Forschungsarbeit, 2008
185 Seiten, Note: 2
1. Einleitung
1.1. Problemstellung und forschungsleitende Fragestellung
1.2. Hypothese
1.3. Begriffsdefinitionen
1.4. Forschungsstand
1.5. Methodische Umsetzung
2. Theoretische Überlegungen
2.1. Rechtliche Handlungsmöglichkeiten für kommunale Kulturpolitik in Österreich
2.2. Was kann kommunale Kulturpolitik für die Integration leisten?
3. Empirische Analysen zur interkulturellen kommunalen Kulturpolitik in der Gemeinde Mattsee
3.1. Europäisches Jahr des Interkulturellen Dialogs
3.2. Haltung und Engagement der Gemeindepolitik bzw. der Parteien
3.2.1 Zu den integrations- und kulturpolitischen Handlungsdimensionen der ÖVP
3.2.2 Zu den integrations- und kulturpolitischen Handlungsdimensionen der SPÖ
3.2.3 Zu den integrations- und kulturpolitischen Handlungsdimensionen der FPÖ
3.3. Veranstaltungen und Aktionen in der Gemeinde
3.4. Haltung der Gemeindebevölkerung
3.5. Engagement von Vereinen
3.6. Entwicklung des Zusammenlebens der verschiedenen Bevölkerungsgruppen in der Gemeinde
4. Resumé
Ziel dieser Arbeit ist es, den Beitrag der kommunalen Kulturpolitik zur Förderung der Integration und des interkulturellen Dialogs in der Gemeinde Mattsee zu untersuchen und kritisch zu hinterfragen, ob diese Maßnahmen tatsächlich zu einer nachhaltigen Integration beitragen oder lediglich punktuellen Charakter haben.
1.1. Problemstellung und forschungsleitende Fragestellung
Das Thema des Proseminars "Qualitative Methoden der Politikwissenschaftlichen Forschung" ist "Interkultureller Dialog", angelehnt an das "Europäische Jahr des Interkulturellen Dialogs 2008". Für dieses Programm, welches von der Europäischen Union initiiert wurde, ist in Bezug auf die Durchführung von diversen Programmen und Veranstaltungen bzw. deren Koordination in Österreich generell das Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur zuständig. Vorgabe im Proseminar ist es das Thema "Interkultureller Dialog" auf Gemeindeebene "herunterzubrechen" sowie auf einen relevanten und für die qualitative Methodik erforschbaren Bereich einzugrenzen.
Im Zuge unserer Recherchen sind wir auf eine Veranstaltung in den Flachgauer Gemeinde Mattsee gestoßen, welche auf der Homepage des Landes Salzburg beschrieben ist. Veranstalter ist u. a. das Salzburger Bildungswerk. In dieser Gemeinde wurden Multikulturelle Feste ("Multi-Kulti-Fest") als Initiative zu einer besseren Integration von BewohnerInnen mit Migrationshintergrund abgehalten, mit dem Ziel, einen "Interkulturellen Dialog" zwischen den unterschiedlichen Kulturen durch die Feststimmung zu erleichtern. Auf der Homepage des Salzburger Bildungsnetzes lautet die Beschreibung dieser interkulturellen, auf Gemeindeebene abgehaltenen Veranstaltungen folgendermaßen:
"Gerade beim Feiern werden oft Barrieren abgebaut und so entstand bereits vor mehreren Jahren in den Gemeinden Grödig und Mattsee die Idee, im Rahmen eines Festes mehr über die jeweils andere Kultur zu erfahren. Einheimische und ausländische Vereine, Gruppen bzw. Einzelpersonen planen das Fest gemeinsam, präsentieren ihr Heimatland, bieten landestypische Speisen an und "entführen" die BesucherInnen mit Musik und Tanz in ihr Heimatland. Diese Feste haben bereits mehrmals mit großem Erfolg stattgefunden".1
1. Einleitung: Die Einleitung definiert das Forschungsinteresse am interkulturellen Dialog auf Gemeindeebene und stellt die Gemeinde Mattsee als Fallbeispiel vor.
2. Theoretische Überlegungen: Dieses Kapitel erörtert die rechtlichen Handlungsspielräume österreichischer Gemeinden und das Integrationspotenzial von Kulturpolitik.
3. Empirische Analysen zur interkulturellen kommunalen Kulturpolitik in der Gemeinde Mattsee: Der Hauptteil analysiert die lokale Integrationsarbeit, das Parteienverhalten und die Rolle der Vereine in Mattsee basierend auf qualitativen Interviews.
4. Resumé: Das Resumé fasst die empirischen Befunde zusammen und verifiziert die Hypothese, dass kommunale Kulturpolitik in Mattsee nur einen geringen, oft nicht nachhaltigen Beitrag zur Integration leistet.
Integration, interkultureller Dialog, Kulturpolitik, Gemeinde Mattsee, Multi-Kulti-Fest, Gemeindepolitik, Vereine, soziale Kohäsion, Migrationshintergrund, qualitatives Interview, kommunale Handlungsspielräume, Zusammenleben, ethnische Gruppen, Partizipation, Österreich.
Die Arbeit untersucht, welchen Beitrag kommunale Kulturpolitik in der Gemeinde Mattsee zur Integration von Menschen mit Migrationshintergrund leistet.
Zentrale Themen sind die Rolle von Kulturveranstaltungen, das Engagement der Parteien und Vereine sowie das Zusammenleben der Bevölkerungsgruppen in Mattsee.
Das Ziel ist es, die Effektivität und Nachhaltigkeit der in Mattsee durchgeführten Integrationsmaßnahmen durch eine qualitative Analyse zu bewerten.
Es wurde ein deskriptiv-analytischer Ansatz gewählt, wobei neun qualitative Interviews mit Entscheidungsträgern durchgeführt und nach der Meuser-Nagel-Methode ausgewertet wurden.
Der Hauptteil analysiert das "Europäische Jahr des Interkulturellen Dialogs", die Parteihaltungen, die Bedeutung des Vereinswesens und die Wahrnehmung der Integrationssituation durch die Akteure.
Integration, interkultureller Dialog, Kulturpolitik, Gemeinde Mattsee und Vereinsengagement sind die zentralen Begriffe.
Die Untersuchung zeigt, dass das Themenjahr in der Gemeinde zwar bekannt war, jedoch kaum praktische Auswirkungen auf die lokale Politik hatte.
Es diente als Initialzündung für das Forschungsprojekt, illustriert jedoch auch die Probleme bei der dauerhaften Organisation durch die lokale Bevölkerung und Migrantengruppen.
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