Forschungsarbeit, 2009
70 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Die Forschungsfrage
3. Vorstellung bestehender Theorien
4. Die Hypothesenstellung
5. Die Fragebogenkonstruktion
5.1 Die Operationalisierung der Variablen
5.2 Die Fragebogengestaltung
6. Modalitäten der Datenerhebung
6.1 Die Stichprobenauswahl
6.2 Pretests
6.3 Fragebogenverteilung
7. Darstellung der Ergebnisse
8. Interpretation der Ergebnisse
9. Zusammenfassende Bewertung und eigene Stellungnahme
Die vorliegende Arbeit untersucht quantitativ das geschlechtsspezifische Rollenverständnis von 15-jährigen Jugendlichen in der Gemeinde Ostbevern in Bezug auf die Arbeitsteilung im Haushalt. Ziel ist es, den potenziellen Wandel traditioneller Rollenbilder zu erfassen und Einflüsse wie das Geschlecht, die Schulform und die elterliche Berufstätigkeit auf die Einstellung der Jugendlichen zu analysieren.
1. Einleitung
Bei dieser Hausarbeit handelt es sich um eine quantitative, Theorie- bzw. Hypothesenüberprüfende Forschungsarbeit, in der die Datenerhebung mit standardisierten Fragebögen erfolgte. Die Befragung wurde bei 81 Jugendlichen in der Gemeinde Ostbevern durchgeführt.
Die Idee für diese Forschungsarbeit entwickelte sich vorwiegend aufgrund starken persönlichen Interesses an der Genderforschung, die im Modul 1B „Sozialisation“ und 1C „ Bildung, Arbeit und Beruf“ als Lerninhalt thematisiert wurde.
Bevor überhaupt ein fundiertes theoretisches Hintergrundwissen über die empirische Sozialforschung und deren Methoden vorhanden gewesen ist, reizte die Durchführung einer Befragung von Jugendlichen über die „Geschlechtsrollen“- Thematik.
Obwohl die Mädchen heutzutage die Jungen bezüglich eines höheren Bildungsabschlusses überholt haben, im Gymnasium wie auch an den Universitäten überrepräsentiert sind (Baumert, Cortina, Leschinsky, 2008, S. 92f), erfahren Frauen beim Übergang in die Berufstätigkeit Benachteiligungen und Einschränkungen. Auch das Zusammenleben in einer Partnerschaft oder in der Familie ist noch immer stark von einer traditionellen Rollenverteilung bestimmt, in der die Frau mehr als die Hälfte der Aufgaben im Haushalt und in der Kindererziehung übernehmen muss und ihre Berufstätigkeit zeitweise aufgibt bzw. stark begrenzt. (Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, 2002, S.105f, Online- Version S. 88f).
1. Einleitung: Einführung in die quantitative Forschungsarbeit, die mittels standardisierter Fragebögen bei 81 Jugendlichen in Ostbevern durchgeführt wurde, um deren Einstellung zur häuslichen Arbeitsteilung zu untersuchen.
2. Die Forschungsfrage: Herleitung und Präzisierung der Forschungsfrage von einer allgemeinen Gender-Problematik hin zur spezifischen Untersuchung des geschlechtsspezifischen Rollenverständnisses gegenüber der Arbeitsteilung im Haushalt.
3. Vorstellung bestehender Theorien: Theoretische Fundierung durch Genderforschung und Konzepte wie "Doing Gender" und institutionelle Reflexivität sowie historische und soziologische Einordnung der Arbeitsteilung.
4. Die Hypothesenstellung: Aufstellung von vier gerichteten Hypothesen zu Geschlechterunterschieden, dem Einfluss von Mithilfe im Haushalt, der Bildungsausstattung und der Berufstätigkeit der Mutter auf die Rolleneinstellungen.
5. Die Fragebogenkonstruktion: Erläuterung der Operationalisierung theoretischer Konstrukte und der Gestaltung des Fragebogens unter Berücksichtigung methodischer Gütekriterien wie Validität und Reliabilität.
6. Modalitäten der Datenerhebung: Beschreibung des Auswahlprozesses der Stichprobe, der Durchführung von Pretests zur Optimierung des Fragebogens und der logistischen Umsetzung der Befragung in drei Schulformen.
7. Darstellung der Ergebnisse: Präsentation der deskriptivstatistischen Auswertungen und Kreuztabellen, die die Einstellungen der Jugendlichen zu verschiedenen Haushaltstätigkeiten verdeutlichen.
8. Interpretation der Ergebnisse: Analyse und statistische Auswertung der erhobenen Daten in Bezug auf die aufgestellten Hypothesen, inklusive der Prüfung von Korrelationen zwischen den Variablen.
9. Zusammenfassende Bewertung und eigene Stellungnahme: Fazit über die noch bestehenden traditionellen Rollenmuster bei männlichen Jugendlichen und Reflexion des Lernprozesses während der ersten eigenen Forschungsarbeit.
Genderforschung, Rollenverständnis, Arbeitsteilung, Haushalt, quantitative Forschung, Fragebogenkonstruktion, Jugendliche, Sozialisation, Doing Gender, geschlechtsspezifisch, Bildungsausstattung, Datenerhebung, Statistik, empirische Sozialforschung, Familie
Die Arbeit untersucht, wie Jugendliche in der Gemeinde Ostbevern das Rollenverständnis von Mann und Frau im Kontext der häuslichen Arbeitsteilung bewerten.
Die zentralen Themen sind Genderforschung, Rollentheorien, soziale Konstruktion von Geschlecht sowie die reale und idealisierte Verteilung von Haushaltstätigkeiten.
Die Forschungsfrage lautet, ob sich das geschlechtsspezifische Rollenverständnis bei Jugendlichen gegenüber der Arbeitsteilung im Haushalt gewandelt hat.
Es wird ein quantitativer Ansatz verfolgt, bei dem Daten mittels standardisierter Fragebögen erhoben und anschließend statistisch (u.a. via SPSS und Grafstat) ausgewertet wurden.
Der Hauptteil umfasst die theoretische Einordnung, die Hypothesenbildung, die methodische Konstruktion des Fragebogens, die Durchführung der Datenerhebung sowie die detaillierte Darstellung und Interpretation der Ergebnisse.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Genderforschung, Rollenverständnis, Arbeitsteilung, Sozialisation und quantitative Datenanalyse.
Die Begrenzung auf den eigenen Wohnort erfolgte aus forschungsökonomischen Gründen, um den Rahmen einer Hausarbeit einzuhalten und die Durchführbarkeit der Datenerhebung zu gewährleisten.
Die Analyse zeigt einen signifikanten Zusammenhang zwischen der Schulform und der traditionellen Einstellung, wobei insbesondere bei Schülern der Hauptschule ein eher traditionelles Rollenverständnis erkennbar ist.
Die Hypothese 1 (Geschlechterunterschiede) wurde bestätigt, da männliche Jugendliche eine traditionellere Einstellung als weibliche zeigen; bei anderen Hypothesen sind die statistischen Zusammenhänge teilweise schwächer oder durch geringe Fallzahlen limitiert.
Die Arbeit greift diese Thematik auf und stellt fest, dass selbst Jugendliche mit eigentlich egalitären Auffassungen in der Praxis häufig bei traditionellen Mustern der Arbeitsverteilung im Haushalt verharren.
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