 „Heilslehren“ oder Technische IT-Steuerung
4.1.1 Strukturierte Programmierung und Strukturierte Analyse
4.1.2 Software Engineering und Software-Technik
4.1.3 Vorgehens- und Prozessmodelle
4.1.3.1 Vorgehensmodelle
4.1.3.2 Prozessmodelle
4.1.3.3 Problematik der Modellverwendung
4.1.3.4 Einschub: Projektmanagement
4.1.4 Komplexitätsreduktion durch Kapselung
4.1.4.1 Datenmodellierung
4.1.4.2 Objektorientierung
4.1.4.3 Middleware und SOA
4.1.4.4 State of the Art
4.1.4.5 Industrialisierung der Software-Entwicklung
4.1.5 Fazit technische IT-Steuerung
4.2 Betriebswirtschaftliche IT-Steuerung
4.2.1 IT-spezifische Kennzahlensysteme
4.2.2 Kosten- und Leistungsrechnung
4.2.3 Zielvereinbarungen
4.2.4 Fazit: betriebswirtschaftliche IT-Steuerung
4.3 Fazit: Methoden des IT-Controllings
5 Lösungsansätze
5.1 Was ist Software-Entwicklung?
5.2 Human-Resource-orientierte Ansätze
5.2.1 Team- und Gruppenarbeit
5.2.2 Bereitschaft zum Handeln: Motivation
5.2.3 Fähigkeit zum Handeln: Handlungskompetenz
5.2.3.1 Fachkompetenz in der Software-Entwicklung
5.2.3.2 Sozialkompetenz in der Software-Entwicklung
5.2.4 Personalentwicklung durch Schulung
5.2.5 Change Management
5.3 Ganzheitliche Steuerung
5.4 Simulation
5.5 Fazit: weitere Konzepte
6 IT-Steuerung
6.1 Konzept und Aufbau der IT-Steuerung
6.1.1 Anwendung der Werkzeuge
6.1.2 Aufbauorganisation
6.2 Vorgehen
6.2.1 Strategische, externe Steuerung
6.2.2 Strategische, interne Steuerung
6.2.3 Operative, interne Steuerung
6.2.4 Operative, externe Steuerung
6.2.5 Beispiel Finanzbuchhaltung
6.3 Zusammenfassung
Die Arbeit untersucht das Problem der Steuerung von Informations- und Kommunikationstechnik (IuK) im Dienstleistungsbereich, um ein ganzheitliches Verständnis für die IT-Steuerung zu entwickeln, welches über die rein technische Sichtweise hinausgeht und eine produktivere Anwendung der IT im Unternehmen ermöglicht.
4.1.4 Komplexitätsreduktion durch Kapselung
Das Problem zu hoher Komplexität von Software-Systemen zieht sich durch die Geschichte der Software-Entwicklung. Der Programmierer ist bei [Dijk1969] „humble“, weil ihn die gewachsene Komplexität seiner eigenen Systeme überfordert. Ebenso lange zieht sich, beginnend mit dem Ansatz der strukturieren Software-Entwicklung der Versuch der Komplexitätsreduktion oder -beherrschung durch die Geschichte. In diesem Abschnitt werden einige weitere Ansätze beschrieben. Zwei von diesen (oder drei, wenn man die Serviceorientierung hinzu zählt) ist der Versuch gemeinsam, Komplexität durch Kapselung von Eigenschaften und Methoden zu reduzieren. Dazu werden jeweils die Träger der Eigenschaften, also die Objekte der betrieblichen Realität als Einheit angesehen. Diese Einheit heißt in der Datenmodellierung Entität, die dem Objekt der Objektorientierung entspricht. Der dritte Ansatz besteht in der Reduktion von Schnittstellen durch Einfügen einer Vermittlerschicht, der sog. Middleware, die die Verteilung von Anfragen und Antworten steuert.
1 Einleitung: Die Arbeit setzt sich mit der IT-Steuerung im Dienstleistungsbereich auseinander und hinterfragt die Effektivität technischer und betriebswirtschaftlicher Methoden im Kontext der IT-Softwarekrise.
