Diplomarbeit, 1995
98 Seiten
I. GESCHICHTLICHER ÜBERBLICK
A. Der lange Weg zur deutschen Einheit
B. Sachsen als Frei- und Kulturstaat
II. TRANSFORMATIONSPROZESSE
A. Transformation von Industriegesellschaften in neuer Dimension
B. Transformation in den neuen deutschen Bundesländern
1. Ostdeutschland als Sonderstatus der Transformation
2. Transformation am Wendepunkt
3. Erfolgreiche Integration?
4. Wohin entwickelt sich die Bundesrepublik Deutschland?
5. Sonderstatus als Prüffeld
III. WIRTSCHAFTSPOLITIK IN SACHSEN
A. Die sächsische Wirtschaft zum Zeitpunkt der „Wende“
B. Sachsens Wirtschaft im Anpassungsschock
C. Grundsätzliche Aufgaben der Wirtschaftspolitik
1. Institutionalisierung der „Sozialen Marktwirtschaft“
2. Wirtschaftspolitische Prioritäten
3. Der wirtschaftliche Gestaltungsspielraum Sachsens
IV. STRUKTURPOLITIK IN SACHSEN
A. Definition und Abgrenzung von Strukturpolitik
B. Aufgaben und Formen der Strukturpolitik
1. Regionale Strukturpolitik
2. Sektoraler Strukturpolitik
C. Strukturpolitik beim Aufbau der Wirtschaft in Sachsen
1. Verschiedene Ansatzpunkte von Strukturpolitik
2. Kapitalbildung als Basis von Strukturwandel und Entwicklung
a) Ostdeutschland
b) Freistaat Sachsen
D. Privatisierung und Sanierung
1. Projekt ATLAS
2. MBO-Initiative
3. Treuhandnachfolgeregelung
E. Regionale Strukturpolitik
1. Förderkonzept Gemeinschaftsaufgabe
2. Einbindung in die EU-Regionalpolitik
3. Förderergebnisse
4. Sonderstrukturprogramm „Perlenkette entlang der Neiße“
5. Projektgruppe HERKULES
F. Sektorale Strukturpolitik
1. Industriepolitik
2. Handelspolitik
3. Bergwesen
4. Fremdenverkehrspolitik
G. Mittelstandspolitik
1. Zielsetzungen
2. Maßnahmen und Förderergebnisse
3. Besondere mittelstandspolitische Aktivitäten
H. Forschungs- und Technologiepolitik
V. LANGFRISTIGE ENTWICKLUNGSAUSSICHTEN
A. Ostdeutschland
B. Freistaat Sachsen
Die Diplomarbeit untersucht die wirtschaftspolitische Umsetzung ökonomischer Transformationsprozesse in den neuen deutschen Bundesländern, wobei der Freistaat Sachsen als zentrales Fallbeispiel dient. Dabei wird analysiert, wie die staatliche Strukturpolitik den tiefgreifenden Wandel von der planwirtschaftlichen zur marktwirtschaftlichen Ordnung begleitet und unterstützt.
A. DER LANGE WEG ZUR DEUTSCHEN EINHEIT
„Das Übel, das man als unvermeidlich in Geduld ertrug, erscheint unerträglich, sobald man auf den Gedanken kommt, sich ihm zu entziehen.“
Begonnen hat die sogenannte „Wende“ damit, dass Michail Gorbatschow im März 1985 zum Generalsekretär der KPdSU gewählt wurde. Er erkannte den unausweichlichen Zerfall des Kommunismus und damit des Marxismus-Leninismus als ideellen Überbau im Sowjet-Imperium und handelte auch entsprechend.
Zur Auflösung der von den Alliierten diktierten Nachkriegsordnung in Europa führten in Summe drei Entwicklungsströme: 1. Die Politik des US-Prädidenten Ronald Reagan. Er zwang mit einer gewissen konfrontativen Härte das Kreml-Imperium in die ökonomisch-politische Defensive. Auf der einen Seite war es die technologische Chancenlosigkeit gegenüber dem Westen, auf der anderen die zunehmende Unfähigkeit, die einheimische Bevölkerung mit entsprechenden Konsumgütern zu versorgen.
I. GESCHICHTLICHER ÜBERBLICK: Das Kapitel zeichnet den historischen Weg zur deutschen Einheit nach und beleuchtet die Rolle Sachsens als historischer Kultur- und Freistaat.
II. TRANSFORMATIONSPROZESSE: Hier werden die theoretischen und praktischen Herausforderungen der Transformation realsozialistischer Systeme sowie der spezifische „Systemschock“ in den neuen Bundesländern analysiert.
III. WIRTSCHAFTSPOLITIK IN SACHSEN: Dieses Kapitel erörtert die Ausgangslage der sächsischen Wirtschaft zur Wende, den folgenden Anpassungsschock und die daraus resultierenden wirtschaftspolitischen Aufgaben.
IV. STRUKTURPOLITIK IN SACHSEN: Es wird definiert, wie Strukturpolitik als Instrument zur Modernisierung und zum Aufbau einer wettbewerbsfähigen Wirtschaft in Sachsen gezielt eingesetzt wird.
V. LANGFRISTIGE ENTWICKLUNGSAUSSICHTEN: Den Abschluss bildet eine Prognose über die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung in Ostdeutschland und dem Freistaat Sachsen unter Berücksichtigung der eingeschlagenen Transformationspfade.
Transformation, Wiedervereinigung, Strukturpolitik, Sachsen, Marktwirtschaft, Systemwechsel, Wirtschaftsaufbau, Privatisierung, Sanierung, Mittelstandspolitik, Investitionen, Standortfaktor, Strukturwandel, Soziale Marktwirtschaft, Ostdeutschland
Die Diplomarbeit befasst sich mit der wirtschaftspolitischen Gestaltung des Übergangs von der Planwirtschaft zur Sozialen Marktwirtschaft in den neuen Bundesländern am Beispiel Sachsens.
Im Fokus stehen Transformationsprozesse, Strukturpolitik, Privatisierungsstrategien der Treuhandanstalt sowie Maßnahmen zur Förderung des Mittelstandes und der Technologieentwicklung.
Das Ziel ist es, die Herausforderungen des Transformationsprozesses sowie die strukturpolitischen Antworten des Freistaates Sachsen auf den massiven wirtschaftlichen Strukturbruch zu analysieren.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Analyse volkswirtschaftlicher Transformationskriterien und empirischer Daten zur Investitions- und Beschäftigungsentwicklung.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen, die Darstellung strukturpolitischer Maßnahmen sowie die Bewertung konkreter Förderprogramme in Sachsen.
Transformation, Strukturpolitik, Sachsen, Privatisierung, Sanierung und Soziale Marktwirtschaft sind die zentralen Begriffe.
Der Autor betont, dass der Prozess ein „ungeplantes Experiment“ war und kritisiert das oft unkritische „Überstülpen“ westdeutscher Strukturen, plädiert aber für eine stärkere Berücksichtigung regionaler Identitäten.
Sie gilt als entscheidende Basis, wobei der Fokus von einer reinen Privatisierung hin zu einer Sanierung und Privatisierung wechselte, um die industrielle Basis sächsischer Regionen zu sichern.
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