Diplomarbeit, 2009
64 Seiten, Note: 1,7
1. Zielsetzung der Studienarbeit
2. Definitionen und Beschreibung der aktuellen Siuation
2.1. Definition einzelner Begriffe
2.1.1. Was versteht man unter einer Führungs- bzw. Managementposition
2.1.2. Genossenschaftsbanken
2.1.3. Diversity
2.1.4. Gender
2.1.5. Performance
2.2. Anforderungen an Führungskräfte
2.3. Beschreibung der aktuellen Situation
2.4. Erklärungsansatz zur Unterrepräsentanz von Frauen in Vorstandspositionen
3. Nutzen
3.1. Vorteile von Gender Diversity
3.2. Vorteile weiblicher Führungskultur
3.3. Zusammenfassung der Studie „Women Matter“ von McKinsey und Ergebnisse weiterer Untersuchungen
4. Empirische Untersuchung
4.1. Allgemeine Erläuterungen zur Vorgehensweise bei der Untersuchung
4.2. Kennzahlen zur Performancemessung
4.3. Ergebnisse der Untersuchung
4.4. Kritische Würdigung der Ergebnisse
4.5. Berücksichtigung weiterer „weicher“ Faktoren
5. Umsetzung
5.1. Maßnahmen zur erfolgreichen Umsetzung von Gender Diversity und deren Kosten
5.2. Controlling / Messung
6. Resümee
7. Literaturnachweis
Die Studienarbeit untersucht den Status quo von Frauen in Vorstandspositionen bei Genossenschaftsbanken und analysiert, ob eine stärkere Geschlechtervielfalt (Gender Diversity) messbare ökonomische Vorteile bietet. Dabei wird der Frage nachgegangen, worin die Gründe für die Unterrepräsentanz liegen und wie eine Erhöhung des Frauenanteils durch strategische Maßnahmen erreicht werden kann.
2.4. Erklärungsansatz zur Unterrepräsentanz von Frauen in Vorstandspositionen
Um geeignete Maßnahmen zur Erhöhung des Frauenanteils in Führungspositionen bei Genossenschaftsbanken durchführen zu können, müssen zunächst die Gründe für die Unterrepräsentanz gefunden werden. Diese wird in verschiedenen Werken, u.a. „Frauen in der Ökonomie und Frauenökonomie“ von Frau Hannelore Weck-Hannemann sowie der Studie „Die Unterrepräsentanz weiblicher Führungskräfte“ von Susanne Löschmann, vorwiegend durch soziologische und ökonomische Argumente begründet.
Im Fachgebiet der Soziologie existiert eine sog. „Geschlechtsstereotype Wahrnehmung“, d.h. Erwartungen an die typischen Eigenschaften von Frauen bzw. Männern. Es ist historisch bedingt, dass der Mann den Lebensunterhalt sicherstellen musste, während die Frau den Haushalt führte, Kinder betreute und ältere Familienangehörige pflegte. Begründet ist dies auch durch typisch weibliche Eigenschaften wie z.B. Geduld, Einfühlungsbereitschaft und emotionale Abhängigkeit. Die Beschäftigungsquote von Frauen nach Branchen spiegelt dies wider (vgl. Anlage Nr. 2). Hier sind Bereiche wie das Gastgewerbe, persönliche Dienstleistungen (u.a. Raumpflege, Betreuung, usw.) und die Bekleidungsherstellung besonders stark vertreten.
Anders als Männer müssen sich Frauen immer noch häufig zwischen Kindern und Karriere entscheiden oder eine Doppelbelastung, die Kinder mit sich bringen, in Kauf nehmen. Dabei spielen auch gesellschaftliche Normen und sog. „soziale Tabu’s“ eine bedeutende Rolle. 93% der deutschen Bevölkerung sind der Ansicht, dass eine Frau in den ersten Lebensmonaten eines Kindes zu Hause bleiben sollte. Entscheidet sich eine Frau dagegen für die Karriere und überlässt die Versorgung des Kindes einer Tagesmutter, so spricht man gerne auch vom Syndrom der „Rabenmutter“.
1. Zielsetzung der Studienarbeit: Vorstellung der Forschungsfrage, ob Gender Diversity bei Genossenschaftsbanken Potentiale bietet, angesichts der geringen Frauenquote in Vorstandsebenen.
2. Definitionen und Beschreibung der aktuellen Siuation: Klärung grundlegender Begriffe wie Management, Genossenschaftsbanken und Diversity sowie Analyse der aktuellen statistischen Situation.
3. Nutzen: Erörterung der Vorteile von Gender Diversity und der spezifischen Stärken einer weiblichen Führungskultur sowie Zusammenfassung relevanter Studien.
4. Empirische Untersuchung: Methodik und Durchführung eines Vergleichs von Performance-Kennzahlen zwischen Genossenschaftsbanken mit und ohne Frauen im Vorstand.
5. Umsetzung: Darlegung von Maßnahmenkonzepten wie Diversity Management und Gender Mainstreaming sowie Vorstellung konkreter Zertifizierungen und Controlling-Instrumente.
6. Resümee: Zusammenfassende Bewertung der Untersuchungsergebnisse und Fazit zur Notwendigkeit strategischer Maßnahmen für die Wettbewerbsfähigkeit.
Gender Diversity, Genossenschaftsbanken, Vorstandspositionen, Frauenanteil, Unterrepräsentanz, Führungskultur, Diversity Management, Gender Mainstreaming, Performance, Return on Equity, Cost-Income-Ratio, Eigenkapitalquote, Humankapital, Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Controlling
Die Arbeit untersucht das Thema Gender Diversity im Kontext von Genossenschaftsbanken, insbesondere im Hinblick auf den Nutzen einer höheren Frauenquote in Vorstandsgremien.
Die Arbeit behandelt soziologische Ursachen für die Unterrepräsentanz von Frauen, ökonomische Vorteile durch Gender Diversity sowie praktische Umsetzungsstrategien für Kreditinstitute.
Es soll analysiert werden, ob Genossenschaftsbanken durch eine stärkere Mischung aus Frauen und Männern in Führungspositionen wirtschaftliche Vorteile erzielen können und wie diese Strategie umgesetzt werden kann.
Die Arbeit nutzt eine Kombination aus Literaturrecherche zu soziologischen und ökonomischen Theorien sowie eine eigene empirische Untersuchung von Kennzahlen mittels der Datenbank „Bankscope“.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Unterrepräsentanz, die Darstellung der Vorteile weiblicher Führungskultur sowie eine empirische Auswertung wirtschaftlicher Kennzahlen (RoE, CIR, Eigenkapitalquote).
Die zentralen Begriffe sind Gender Diversity, Vorstandspositionen, Genossenschaftsbanken, Unterrepräsentanz, Performance und Diversity Management.
Nein, die Untersuchung konnte auf Basis der geringen Datenmenge und der analysierten Kennzahlen keinen signifikanten Performance-Vorteil oder Nachteil für Institute mit Frauen im Vorstand feststellen.
Das Modell von Cox dient als Orientierungshilfe, um Diversity nicht als isolierte Maßnahme, sondern als langfristigen strategischen Prozess im gesamten Unternehmen zu verankern.
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