Diplomarbeit, 2009
63 Seiten, Note: 1.7
1. Einführung
2. Theoretischer Hintergrund
2.1 Das Modell der Salutogenese
2.2 Das Belastungs-Beanspruchungs-Konzept
2.3 Das Fünf-Faktoren-Modell der Persönlichkeit
3. Die äußere Betrachtungsweise: Gesundheitsförderliche Organisationsentwicklung
3.1 Grundlagen
3.1.1 Begriffsbestimmungen
3.1.2 Der Einfluss der Arbeit auf die Gesundheit
3.1.3 Ziele und Nutzen der Gesundheitsförderung
3.2 Ansätze der betrieblichen Gesundheitsförderung
3.2.1 Maßnahmen der Verhaltensprävention
3.2.2 Maßnahmen der Verhältnisprävention
3.3 Praktische Gestaltungsmöglichkeiten: Der Gesundheitszirkel
3.3.1 Das Düsseldorfer Modell
3.3.2 Das Berliner Modell
4. Die innere Betrachtungsweise: Persönlichkeitsförderliche Organisationsentwicklung
4.1 Grundlagen
4.1.1 Begriffsbestimmungen
4.1.2 Der Einfluss der Arbeit auf die Persönlichkeit
4.1.3 Ziele und Nutzen der Persönlichkeitsförderung
4.2 Ansätze der Persönlichkeitsförderung
4.2.1 Erweiterung der Handlungsspielräume
4.2.2 Förderung von Kompetenzen
4.3 Praktische Gestaltungsmöglichkeiten
4.3.1 Mentoring
4.3.2 Coaching
5. Die ganzheitliche Betrachtungsweise: Das integrale Modell
5.1 Grundstruktur und Dimensionen des Modells
5.2 Gestaltungsmöglichkeiten des Modells zur Gesundheits- und Persönlichkeitsförderung
6. Kritische Würdigung
7. Schlussbetrachtung
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, die getrennt voneinander betrachteten Konzepte der gesundheitsförderlichen und persönlichkeitsförderlichen Organisationsentwicklung zunächst detailliert darzustellen, um sie anschließend in einem integralen, ganzheitlichen Modell zusammenzuführen und kritisch zu hinterfragen.
3.3.2 Das Berliner Modell
Das Berliner Modell wurde 1987 von einer Forschergruppe aus Berlin entwickelt. Ziel des Berliner Modells ist es, die interne Kommunikation zu verbessern. Nach dem Modell soll eine erhöhte Gesprächsfähigkeit und -bereitschaft der Mitarbeiter Belastungen mindern und so die Gesundheit fördern (vgl. Lüders/Pleiss 1999, S. 257). Im Vordergrund des Berliner Modells stehen somit nicht nur physische sondern auch psychosoziale Belastungen. Darüber hinaus soll das Selbstwertgefühl und das Selbstvertrauen der Mitarbeiter gestärkt werden (vgl. Zapf/Dormann 2006, S. 713).
Der Ablauf des Gesundheitszirkels nach dem Berliner Modell unterteilt sich in zwei Phasen. In der Basisphase besteht der Gesundheitszirkel aus 10-15 Mitarbeiter der gleichen Hierarchieebene (also ohne Vorgesetzte). Diese homogene Gruppe soll in einem Zeitraum von zwei bis drei Monaten die eigenen, individuellen Belastungsursachen analysieren und einen Problemkatalog mit Lösungsvorschlägen entwickeln. Durch den Einsatz einer homogenen Gruppe wird die interne Kommunikation erleichtert. Zur Unterstützung begleitet ein Moderator die Gruppe. In der Umsetzungsphase wird allerdings eine heterogene Gruppe ähnlich der im Düsseldorfer Modell eingesetzt. Diese besteht aus drei bis vier Mitgliedern der Basisphase sowie bspw. aus Mitgliedern des Betriebsrats und der Unternehmensleitung. Die Umsetzung der Lösungsvorschläge soll in der Art und Weise erfolgen, dass die Mitglieder die Maßnahmen als ihre eigenen ansehen und somit umfassend akzeptieren (vgl. ebd., S. 713f.). Durch dieses Vorgehen kann das Selbstvertrauen der Mitarbeiter gefördert und letztlich gesteigert werden.