2 Probleme der Informatik im Dienstleistungsbereich: Es wird das Produktivitätsparadoxon der Informatik analysiert, welches besagt, dass IT-Investitionen oft nicht zu messbaren Produktivitätssteigerungen führen, und dies mit der Softwarekrise sowie unzureichendem Management in Verbindung gebracht.
3 Management, Steuerung und Controlling: Dieses Kapitel erarbeitet die begrifflichen Grundlagen aus Managementlehre und Controlling und leitet auf das spezielle Informationsmanagement und IT-Controlling über, wobei die Defizite in der praktischen Anwendung hervorgehoben werden.
4 Methoden der IT-Steuerung: Es erfolgt eine kritische Würdigung technischer Vorgehensmodelle (z.B. Wasserfall, Objektorientierung) und betriebswirtschaftlicher Steuerungsansätze (z.B. Balanced Scorecard, TCO), mit der Schlussfolgerung, dass diese Ansätze die IT-Anwendung nicht ausreichend steuern können.
5 Lösungsansätze: Die Arbeit schlägt ganzheitliche, personalwirtschaftliche Lösungsansätze wie Team- und Gruppenarbeit, Motivation, Change Management und Simulationstechniken vor, um die sozialen und sozio-technischen Aspekte der IT-Steuerung besser zu berücksichtigen.
6 IT-Steuerung: Abschließend wird ein Modell der IT-Steuerung im Dienstleistungsbereich entwickelt, welches die Unternehmensführung, Fachabteilungen und IT-Dienstleister in eine strukturierte Aufbauorganisation integriert, um die IT erfolgreich an der Unternehmensstrategie auszurichten.
IT-Steuerung, Dienstleistungsbereich, Produktivitätsparadoxon, Softwarekrise, Informationsmanagement, IT-Controlling, Software-Entwicklung, Change Management, Systemtheorie, Kybernetik, Simulation, Planspiele, Sozialkompetenz, Fachkompetenz, Personalmanagement.
Die Arbeit analysiert, warum trotz zahlreicher technischer und betriebswirtschaftlicher Methoden in der IT-Branche eine effektive Steuerung von Informationssystemen im Dienstleistungsbereich oft scheitert.
Zu den zentralen Themen gehören das Produktivitätsparadoxon der Informatik, die Problematik der Softwarekrise, Ansätze aus dem Management und Controlling sowie moderne, ganzheitliche Steuerungsansätze aus der Organisationspsychologie und Systemtheorie.
Das primäre Ziel ist es, ein Gerüst für eine effektive IT-Steuerung zu entwickeln, welches die IT nicht isoliert betrachtet, sondern als Werkzeug in sozio-technischen Systemen begreift und an der gesamten Unternehmensstrategie ausrichtet.
Der Autor führt eine interdisziplinäre Literaturanalyse durch, die Konzepte aus Informatik, Betriebswirtschaftslehre, Organisationssoziologie, Kybernetik und Psychologie verbindet.
Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen der IT-Steuerung, die Grenzen klassischer technischer und betriebswirtschaftlicher Methoden sowie neue Lösungsansätze wie den Einbezug von Change Management und die systemische Simulation.
IT-Steuerung, Produktivitätsparadoxon, Softwarekrise, Informationsmanagement, Change Management, Sozio-technische Systeme.
Der Autor sieht Kennzahlensysteme zwar als nützliche Hilfsmittel zur Datengewinnung, warnt jedoch davor, sie als alleinige Steuerungsinstrumente zu betrachten, da sie die Komplexität menschlicher Arbeit und sozialer Systeme nicht erfassen können.
Change Management wird als essenziell betrachtet, da IT-Systeme Organisationen verändern und dieser Wandel ohne die aktive Einbindung der Anwender und die Bewältigung psychologischer Widerstände zwangsläufig zur Ineffizienz oder zum Projektscheitern führt.
Die Anbindung des IT-Controllings innerhalb der IT-Abteilung führt dazu, dass der IT-Dienstleister sich selbst steuert und IT-Interessen über Unternehmensziele stellt, was eine externe, unternehmerische IT-Steuerung verhindert.
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