1. Einführung: Darstellung der veränderten Arbeitswelt und der Notwendigkeit, Gesundheit und Persönlichkeit in Organisationen ganzheitlich zu fördern.
2. Theoretischer Hintergrund: Erläuterung der zentralen Modelle der Gesundheits- und Persönlichkeitsforschung, namentlich Salutogenese, Belastungs-Beanspruchungs-Konzept und Fünf-Faktoren-Modell.
3. Die äußere Betrachtungsweise: Gesundheitsförderliche Organisationsentwicklung: Analyse von Verhaltens- und Verhältnisprävention sowie der Anwendung von Gesundheitszirkeln als Gestaltungsinstrument.
4. Die innere Betrachtungsweise: Persönlichkeitsförderliche Organisationsentwicklung: Untersuchung von Ansätzen zur Kompetenzentwicklung sowie Methoden wie Mentoring und Coaching zur direkten und indirekten Persönlichkeitsförderung.
5. Die ganzheitliche Betrachtungsweise: Das integrale Modell: Einführung des integralen Modells nach Wilber zur Verknüpfung der verschiedenen Dimensionen von Gesundheit und Persönlichkeit in der Organisation.
6. Kritische Würdigung: Diskussion der Vorteile und Grenzen des integralen Modells hinsichtlich der praktischen Umsetzbarkeit und Komplexität.
7. Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse und Ausblick auf zukünftige Forschungsbedarfe.
Gesundheitsförderung, Persönlichkeitsförderung, Organisationsentwicklung, Salutogenese, Belastungs-Beanspruchungs-Konzept, Big-Five-Modell, Verhaltensprävention, Verhältnisprävention, Gesundheitszirkel, Kompetenzentwicklung, Mentoring, Coaching, Integrales Modell, Arbeitsbedingungen, Personalentwicklung.
Die Arbeit untersucht die Möglichkeiten, wie Organisationen sowohl die Gesundheit als auch die Persönlichkeit ihrer Mitarbeiter aktiv fördern können, wobei der Fokus auf einem ganzheitlichen, integralen Ansatz liegt.
Die zentralen Felder sind die betriebliche Gesundheitsförderung, die Förderung der Mitarbeiterpersönlichkeit im Rahmen der Personalentwicklung sowie die Anwendung des integralen Modells von Ken Wilber auf diese Prozesse.
Das Ziel ist es, die getrennten Ansätze der Gesundheits- und Persönlichkeitsförderung darzustellen und in einem ganzheitlichen, integralen Zusammenhang kritisch zu evaluieren, um langfristig die Wettbewerbsfähigkeit von Organisationen zu sichern.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender arbeitspsychologischer Theorien und Modelle sowie einer kritischen Synthese dieser Ansätze zu einem integralen Organisationsmodell.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der "äußeren" Gesundheitsförderung (Prävention), der "inneren" Persönlichkeitsförderung (Kompetenzen/Coaching) und der "ganzheitlichen" Betrachtung mittels des integralen Quadrantenmodells.
Begriffe wie ganzheitliche Organisationsentwicklung, integrale Perspektive, salutogenetische Ausrichtung, Verhältnisprävention und Kompetenzentwicklung definieren den wissenschaftlichen Kern dieser Publikation.
Das Düsseldorfer Modell setzt primär auf die ergonomische Analyse physischer Belastungen durch heterogene Gruppen, während das Berliner Modell durch homogene Basisgruppen die interne Kommunikation und die psychosoziale Belastungssituation stärken will.
Eine isolierte Betrachtung vernachlässigt die komplexen Wechselwirkungen innerhalb einer Organisation, was dazu führen kann, dass Maßnahmen (wie etwa Schulungen) langfristig wirkungslos bleiben, da die strukturellen Rahmenbedingungen oder die kulturelle Ebene der Organisation nicht mit einbezogen werden.
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